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Optionsreifen: Das bringen größere Felgen und Breitreifen

17, 18 oder sogar 19 Zoll - was bringt eine entsprechende Optionsbereifung wirklich? Oder ist doch alles nur Show und Schein?

Der erste Schritt zum Tuning beginnt zumeist auf großem Fuß. Laut dem Verband der Automobil Tuner (VDAT) steht eine üppiger dimensionierte Rad-Reifen-Kombination ganz oben auf der Skala der Tuningwilligen. Ob Aerodynamik, Leistungssteigerungen, Fahrwerksmodifikationen oder eine Aufwertung des Innenraums - mit größeren Rädern und Felgen fängt alles an. Breitreifen bilden mit nahezu einem Drittel den Hauptanteil des Zubehörkuchens, verkündet der VDAT.

Autohersteller bieten Tuning ab Werk

Angesichts dieses verlockenden Geschäftsfeldes wollen auch die Automobilhersteller ein gehöriges Wort mitreden. Optionsbereifungen ab Werk sind demnach gang und gäbe. Und das offerierte Felgen-Portfolio wird immer vielschichtiger. Naturgemäß auch immer größer, was die bei einer Modellreihe angebotenen Reifendimensionen betrifft. Beim Audi TT beispielsweise reicht die Spanne von 17 über 18 bis 19 Zoll. Im Maximalfall, also als 340 PS starker Audi TT RS, rollt das Sportcoupé optional sogar auf 20 Zoll. Ist der große Auftritt der schmucken Leichtmetallräder nun lediglich ein optisch begründetes Imponiergehabe, oder stecken hinter den beliebten Umrüst-Aktionen tatsächlich auch Zugewinne an Fahrdynamik beziehungsweise Fahrsicherheit? Zur nötigen Beweisführung kommen folgende Elemente zusammen: ein Audi TT 2.0 TDI, der 2,2 Kilometer lange Handlingkurs des LUK Driving Center und drei Satz unterschiedliche, im Handel angebotene Michelin-Reifen auf den entsprechenden Aluminium-Rädern aus dem Audi-Sortiment.

17-Zoll-Variante sorgt für mehr Komfort

Die 18- und 19-Zoll-Varianten der Michelin-Pneus heißen Pilot Sport 2, die 17-Zoll-Größe wird hingegen als Primacy HP angeboten. Kein Sonderfall, auch bei anderen Herstellern ändern sich die Bezeichnungen mit zunehmender Zollgröße. Der Grund ist ein unterschiedliches Anforderungsprofil und eine darauf ausgerichtete Konstruktion des jeweiligen Reifens. In der Praxis schlägt sich das dergestalt nieder, dass die 17-Zoll-Variante mehr Komfortansprüchen gerecht werden muss. Alleine der größere Querschnitt sorgt schon dafür, dass der Kleinste im Bunde am elegantesten abrollt. Zudem stellt er die günstigste und leichteste Alternative dar. Mit dem 225/50 R17 bestückt, benimmt sich der Audi TT im Handling unkapriziös, lenkt angemessen direkt ein und bleibt im Grenzbereich brav untersteuernd.

Gripverhältnis steigert sich mit 18-Zoll Felgen

Hingegen wendet sich das Blatt mit der 18-Zoll-Version spürbar in Richtung Sportlichkeit und leicht weg vom Komfort. Dafür verändert sich das Einlenkverhalten fast schon dramatisch - im positiven Sinne natürlich. Aus der Mittellage der Lenkung spricht der Allradler nun deutlich exakter an, setzt die Lenkbefehle direkter um. Der nicht nur etwas breitere, sondern in seiner Konstruktion auch steifer gestaltete Reifen ist in der Lage, spürbar höhere Seitenführungskräfte aufzubauen. Dieses gesteigerte Gripverhältnis sorgt unter dem Strich auch für eine bessere Rundenzeit.

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Mehr Direktheit mit 255/35 R19

Und da soll der nominell nur einen Zentimeter breitere 19-Zöller noch eine Schippe drauflegen? Kaum vorstellbar, zumal diese Variante auch die schwerste ist. Aber tatsächlich offenbart die 255/35 R19 große Option noch einen Hauch mehr Direktheit und Stabilität in den Kurven. Jedoch, welch Wunder: Der Komfort nimmt weiter ab. Die Anfälligkeit des Audi TT für Lastwechsel nimmt indes mit zunehmender Sportlichkeit der Reifen zu. Gleiches gilt für das Aquaplaningverhalten. Kritisch wird der Audi deswegen in keinem Fall, sondern bei Trockenheit sogar noch sicherer. Denn die Bremswege reduzieren sich Schritt für Schritt um jeweils einen Meter.

Die Ergebnisse der drei Testreifen im Detail
Hersteller Michelin Primacy HP 225/50 R17 Michelin Pilot Sport PS 2 245/40 R18 Michelin Pilot Sport PS 2 255/35 R19
Gewicht (Reifen mit Felge) 18,2 kg 23,6 kg 23,9 kg
Preis
Reifen 195 Euro 210 Euro 280 Euro
Felge 382 Euro 435 Euro 601 Euro
Bremsweg (aus 100 km/h) 37 m 36 m 35 m
Rundenzeit 1.14,4 s 1.14,0 s 1.13,7 min
Jochen Übler

Autor

Foto

Hans-Dieter Seufert

Datum

10. Dezember 2009
Dieser Artikel stammt aus Heft auto motor und sport 25/2009.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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