Navigationssysteme: Fahrzeugspezifische Navis zum Nachrüsten

Navigationssysteme zum Nachrüsten, Zenec EGo-Serie

Wer sein Auto mit einem Navigationssystem ausrüsten möchte, hat weit mehr Möglichkeiten als nur Saugnapf-Lotsen à la TomTom & Co. Immer mehr Hersteller bieten inzwischen fahrzeugspezifische Einbaugeräte mit vielen Multimedia-Funktionen an.

Sie lassen sich passgenau einbauen und kosten oft nicht einmal die Hälfte ihrer Ab-Werk-Kollegen: Fahrzeugspezifische Navigationsgeräte sind inzwischen für viele Autotypen erhältlich.

Vom Touchscreen bis zur Lenkradfernbedienung

Neben einer Touchscreen-Navigation bieten sie fast immer auch eine reichhaltige Multimedia-Ausstattung, die neben Freisprecheinrichtung und MP3-Player-Buchsen auch DVD-Spieler oder Fernseh-Tuner enthalten - Funktionen, für die viele Autohersteller abermals hohe Aufpreise kassieren. Einige der Lotsen verfügen darüber hinaus über Anschlussmöglichkeiten für Lenkradfernbedienungen und Bordcomputer-Anzeigen. Abbiegepfeile oder Radiosender-Namen erscheinen so auf dem Zentraldisplay im Armaturenbrett.

Zum Gerätepreis kommen allerdings noch zusätzlich Einbaukosten, ebenso werden teilweise Adapter und Einbaurahmen benötigt. Wir haben uns im Sortiment von vier Herstellern umgesehen und zeigt die interessantesten Geräte zwischen 1.000 und 1.300 Euro.

Zenec E>Go-Serie - ab 1.000 Euro

Der Schweizer Autoelektronik-Spezialist Zenec verfügt derzeit über das umfangreichste Angebot an fahrzeugspezifischen Nachrüstgeräten: So sind bereits jetzt Navigationsradios für Modelle von Ford, Opel, Seat, Skoda und VW lieferbar, in Kürze soll mit Hyundai der erste koreanische Hersteller folgen. Neben Routenführer für aktuelle Fahrzeuge bietet Zenec auch die Möglichkeit, in älteren Autos wie dem Golf IV ein modernes Navigationssystem nachzurüsten. Die Touchscreen-gesteuerten Geräte führen in 3D-Grafik durch 40 europäische Länder und melden Staus über das schnelle TMC Pro-System. Für Unterhaltung sorgen DVD-Player, Bluetooth- Freisprechanlage, USB- und iPod-Anschlüsse. Wem das noch nicht reicht, kann einen Fernsehtuner (DVB-T) oder zusätzliche Bildschirme für die Mitfahrer ergänzen. Über entsprechende Adapter lassen sich einige der Lotsen an Lenkradfernbedienungen und Bordcomputer-Displays anschließen.  

Kenwood DNX520VBT - 1.299 Euro

Das Kenwood DNX520VBT ist auf die aktuelle Modellpalette von Seat, Skoda und VW abgestimmt. Neben dem integrierten Routenführer von Garmin, der über den Sieben-Zoll-Touchscreen gesteuert wird, verfügt das Gerät über einen DVD-Player, der alle gängigen Video- und Audio-Formate abspielt. Staus umschifft das Kenwood mittels TMC-Funktion, die sich auf Wunsch auf das präzisere und schnellere TMC-Pro aufrüsten lässt. Darüber hinaus sind Anschlüsse für DVB-T-Tuner, iPod, iPhone und USB-MP3-Player vorhanden.  

Pioneer Avic-Serie

Die Lotsen von Pioneer lassen sich passgenau in Cockpits vieler Ford, Seat, Skoda und VW integrieren. Neben der Navigationsfunktion für 44 europäische Länder verfügen die Geräte bereits serienmäßig über eine umfangreiche Multimedia-Ausstattung: Freisprecheinrichtung und Radio gehören ebenso dazu wie ein CD-/DVDPlayer oder ein SD-Karten-Lesegerät. Auch an Erweiterungen ist gedacht: Neben Fernsehtuner und Rückfahrkamera lassen sich unterschiedliche MP3-Player anschließen. Hierfür stehen USB- und iPod-Buchsen bereit, mittels Bluetooth können Audio-Signale jedoch auch kabellos über Funk eingespeist und wiedergegeben werden. Für die Navigationssektion liefert Pioneer eine PC-Software mit, über die zusätzliche Sonderziele aus dem Internet heruntergeladen und in die Routenplanung aufgenommen werden können. Die Bildschirm-Diagonalen der fahrzeugspezifischen AVIC-Geräte liegen mit 5,8 bis 6,1 Zoll allerdings leicht unterhalb denen der Konkurrenten (6,5 bis sieben Zoll).  

Bi-Automotive Media Center - 1.199 Euro

Neben Geräten für VW und Ford bietet Zubehörspezialist Bi-Automotive auch für einige Mazda-Modelle den passenden Routenführer an. Im Preis von 1.199 Euro ist eine komplette Ausstattung mit Sieben-Zoll-Touchscreen, DVD-Player und sogar DVBT-Tuner erhalten. Auch ein Bluetooth-Modul zur Ankopplung von Handys und MP3-Player ist serienmäßig an Bord, ebenso die Anschlussmöglichkeit für Lenkradfernbedienungen. Der wichtige TMC-Empfänger muss jedoch separat erworben werden. Nur mit dem 69 Euro teuren Kästchen lassen sich Staus automatisch umfahren.

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Dirk Gulde

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