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10 Starthilfe-Batterien im Test

Akku-Booster für die Starthilfe

Starthilfe, ASV0917 Foto: Isabell Eckhardt 22 Bilder

Schwächelnde Batterien sind nicht nur im Winter ein Thema. Mit kleinen Akku-Boostern soll das Überbrücken schnell, einfach und ohne Hilfe gehen. Wir haben 10 Geräte für die die schnelle Starthilfe getestet.

05.05.2017 Klaus Herder 4 Kommentare Powered by

Klack, klack, klack – dieses hässliche Geräusch vom Anlasser ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich das Auto nicht so schnell in Bewegung setzen wird. Denn die Batterie hat keinen Saft mehr. Fremdstarthilfe ist angesagt, aber dass im entscheidenden Moment Mensch und Gerät – zum Beispiel Nachbar samt Auto und Starthilfekabel – zur Verfügung stehen, ist keineswegs sicher. Viel praktischer wäre es in so einem Fall, wenn man als Selbstversorger auf einen handlichen, fahrzeugunabhängigen Stromspender zurückgreifen könnte.

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Performance Batteriebooster
10 Akku-Booster im Test Starthilfe leicht gemacht.
auto motor und sport 09/2017
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Solche Kompakt-Akkus treten unter verschiedenen Handelsnamen an: Powerpack, Powerbank, Jump Starter, Akku-Booster oder aber auch – sehr deutsch – Schnellstartsystem. Die für den privaten Anwender gedachten Geräte sind meist nicht größer als ein dickes Taschenbuch, die kleinsten Vertreter dieser Klasse haben das Format einer Tafel Schokolade.

Kleine, handliche Batterien zur Starthilfe

Ihr Grundaufbau ist fast immer gleich: In einem Kunststoffgehäuse steckt ein Lithium-Ionen-Akku, der übers 230-Volt-Netz, via Bordsteckdose oder aber (was deutlich länger dauert) über einen 5-Volt-USB-Eingang aufgeladen werden kann. Über einen 12-Volt-Ausgang lassen sich die in einem Doppelstecker vereinten und fast immer ziemlich kurzen Starthilfekabel anschließen. Damit wäre der kleine Starthelfer eigentlich schon komplett.

REVOLT Batteriebooster Foto: Beate Jeske
Powerpack, Powerbank, Jump Starter, Akku-Booster, Schnellstartsystem. Die Starthilfebatterien tragen verschiedene Produktbezeichnungen. Ihr Aufbau ist hingegen fast immer gleich.

Da aber Startprobleme gemäß Murphys Gesetz nie tagsüber und bei Sonnenschein, sondern gerne in finsterer Nacht auftreten, halten es die meisten Akku-Booster- Hersteller für eine prima Idee, dem Gerät auch eine LED-Lampe zu spendieren, die wahlweise einfach nur leuchtet, wild flackert oder aber SOS blinkt – alle hier getesteten Geräte sind damit bestückt. Bei den weiteren Ausstattungs-Features gibt es zum Teil gravierende Unterschiede. Die Bandbreite reicht vom Nur-Starthilfe- Gerät bis zur eierlegenden Wollmilchsau, die mittels verschiedener Adapter praktisch alles versorgen kann, was Gleichstrom zwischen 5 und 19 Volt Spannung verlangt. Also zum Beispiel alle gängigen Smartphones, Tablets oder Musikplayer.

Dabei gilt die Faustregel: Je mehr Funktionen, desto größer und schwerer ist der Akku-Booster. In der Werbung werden neben dem mehr oder weniger sinnvollen Zusatznutzen auch gern die vermeintlich eindrucksvollen technischen Daten herausgestellt. Doch die können Sie getrost vergessen. Denn ob ein Gerät nun versprochene (und rein rechnerisch ermittelte) 8.000 oder 12.000 mAh Kapazität hat, spielt nach den Erfahrungen der Tester unserer Schwesterzeitschrift MOTORRAD in der Praxis kaum eine Rolle. Da zogen vermeintlich weniger leistende Geräte den Anlasser deutlich munterer durch als größere Wettbewerber. Und da gab es bei Geräten, die laut Papierform in der gleichen Leistungsklasse spielen, gravierende Unterschiede.

Immer die Bedienungsanleitung beachten

Damit alles möglichst sicher abläuft, sei grundsätzlich dringend empfohlen, die Bedienungsanleitungen sehr genau zu studieren. In denen geht es unter anderem um die korrekte Anschluss- und Abklemmreihenfolge der Starthilfekabel, um die Länge der Startversuche und um die zwingend notwendigen Abkühlphasen dazwischen. Da aber – Murphys Gesetz, zweiter Teil – der typische Hobbyschrauber Anleitungen nur für ein lästiges Übel und deren Lektüre für reine Zeitverschwendung hält, ist es durchaus sinnvoll, wenn clevere Schutzschaltungen die bösen Folgen massiver Fehlbedienungen verhindern.

Funkenflug Foto: Klaus Herder
Clevere Schutzsysteme sollen vor den Folgen massiver Fehlbedienungen schützen.

Die Geräte von Dino, Einhell und Kunzer überzeugten hierbei vollauf, alle anderen sollten in Sachen Verpolungs- und Kurzschlussschutz noch mal ran. Was passieren kann, wenn man ohne ausreichende Schutzschaltung einen Kurzschluss provoziert, haben wir nach Abschluss der Praxistests ausprobiert. Ergebnis der grob fahrlässigen Zusammenführung von Plus- und Minusklemme: ein munteres Feuerwerk und ein innerhalb weniger Sekunden komplett zerstörter Akku-Booster. Noch schlimmer können die Folgen an der Fahrzeugbatterie sein. Mit etwas Pech segnen nämlich ein oder mehrere Steuergeräte das Zeitliche – dann wird es teuer.

In einem zweiten Versuch haben wir ausprobiert, was passieren kann, wenn man die Startversuche über die empfohlene Höchstdauer hinaus ausdehnt. Nach 30 Sekunden Anlasser-Dauerorgeln verabschiedeten sich infolge massiver Hitzeentwicklung die nur angelöteten Verbindungen der Starthilfekabel, und parallel dazu gingen der Kunststoffstecker und das Gehäuse eine untrennbare Verbindung ein.

So haben wir getestet

Den Test führte unsere Schwesterzeitschrift Motorrad durch. Die Redaktion kaufte die Geräte für den Vergleich im September 2016 anonym und online bei Zubehör- und Elektronikfachhändlern. Die genannten Preise sind die tatsächlich gezahlten Beträge und nicht die unverbindlichen Richtpreise. Nach dem Sichten von Ausstattung und Verarbeitungsqualität ging es mit den Testkandidaten zum renommierten Ladegerätehersteller M+S. Nach Abgleich der Leistungsdaten und Vorversuchen war klar, dass alle Geräte mit dem Starten eines Motorradmotors keine Probleme haben würden und dass das Verifizieren der (rechnerisch ermittelten) Kapazitätsangaben keine Aussagen über eine weitergehende Praxistauglichkeit zulassen würde.

Somit musste etwas „schwereres Geschütz“ im Test aufgefahren werden, um echte Leistungsunterschiede zu ermitteln. Im ersten Schritt hatte der jeweilige Testkandidat die Aufgabe, den Anlasser des 3,5-Liter-Fünfzylinder-Benzinmotors eines Chevrolet Colorado (Baujahr 2005) in Wallung zu bringen. Die 36-Ah-Starterbatterie des Chevy war dabei auf 6 V tiefentladen – eine harte Aufgabe für die Probanden. Nach drei erfolgreich absolvierten, jeweils fünf Sekunden langen Anlasserläufen mit Abkühlphasen von jeweils 15 Sekunden galt dieser Prüfpunkt als bestanden. Es folgte Prüfpunkt zwei, der „Bulldog- Test“ – eine ungleich schwerere Aufgabe: Der 1.631 cm³ große Dreizylinder-Dieselmotor eines IHC McCormick D-320 (Baujahr 1962) mit einer altersschwachen 80-Ah-Batterie sollte mithilfe des Akku-Boosters zum Laufen gebracht werden.

DINO Batteriebooster Foto: Beate Jeske
Bester im Test - DINO Kraftpaket 400-12V

Mit anderen Worten: Starthilfe für einen alten Traktor. Vorglühen, hohe Kompression – ein Stresstest für jeden Starthelfer. Abschließend beurteilten Tester und M+S-Profis die Bedienungsfreundlichkeit der handlichen Starthelfer und interessierten sich ausführlich für die Betriebssicherheit – Stichwort: Verpolungs- und Überspannungsschutz.

Dino Kraftpaket 400-12V (Testsieger)

Urteil: gut
Fazit: Das Dino Kraftpaket 400-12V ist ein kompaktes, relativ leichtes und sehr gut verarbeitetes Gerät, das sich beim Starthilfe-Test keine Blöße gibt. Lässt sich schnell laden, ist größenmäßig noch motorradtauglich und kann auch schlappen Pkw-Motoren auf die Sprünge helfen. Dazu eine narrensichere Bedienung und ein fairer Preis - das reicht für den Testsieg.

Kunzer Multi Pocket Booster (Testsieger)

Urteil: gut
Fazit: Nur mäßig kompaktes und im Vergleich recht schweres Gerät, das dafür beim Starthilfe-Test überzeugt und auch größere Pkw-Motoren problemlos zum Leben erweckt. Gute Verarbeitung, umfangreiche Ausstattung inklusive narrensicherer Schutzschaltung und viele Nutzungsmöglichkeiten sorgen für reichlich Punkte und den (geteilten) Testsieg für den Kunzer Multi Pocket Booster.

Performance Jump Starter PJS 8000

Urteil: gut
Fazit: Ausreichend kompaktes, im Gewichts-Mittelfeld liegendes Gerät, das sich beim Starthilfe-Test keine Blöße gibt und dadurch auch mit größeren Pkw-Motoren klarkommt. Die Ausstattung des Performance Jump Starter PJS 8000 stimmt, die Verarbeitung geht in Ordnung, und der Preis ist durchaus fair. In Sachen Schutzschaltung geht aber noch mehr.

Einhell CC-JS8

Urteil: gut
Fazit: Das kompakte, relativ leichte und sehr gut verarbeitete Einhell CC-JS8, das sich beim Starthilfe-Test keine Blöße gibt. Lässt sich schnell laden, ist größenmäßig noch motorradtauglich und kann auch schlappen Pkw-Motoren auf die Sprünge helfen. Dem DINO-Testsieger auffallend ähnlich, aber teurer und etwas magerer ausgestattet.

APA Mini Lithium Power Pack

Urteil: gut
Fazit: Ausreichend kompaktes, aber im Vergleich recht schweres Gerät, das sich beim Starthilfe-Test keine Blöße gibt und auch größere Pkw-Motoren zum Leben erwecken kann. Sehr umfangreiche Ausstattung und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, an einer narrensicheren Schutzschaltung wurde aber leider gespart. Der Verkaufspreis geht in Ordnung.

BC Batteriebooster Foto: Beate Jeske
BC Booster K1200 - AUTO-Urteil: gut.

BC Booster K1200

Urteil: gut
Fazit: Die auffallende Ähnlichkeit zum APA Powerpack spiegelt sich auch im Test wider. Gibt sich beim Starthilfe-Test keine Blöße und kann auch größere Pkw-Motoren zum Leben erwecken. Sehr umfangreiche Ausstattung und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, aber keine narrensichere Schutzschaltung. Im Vergleich zum APA ein sehr ambitionierter Verkaufspreis.

Revolt 5in1 Notebook-Powerbank

Urteil: gut
Fazit: Nur mäßig kompaktes und im Vergleich recht schweres Gerät, das beim Starthilfe-Test eine ordentliche, aber nicht überragende Leistung zeigt. Großes Plus: die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Die (zu) leichte Verstellung der Spannungsbereiche birgt aber Fehlbedienungspotenzial. Eine umfangreichere Schutzschaltung wäre schön gewesen.

IXS Jump Starter SKF8000-12

Urteil: gut
Fazit: Ausreichend kompaktes, aber im Vergleich etwas schwereres Gerät, das beim Starthilfe-Test recht ordentlich abschnitt, bei den Testmotoren aber Grenzen erahnen ließ. Relativ umfangreiche Ausstattung, aber keine narrensichere Schutzschaltung. Preis liegt im Vergleich an der oberen Schmerzgrenze.

Loadchamp Energiestation LC8-ES

Urteil: gut
Fazit: Sehr kompaktes und sehr leichtes Gerät, das beim Motorrad sehr gute Dienste leisten kann, bei Diesel- und großen Benzinmotoren aber sehr schnell überfordert ist - siehe Herstellerhinweis. Verarbeitung überdurchschnittlich gut. In Anbetracht des günstigen Preises erstaunlich kompletter Lieferumfang. Top für Nur-Motorrad-Nutzung.

DBPOWER DJS40

Urteil: befriedigend
Fazit: Sehr kompaktes und leichtes Gerät, das beim Motorrad gute Dienste leisten kann, mit Diesel- und bei größeren Benzinmotoren aber bereits überfordert ist - siehe Herstellerhinweis. Verarbeitung überdurchschnittlich gut, Ausstattung aber mager und Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Attraktiver Preis.

Diese Produkte haben wir getestet
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IXS Jump Starter SKF8000-12
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Fazit

Kein Überflieger, aber weitgehend ordentliche Qualität: Den Job als Starthelfer erfüllen alle Testkandidaten, doch bei darüber hinausgehenden Ansprüchen gibt es durchaus große Unterschiede. Die beiden Erstplatzierten sind dafür die besten Beispiele: Mit dem Dino Kraftpaket 400-12V teilt sicht ein eher puristisches Gerät im Miniformat den Testsieg mit einem mächtigen Fast-Alleskönner Kunzer Multi Pocket Booster. Und auch auf den weiteren Plätzen bekommen sehr unterschiedliche Geräte unterm Strich das gleiche Testurteil. Es lohnt sich also diesmal besonders, die Datenkästen sehr genau zu lesen, um den ganz persönlichen Favoriten zu finden.

Neuester Kommentar

Es wäre interessant gewesen etwas über die anderen Fähigkeiten zu erfahren.
Ich suche etwas dass "12V" für 12V-Geräte ausgibt. Lithium hat zum einen eine hohe Energiedirchte, zum anderen bei 3 hintereinander 11,1V bis 12,6V, was ja für Geräte mit halbwegs stabilen 12V (nicht direkt für KFZ gemacht) wohl OK wäre.
Ob es also z.B. ein Gerät mit 12V-Ausgang gibt. Hohlbuchsen sind bei Geräten die 12V-Netzteile haben sehr verbreitet.
Am besten auch noch eine "Zigarettenanzünder"-Buchse, das wäre perfekt für all die Geräte für die man ein KFZ-Kabel hat...

Dann kommt es auch nicht nur darauf an, ob es ein Auto starten kann (das wäre eine super Bonusfunktion), sondern wirklich auf die Kapazität. Denn die bestimmt dann die Laufzeit.

Ich gehe auch mal davon aus, die Klemmen sind immer ungeschützt gegenüber der Batterie, fällt die Spannung unter die Entladeschlusspannung, gehen die Lithium-Zellen kaputt?!?
Auch wenn die Klemmen am Kabel wirklich mit Stecker eingesteckt werden, und es diese Stecker zum kaufen gäbe, ein Grund da keine 12V-Verbraucher anzuschließen.

Und was ist mit den ganzen Teilen aus China, Malaysia?
Wenn es da bestimmte Teile gäbe, die eine dem Preis entsprechende Leistung hätten, keine Betrugszellen mit geringerer Kapazität, oder solche die nach kurzer Zeit den Geist aufgeben etc.. Oder generell Fantasie-Kapazitäten.

Sollen die Chinesen doch ein schönes Gehäuse mit diversen Funktionen und Sicherheitsabschaltung bei Unterspannung anbieten, ohne Akkus.
Dann kann man sich die billigsten sicher (Erfahrungen mit Händlern anderer Käufer) nicht gefälschten "unprotected" 18650-LIthium-Zellen mit max. 3400/3500mAh (sonst ist es auf jeden Fall Betrug) kaufen, und selbst einsetzen..

Tobias Claren 21. August 2017, 01:21 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft