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Sommerreifentest 2004

Dimension 225/45 R17

Foto: Frank Herzog

Alle rund, alle schwarz, alle gleich? Von wegen. Wer Reifen genau unter die Lupe nimmt, entdeckt beträchtliche Unterschiede. Der Test zeigt, wie entscheidend die Reifenwahl für die Fahrsicherheit ist.

16.03.2004

Geiz, so das Credo der modernen Spargesellschaft, ist geil. Ein blöder Spruch zwar, aber die Konsumenten handeln derzeit danach. Die Sparquote der Deutschen liegt auf hohem Niveau. Sparen kann man natürlich am Auto. Speziell bei den Reifen, die bei den Unterhaltskosten einen gewichtigen Posten bilden. Wer beim allfälligen Ersatz seiner Pneus die renommierten Premium-Marken links liegen lässt, behält einen ordentlichen Batzen Geld übrig. Dies gilt vor allem für die teuren Reifen im 17-Zoll-Format mit hohem Speedindex, die mehr und mehr auch bei ganz gutbürgerlichen Autos zum Einsatz kommen. Als Testwagen dient der BMW 325i, der sich für Reifentests besonders gut eignet. Denn das präzise und weitgehend neutrale Fahrverhalten des Dreier lässt die Differenzen zwischen den einzelnen Reifen besonders deutlich zutage treten.

Beim diesjährigen Reifentest tritt die Dimension 225/45 R 17 mit Y-Kennzeichnung an, Reifen also, die bis 300 km/h zugelassen sind. Eine Ausnahme bildet allein der Uniroyal Rain Sport 1, der den Index W (bis 270 km/h) trägt. Die Differenz zwischen dem teuersten (Michelin) und dem billigsten Produkt (Hankook) beträgt 56 Euro. 224 Euro mithin  bei einem kompletten Set. Dafür könnte man schon eine hübsche Menge Benzin kaufen. In die auto motor und sport-Bewertung geht der Preis nicht ein. Hier zählen in erster Linie sicherheitsrelevante Kriterien. Und das, die Resultate beweisen es eindeutig, ist auch gut so. Denn auf nasser Fahrbahn, wo die Fähigkeiten eines Reifens erfahrungsgemäß besonders deutlich sichtbar werden, ergeben sich Unterschiede, die umso größer ausfallen, je geringer der zur Verfügung stehende Grip ist. Bestes Beispiel Bremsen. Auf dem Goodyear-Prüfgelände im südfranzösischen Mireval bietet der dafür vorgesehene Testparcours einen extrem geringen Reibwert von nur 0,3 _. Generell sehr lange Bremswege aus 100 km/h also, aber auch der Beweis dafür, welch entscheidenden Einfluss die Profilgestaltung und vor allem die Gummimischung haben. Am besten verzögert der BMW mit dem Pirelli P Zero Nero, dicht dahinter der brandneue Dunlop SP Sport Maxx, der auf lange Sicht den bewährten SP 9000 ablösen soll. 

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