Volkswagen experimentierte bereits vor 20 Jahren mit einem Start-Stopp-System. 1993 war es dann im VW Golf Ecomatic verfügbar, der sich allerdings nicht durchsetzen konnte. Den zweiten Anlauf starteten die Wolfsburger 1999 im Drei-Liter-Lupo. Dessen Verbrauch war auch deshalb so niedrig, weil sich der Motor vier Sekunden nach dem Anhalten automatisch ausschaltete. Nahm der Fahrer den Fuß von der Bremse, wurde das Aggregat ebenso automatisch wieder angeworfen.
Vier Prozent Kraftstoffeinsparung mit Start-Stopp-System
Zulieferer Bosch hat ermittelt, dass sich mit dieser Regelstrategie beim ECE-Verbrauch etwa vier Prozent Kraftstoff sparen lassen. Fährt man nur in der Stadt, wäre sogar eine Verbrauchsersparnis von knapp zehn Prozent möglich. Eine ideales System also, um ohne Einbußen bei der Motor-Leistungsfähigkeit Kraftstoff zu sparen.
Autos mit konventionellem Antrieb können Start-Stopp ebenso nutzen wie Hybride. So ist etwa der Toyota Prius seit jeher damit ausgerüstet. Bei ihm erledigt der Elektromotor das Wiederanwerfen des Verbrennungsmotors.
Start-Stopp-System benötigt verstärkten Anlasser
Auch Citroen bietet den C3 Sensodrive mit automatisiertem Schaltgetriebe und Start-Stopp an, während BMW ausschließlich handgeschaltete Modelle mit Vierzylinder-Motor und dieser Technik im Rahmen des Efficient Dynamic-Pakets ausrüstet. Ein Tritt auf die Kupplung bei stehendem Motor genügt hier zum Wiederstart. Es kommen verstärkte Anlasser zum Einsatz.
Mazda mit eigenem Start-Stopp-System
Mazda geht einen anderen Weg und nutzt die Direkteinspritzung, um den Motor nach dem Stopp wieder zu starten. Die Kurbelwelle muss sich in einer definierten Position befinden, in die sie vom Generator per Keilriemen gedreht wird. Ein Kurbelwellensensor erkennt, wann die Welle ideal positioniert ist, um allein durch die Einspritzung mit anschließender Zündung wieder zu starten. Ein verkleinerter Anlasser unterstützt das System bei Bedarf.






