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Werkstättentest Opel 2016

Mäßiges Arbeiten und schlechter Service

Opel Astra Foto: Beate Jeske 15 Bilder

Im Vergleich zum letzten Werkstättentest 2013 hat sich Opel zwar deutlich verbessert, trotzdem ist das Ergebnis alles andere als hervorragend. Lediglich drei von sieben Vertragswerkstätten machen einen guten Job, der Rest kommt über Mittelmaß nicht hinaus. Oft ist nicht die Mängelbeseitigung das große Problem, sondern der Service.

19.02.2016 Annette Napp 1 Kommentar

Eine Zeit lang sah es bei Opel düster aus. Finanzielle Schwierigkeiten und die Schließung des Bochumer Werks kratzten am Image. Dazu passte das Bild beim letzten auto motor und sport-Werkstättentest 2013: Die Marke erreichte mit nur 46 Punkten ein katastrophal schlechtes Ergebnis.

Obwohl das Schwierigste überwunden scheint, kann der aktuelle Test lediglich aufatmen lassen, keinesfalls jedoch ein Grund zur Freude sein. Denn durchschnittlich 79 Punkte im Gesamtergebnis sind ein mittelmäßiges Resultat.

Das liegt häufig am fehlenden Service – was schade ist, denn die Service-Wertung macht 40 Prozent der Gesamtbenotung aus. Keine Kleinigkeiten erlaubten sich die Opel-Werkstätten in diesem Kapitel. Geradezu frech agierte ein Autohaus, das für die Mängelbehebung sogar einen neuen Termin vereinbaren wollte. Dabei hätte die Beseitigung der Fehler nur Minuten gedauert, und die dafür nötigen Ersatzteile sollte jede Werkstatt vorrätig haben. Statt den Kunden telefonisch zu informieren, konfrontierte man ihn beim Abholen damit.

Nur eine positive Ausnahme

Aber auch bei der Mängelbehebung konnten nicht alle Betriebe überzeugen. Drei von sieben getesteten Opel-Werkstätten behoben nicht alle fünf präparierten Fehler. Dennoch gibt es auch Lichtblicke. So überzeugt ein Autohaus nicht nur im Kapitel der Mängelbehebung, das zu 60 Prozent in das Endergebnis einfließt. Der Service gefällt nahezu auf ganzer Linie.

Wie schon im ersten Teil des Werkstättentests prüften wir zum Vergleich exemplarisch eine markenunabhängige Werkstatt. Die Wahl fiel auf eine Filiale von A.T.U. Das Ergebnis der Stichprobe ist ernüchternd: Weder beim Service noch in der Werkstattleistung überzeugt der Betrieb. Mit 62 Punkten teilt er sich den letzten Platz mit einer Vertragswerkstatt.

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Opel Werkstättentest 2016 Mäßiges Arbeiten und schlechter Service
auto motor und sport 02/2016
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So haben wir getestet

Im Auftrag von auto motor und sport schickte die Beratungsfirma Concertare bundesweit Testpersonen mit ihren Fahrzeugen zur Inspektion in verschiedene Vertragswerkstätten. Zuvor wurden die Wagen von einem Sachverständigen mit fünf Mängeln präpariert. Zudem bewerteten die Tester auch die Servicequalität der Betriebe (mit 40 Prozent). Wie gründlich war die Werkstatt – sprich: Wurde zum Beispiel das Serviceheft richtig ausgefüllt oder eine Probefahrt durchgeführt? Wie gut klappte die Terminvereinbarung, wie war der Erstkontakt im Autohaus, wie verlief das Gespräch mit den Mitarbeitern, gab es Probleme bei der Fahrzeugabholung oder traten Unstimmigkeiten bei der Rechnung auf? Am Ende zählte unter anderem noch, wie wohl sich der Kunde im Autohaus fühlte und ob er den Betrieb weiterempfehlen würde – im Klartext: Es ging um den Gesamteindruck. Da die Inspektionen mit unterschiedlichen Fahrzeugen durchgeführt wurden, ist der Rechnungsbetrag nicht in die Wertung eingeflossen.

Fazit

Gemischte Gefühle

Der Dämpfer des letzten Werkstättentests 2013 hat bei Opel zwar gesessen, doch eine dramatische Verbesserung gab es nicht. Das nur mittelmäßige Ergebnis enttäuscht – zu sehr variieren die Leistungen der Werkstätten. Während die einen in der Mängelbehebung gründlich arbeiten, beim Service aber noch dazulernen müssen, verhält es sich bei anderen genau umgekehrt. Nur ein Autohaus verdient in beiden Kategorien ein Lob und erreicht das Prädikat "sehr empfehlenswert". Im Gegenzug schrammen zwei andere nur knapp an der Wertung "nicht empfehlenswert" vorbei – es wirkt wie ein Glücksspiel, die richtige Firma zu finden. Taugt die Werkstattkette A.T.U als verlässlichere Alternative? Leider nicht. Wie im ersten Test bei Skoda arbeitet der Betrieb unzuverlässig und mit schlechtem Service.

Neuester Kommentar

Man muss nur einmal kurz den Kopf einschalten, um zu begreifen, warum Opel, VW, Ford use und A.T.U so extrem schlecht arbeiten. Und zwar angefangen vom Verkauf, über den Service, bis hin zur Werkstatt.

wer was im leben erreichen möchte, oder eine gute Ausbildung bekommen möchte, geht doch im Leben nicht zu solchen Marken. Und dementsprechend haben die auch nur Mechaniker usw, die den Schulabschluss kaum geschafft haben und die Lehre nur mit zwei Augen zudrücken. Das habe ich in meiner eigenen Ausbildung zum Mechaniker live mitbekommen, absolut erschreckend, wer da alles an den Autos der Kunden arbeiten darf...

In Preetz musste ich einem Meister von Opel erklären, was ein Gierratensensor ist, den sein Tech2 als Fehlerquelle in meinem Vectra C erkannt hat. Nur ein ganz kleines Beispiel, könnte hier Bücher füllen mit schlechten Erfahrungen bei Opel. besonders schlimm ist es, wenn das Auto über 6 Jahre alt ist, dann wird mehr kaputt repariert, als umgekehrt. Schade ist, dass der normale Kunde zu wenig technischen Vertsand besitzt, um zu bemerken, dass was schief läuft.
Neulich habe ich in bei Opel Trappenkamp nach Querlenkertausch eine Achsvermessung machen lassen. Lenkrad stand zwar gerade, aber man vermisst ja aus Prinzip. Nach der Vermessung lief der Wagen eierig und das Lenkrad stand schief. Versuche nun seit ein paar Monaten das nachbessern zu lassen, jedoch fallen denen immer neue Ausreden ein, warum die Bühne momentan kaputt ist. Nun warte ich schon seit einer Woche auf einen versprochenen Rückruf.
Kaputt repariert nennt man das, was die da machen. Und noch nicht mal einen Hintern in der Hose, den Pfusch zügig zu beseitigen. Mir laufen die Reifen einseitig ab, der Werkstatt ist das ja egal,. die würden mir noch den Hinweis darauf geben, um mir überteuerte Decken anzudrehen.

Jedoch die allermieseste Opel-Werkstatt hat definitiv Preetz. Lichtblick sind dort zum Glück ein jüngerer Meister, ein Wagenaufbereiter und ein Lagerist, die es verdient haben, unter einem besseren Qualitäsmanagement zu arbeiten.

Im Allgemeinen kann ich jedem raten, seine Rechnungen von Autohöusern prüfen zu lassen. Viel berechnet, wenig Leistung erhalten. Das ist meine Erfahrung der letzten Jahre im Bekanntenkreis.

Und Auto-Motor-Sport kann ich nur ans Herz legen, die Werkstätten mal richtig zu testen: Auto 6-12 Jahre und 100.000 - 250.000 KM. Sie werden sich wundern, was sie alles erleben!

GerdiGerdsen 3. Juni 2016, 11:34 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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