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Mercedes Werkstättentest 2016

Der Trend geht nach unten

Mercedes A-Klasse Foto: Archiv 19 Bilder

Von der Premium-Marke Mercedes erwarten die Kunden Toparbeit und Service auf höchstem Niveau. Doch das ist oft nur eine Illusion. Drei von sieben Autohäusern fallen in unserem Werkstättentest durch, eines davon ist sogar nicht empfehlenswert. Damit setzt sich der Abwärtstrend der letzten Jahre fort.

09.03.2016 Annette Napp

Viele erwarten von einer Premium-Marke besonders hochwertige Fahrzeuge und einen gehobenen Kundenservice – der nicht nach dem Autokauf enden sollte. Viele Nobelanbieter versprechen genau das ihren zahlungswilligen Kunden, Mercedes auch. Doch erfüllen kann die Traditionsmarke diesen Anspruch nicht immer, wie der Werkstättentest zeigt.

Auf den ersten Blick scheint alles durchaus in Ordnung zu sein, immerhin 85 Punkte im Gesamtergebnis und ein abschließendes "empfehlenswert" geben scheinbar wenig Grund zur Klage. Doch beim näheren Betrachten fällt relativ schnell auf: Premium sieht eigentlich anders aus. Denn nur vier der sieben getesteten Autohäuser können wirklich überzeugen – das ist zu wenig für eine solche Marke, die mit diesem Resultat das schlechteste Ergebnis seit Jahren abliefert.

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Werkstätten-Test Mercedes
auto motor und sport 03/2016
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Schwächen beim Service

Schuld daran ist unter anderem der zum Teil unbefriedigende Service, der Punkte in einem Kapitel kostet, das zu 40 Prozent in die Gesamtwertung mit einfließt. Auch mit schlampigem Arbeiten verschenken die Werkstätten wichtige Zähler. So blieb bei zwei Betrieben das beschädigte Scheibenwischergummi unentdeckt. Beide Autohäuser überzeugten auch beim Service nicht, sodass in einem Fall das Ergebnis sogar "nicht empfehlenswert" lautete. Ein dritter Betrieb findet und behebt zwar alle präparierten Fehler, versagt beim Service jedoch komplett. Dass es auch anders geht, zeigen die vier übrigen Testkandidaten. Effizientes und gründliches Arbeiten kombiniert mit vorbildlichem Service verdient das Prädikat "sehr empfehlenswert".

Ein Urteil, von dem die Filiale der unabhängigen Werkstattkette ATU in Bamberg nur träumen kann, die von der Redaktion als Stichprobe getestet wurde. Dieser Betrieb enttäuschte auf der ganzen Linie.

Fazit - Krasse Gegensätze

Das kann nicht den Vorstellungen von Mercedes entsprechen. Zum einen werden die Ergebnisse von Test zu Test schlechter, zum anderen sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Autohäusern extrem groß. Nur vier von sieben getesteten Vertragswerkstätten verdienen das Prädikat "sehr empfehlenswert". Sie arbeiten gründlich und zuverlässig und bieten dem Kunden sehr guten Service. Das ist Premium. Auf der anderen Seite fallen drei Werkstätten sehr negativ auf, weil sie schlampig zu Werke gehen und den Kunden in puncto Service enttäuscht zurücklassen. Solch ein Komplettversagen beim Service wie in Würzburg und Nürnberg vergrault Kunden. Noch schlechter geht es nur Nutzern der unabhängigen Werkstattkette ATU. Zum wiederholten Mal im Werkstättentest 2016 schneidet sie bei der Mängelbehebung miserabel ab.

So haben wir getestet

Im Auftrag von auto motor und sport schickte die Beratungsfirma Concertare bundesweit Testpersonen mit ihren Fahrzeugen zur Inspektion in verschiedene Vertragswerkstätten. Zuvor wurden die Wagen von einem Sachverständigen mit fünf Mängeln präpariert. Zudem bewerteten die Tester auch die Service-Qualität der Betriebe (mit 40 Prozent). Wie gründlich war die Werkstatt – sprich: Wurde zum Beispiel das Service- Heft richtig ausgefüllt oder eine Probefahrt durchgeführt? Wie gut klappte die Terminvereinbarung, wie war der Erstkontakt im Autohaus, wie verlief das Gespräch mit den Mitarbeitern, gab es Probleme bei der Fahrzeugabholung oder traten Unstimmigkeiten bei der Rechnung auf? Am Ende zählte unter anderem noch, wie wohl sich der Kunde im Autohaus fühlte und ob er den Betrieb weiterempfehlen würde – im Klartext: Es ging um den Gesamteindruck. Da die Inspektionen mit unterschiedlichen Fahrzeugen durchgeführt wurden, ist der Rechnungsbetrag nicht in die Wertung eingeflossen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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