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Tata Nano

Verzichts-Erklärung

Foto: Tata Motors 12 Bilder

Kein anderer Kleinstwagen erregt so viel Aufsehen wie der simple Tata Nano. Sein Preis liegt deutlich unter dem anderer Billigautos, obwohl Premiumzulieferer Bosch mit im Boot ist.

15.02.2008 Eberhard Kittler

Ein Auto zum Preis eines Automatikgetriebes – kann das überhaupt funktionieren? Der indische Mischkonzern Tata will dies mit dem Einfachauto Nano (Zwerg), hergestellt in einem neuen Werk nahe Kalkutta, unter Beweis stellen. Das Käuferpotenzial für ein vernünftiges, etwa 80 000 Rupien teures Motorrad liegt in Indien bei einer Million Menschen. 20 Prozent von ihnen würden liebend gern auf ein Auto umsteigen, das aber nicht mehr als 100 000 Rupien (1700 Euro) kosten darf – genau das ist der Nettopreis des Tata. Doch dabei bleibt es nicht: Transport und Steuern werden das Volks-Auto um ein Viertel teurer machen, war am Rande der Auto-Expo in Neu-Delhi zu hören. Fahrzeuge wie den Nano gibt es längst in Form motorisierter Rikschas: mit einfachem Rahmengerüst und kleinvolumigem Heckmotor. Tata hat daraus ein „richtiges“ Auto gemacht, mit einer Beplankung aus einfach geformtem Stahlblech (ohne Heckklappe), Kunststoff-Stoßfängern und einer minimalistischen Innenausstattung mit zwei Sitzen vorn und einer Sitzbank für zwei bis drei Erwachsene hinten. Wegen des schlechten Straßenzustands in Indien wurde die Bodenfreiheit auf über 20 Zentimeter hochgesetzt. Die vier Räder im winzigen Zwölf-Zoll-Format erinnern an Möbelroller, sie werden über Trommeln abgebremst. Eine Servounterstützung ist aber weder für die Bremsen noch für die Lenkung zu haben. Komfort im bei uns üblichen Sinne darf also nicht erwartet werden. Was freilich nicht heißt, dass dieses Volksmobil ein Witz wäre. Es ist zwar nur 3,10 Meter kurz, hat aber vier Türen und zwei bescheidene Kofferräume – einer vorn, der andere hinten und nur von innen zugänglich. Den Antrieb übernimmt ein 33 PS starker Zweizylinder im Heck, der zusammen mit dem österreichischen Ingenieurdienstleister AVL entwickelt wurde. Bosch lieferte das komplette Multipoint-Einspritzsystem einschließlich Motormanagement, Lambdasonde, Klopfsensorik und Zündspulen.

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