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Opel Flextreme

Schach Watt

Foto: Eberhard Kittler 12 Bilder

Opel eröffnet eine neue Partie im Bemühen um eine saubere Zukunft - und wendet sich dem Elektroantrieb zu. Der Flextreme zeigt, wie ein so motorisiertes Auto aussehen kann.

09.11.2007 Eberhard Kittler

Ein schickes viertüriges Van- Coupé mit luftig gestaltetem, variabel nutzbarem Innenraum führt bis heute noch kein Autohersteller im Programm. Doch jetzt hat Opel ein solches Fahrzeug immerhin als Concept-Car realisiert.

Zweite Besonderheit neben dem mutigen Design ist die Antriebstechnologie: Der Flextreme ist ein serieller Hybrid, wobei ein Elektromotor für den Antrieb der Vorderräder und – ungewöhnlich genug – ein Verbrennungsmotor ausschließlich für die Stromgewinnung sorgt.

Opel Flextreme Concept 3:52 Min.

Seinen Strom zieht der vorn platzierte 120-kW-Motor, der aus dem hauseigenen Brennstoffzellenauto Hydrogen 3 übernommen wurde, aus einer großen Lithium-Ionen-Batterie. Deren Spannung liegt bei 350 Volt, die Spitzenleistung beträgt 136 kW, und der Energieinhalt soll mindestens 16 kWh betragen – das entspricht dem Äquivalent von eineinhalb Liter Kraftstoff. Serienreif wird ein solcher Energiespeicher aber nicht vor 2009 sein.

Das 180 bis 200 Kilogramm schwere Batteriepaket ist dort im Auto untergebracht, wo sonst der Mitteltunnel verläuft. Es lässt sich dank einem einfachen Plugin-System (mit Steckdose rechts vor der Frontscheibe) binnen drei Stunden so weit aufladen, dass bis zu 55 Kilometer Reichweite möglich sind.

Für die meisten Berufspendler reicht dies für die tägliche Fahrt zur oder von der Arbeitsstelle. Sollen größere Strecken bei nicht genügend geladener Batterie zurückgelegt werden, dient ein im Fahrzeugheck installierter, nicht mit den Rädern verbundener 1,3-Liter-Dieselmotor zur Stromerzeugung.

Er treibt einen 53-kWGenerator an, der die Batterie nachlädt. Im Heck untergebracht ist außerdem ein 26-Liter-Dieseltank. Die Emissionswerte nach dem EC-Zyklus sollen dabei maximal 40 g CO2/km betragen. Grund für den vergleichsweise niedrigen Wert: Der Verbrennungsmotor läuft stets im optimalen Betriebsbereich mit einer konstanten Drehzahl von 1500 bis 1800/min.

Zudem analysieren Piezo-Sensoren in den Glühkerzen den Verbrennungsdruck im Zylinder und können so die Einspritzung optimieren – im Bedarfsfall dreht sich die Kurbelwelle dann bis 3200 Mal pro Minute. Das Concept-Car ist Mitglied einer völlig neuen Entwicklungsfamilie des GM-Konzerns, die neben den Voll- und Mildhybrid-Modellen nach 2010 etabliert werden soll.

Bei der neuartigen Flextreme-Fahrzeugarchitektur geht es grundsätzlich darum, das Auto via EMotor anzutreiben – egal, welcher Art der stromerzeugende Zusatzmotor ist.

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