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Kupplungs-Spiel - Skoda den Octavia Combi 2.0 TDI

Für 1500 Euro rüstet Skoda den Octavia Combi 2.0 TDI mit dem Doppelkupplungs-Getriebe DSG aus. Lohnt sich der Mehrpreis?

01.08.2006 Jörn Ebberg

Zwei gegen einen hört sich zunächst unfair an. Rein technisch gesehen ist es das wohl auch: Das Direktschaltgetriebe im Octavia funktioniert im Gegensatz zur Schalter-Version mit zwei Kupplungen, über die wechselweise die Motorkraft fließt. Wird der Skoda beschleunigt, ist der nächsthöhere Gang bereits vorgewählt.

Zum Gangwechsel öffnet nur noch die eine Kupplung, während die andere gleichzeitig schließt. Dieser Vorgang ist in maximal vier Zehntelsekunden erledigt, der Vortrieb im DSG-Octavia hält ohne Zugkraftunterbrechung an. Gäbe es den Drehzahlmesser oder die kleine Anzeige im Cockpit nicht, bliebe nur die Geräuschkulisse, um vom Gangwechsel überhaupt etwas zu erahnen.

Trotz der aufwendigen Konstruktion eine feine Sache, dieses DSG aus dem VW-Konzern, das längst auch von anderen Firmen wie BMW oder Porsche als Alternative zur konventionellen Wandler-Automatik entwickelt wird. Schließlich liegen seine Vorteile auf der Hand: Man kann damit ganz nach Wunsch entspannt automatisch oder wie mit einem Schaltgetriebe fahren, und mangels Schlupfverlust im Drehmomentwandler sind kaum Abstriche bei Verbrauch und Fahrleistung zu machen.

So verliert die DSG-Version beim Spurt von null auf 100 km/h nur zwei Zehntelsekunden, und subjektiv ist man mit ihr sogar flotter unterwegs, weil sie im normalen Fahrbetrieb das Turboloch des Motors besser kaschiert, in dem man mit dem Handschalter eine ganze Weile dümpelt. Allerdings neigen die vorderen Antriebsräder bei einem forschen Tritt auf das Gaspedal zum Durchdrehen, wenn das hohe Drehmoment des Zweiliter-TDI über sie herfällt.

Beim Schaltmodell lässt sich die Kraft dosierter auf die Straße bringen, was der DSG-Variante nur im Tiptronic-Modus gelingt. Außerdem liegt der konventionelle Schalthebel so gut zur Hand, dass sich die Gänge präzise und leicht sortieren lassen. Allzu häufig ist das ohnehin nicht nötig. Sowohl auf der Autobahn als auch beim Mitschwimmen im Stadtverkehr kann man den Skoda schaltfaul im sechsten Gang bewegen, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt.

Der liegt im Testmittel mit 7,2 L/100 km knapp unter dem der Automatik-Version. So bleibt als wichtigster Vorzug des DSG-Octavia sein Komfortplus, das mit etwas geringerem Temperament und teurerer Anschaffung bezahlt werden muss.

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