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Car-to-Car-Communication

Unfallverhinderung per WLAN:

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Unfallverhinderung per WLAN: Autos, die über Funk kommunizieren, können drohende Kollisionen bereits frühzeitig erkennen.

28.08.2008 Dirk Gulde

Mittwochabend auf der A 33: Der Fahrer eines Audi A6 bemerkt zu spät, dass es sich vor ihm staut. Trotz Vollbremsung schiebt sich der Audi unter einen LKW, sein Fahrer wird schwer verletzt. Unfälle wie dieser sollen zukünftig mit Assistenzsystemen, bei denen sich Autos gegenseitig per Funk vor Gefahren warnen, verhindert werden.

Technik muss an Stabilität zulegen

Nicht nur Staus, auch Geisterfahrer, Glatteis oder Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht lassen sich per Car-to-Car-Communication an andere Verkehrsteilnehmer in der Umgebung melden. Für die technische Umsetzung hat die EU-Kommission jetzt den im PC-Bereich etablierten und daher günstigen Standard WLAN (5,9 GHz) freigegeben, der für den Einsatz im Auto allerdings noch an Reichweite (bis zu einem Kilometer) und an Stabilität zulegen muss. Erste Seriengeräte sollen bis zum Jahr 2011 auf den Markt kommen.

Um ohne Zutun des Fahrers warnen zu können, werden die Funk-Botschaften automatisch erzeugt, etwa bei Notbremsungen oder wenn das ESP auf glatter Straße eingreift. Das Navigationssystem steuert der Gefahrenmeldung zudem die exakten Positionsdaten bei. Wie bei einem Staffellauf werden die Botschaften dann von einem Auto zum nächsten weitergeleitet, womit sich die Reichweite erheblich steigern lässt. 

Für Sicherheit und Umwelt

Bereits eine Ausstattungsquote von zehn bis 15 Prozent aller Fahrzeuge bewirkt, dass die Kommunikationskette in den meisten Fällen nicht reißt. Werden auch Infrastruktur-Einrichtungen wie Ampeln oder Tunneleinfahrten mit den WLAN-Modulen ausgerüstet, ergeben sich weitere Anwendungsmöglichkeiten: So kann beispielsweise ein Fahrer gewarnt werden, der sich zu schnell einer roten Ampel nähert.

Mit dem bis 2011 laufenden Pilotprojekt "Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland" (SIM-TD) in Hessen und der Rhein-Main-Region testen Autohersteller, Zulieferer und staatliche Stellen derzeit mit einer Flotte von bis zu 500 Fahrzeugen die Möglichkeiten der Car-to-Car-Communication. Positiver Nebeneffekt: Fahrzeuge, die untereinander und mit ihrer Infrastruktur sprechen, sorgen nicht nur für weniger Unfälle, sondern auch für flüssigeren Verkehr und somit geringeren Schadstoffausstoß.

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