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Münchner Bengel

Von zwei Ausnahmen abgesehen leisten die acht Betriebe gute Arbeit. Das schlechteste Ergebnis liefert ausgerechnet die BMW-Niederlassung München.

24.10.2005

Steckt da System dahinter? 2004 schloss die Mercedes- Niederlassung am Firmensitz von Daimler-Chrysler in Stuttgart im Rahmen des Werkstätten-Tests (Heft 20/2004) am schlechtesten ab. In diesem Jahr lieferte die Niederlassung am Hauptsitz von Peugeot Deutschland in Saarbrücken die miserabelste Arbeitsleistung unter den acht getesteten Peugeot- Betrieben (Heft 19/2005), und jetzt auch BMW: Mit 21 von 31 erreichbaren Punkten geht die rote Laterne an die in unmittelbarer Nähe der BMW-Zentrale angesiedelte Niederlassung München.

Dort schraubt man zwar an den verstellten Scheinwerfern herum, aber mit dem Resultat, dass diese weiterhin sowohl zu tief als auch in der Achse verstellt bleiben. Auch die ausgehängte Bremsleitung übersieht der Mechaniker bei der Inspektion. Zwei weitere Punkte verschenkt man in der Bayern- Metropole, da der zu niedrige ServoÖl- Stand zwar korrigiert, der Kunde aber bei der Rückgabe des Wagens nicht auf das Problem hingewiesen wird. Was andererseits auch nicht überrascht, da die Übergabe-Formalitäten von einer Mitarbeiterin am Schalter erledigt werden, während der Meister ein paar Tische weiter sitzt. Sehr ärgerlich ist auch der ungefragt durchgeführte Wechsel des noch intakten Keilriemens. Trotz hinterlassener Handynummer wurde in München dafür nicht das Einverständnis des Kunden eingeholt.

Da dieser Wechsel allein mit 126,44 Euro zu Buche schlägt, erreicht das BMW-Stammhaus die wenigsten Punkte, schreibt dafür aber die zweithöchste Rechnung im Test. Dass der Fünfer dann auch noch so extrem wandnah in dem ohnehin engen Parkhaus geparkt ist, dass es einer korpulenten Person große Mühe bereiten würde, in den Innenraum zu kommen, passt ins Bild. Grundsätzlich ist die ausführliche Durchsicht eines Fünfer-BMW mit durchschnittlichen Inspektionskosten von mehr als 400 Euro nicht eben ein Schnäppchen. Damit sich die Kunden seelisch und moralisch auf diese Dimensionen einstellen können, bekommen sie bei Abgabe ihres Autos in der Regel ein „Service-Ticket“ genanntes Faltblatt ausgehändigt, auf dem der Maximalpreis sowie ein garantierter Rückgabezeitpunkt vermerkt sind.

So stellte die BMW-Niederlassung Neunkirchen dem Kunden mit dem Service-Ticket in Aussicht, die in Auftrag gegebene große Inspektion für maximal 460 Euro durchzuführen. Doch bei der Abholung entpuppt sich der Betrieb als wahrer Discounter unter den getesteten BMW-Werkstätten: Nur rund 300 Euro werden dort für die große Inspektion berechnet. Nahezu alle anderen BMW-Betriebe verlangen für die gleiche Aufgabe teilweise deutlich mehr als 400 Euro

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