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Test Zugwagen

Die Sicherheit eines Gespanns hängt vom richtigen Zugwagen ab. auto motor und sport untersuchte unterschiedliche Konzepte auf ihre Fahreigenschaften: Front-, Heck- und Allradantrieb, Limousine, Geländewagen, Van und Kombi.

02.04.2003

Der beste Zugwagen hat einen soliden Rahmen, einen langen Radstand, einen kurzen Karosserieüberhang hinten und einen schon bei niedrigen Drehzahlen kräftigen Motor. Einer hat ihn schon gefunden: auto motor und sport- Autor Fritz B. Busch. Seine Schlußfolgerung: Am besten spannt man einen Oldtimer aus den dreißiger Jahren ins Geschirr. Gut reden hat er, als Besitzer eines Automobilmuseums. Aber zum Trost für neuzeitliche Gespannfahrer: Sie haben heute eine größere Zugwagen- Auswahl als je zuvor. Sie können wählen zwischen hinten und vorn angetriebenen Autos, zwischen normalen Limousinen und Kombis. Oder sie können mit vier angetriebenen Rädern auf Nummer Sicher gehen – unauffällig in einer Limousine oder vierschrötig in einem der zahlreichen hochbeinigen Geländewagen.


Einmal abgesehen von einer solchen Grundsatzentscheidung: Wenn zwei Partner auf Dauer miteinander glücklich werden sollen, müssen sie zueinander passen. Und da passieren schon die schlimmsten Schnitzer. Es gehört zu den gern gemachten Fehlern, im Kraftfahrzeugschein nach der zulässigen Anhängelast zu schauen und dann einen Hänger an den Haken zu nehmen, der voll ausgelastet gerade soviel auf die Waage bringt. Das Auto wird damit fertig, kein Zweifel. Aber es leidet unter der Belastung, altert früher und revanchiert sich mit dubiosen Fahreigenschaften. Je größer die Differenz zwischen dem erlaubten Maximum und dem tatsächlichen Hängergewicht, desto besser.


Der Mitsubishi Pajero, dem gewaltige 3,3 Tonnen Anhängelast zugestanden werden, ist dafür das beste Beispiel. Die 1500 Kilogramm, die der Testcaravan, der größte einachsige Wohnanhänger der Firma Eriba, wiegen darf, sind für den üppig motorisierten Geländewagen ein leichter Happen. Das Gewicht am Haken wird kaum spürbar, selbst bei Geschwindigkeiten um 130 km/h, wie sie Gespannfahrern nur in Frankreich zugestanden werden, überzeugt der Pajero durch tadellosen Geradeauslauf.
Ganz so ungerührt verkraften die anderen Testwagen das hohe Tempo zwar nicht, aber auch sie zeigen keine ernsthaften Stabilitätsprobleme. Der Audi A6 und die beiden Citroën laufen besonders gut geradeaus; sie unterscheiden sich auch in der Exaktheit ihrer Lenkreaktionen kaum von dem, was der Fahrer vom Solobetrieb gewohnt ist. Der Opel Omega wirkt eine Spur unpräziser, zeigt sich aber dem Volvo noch weit überlegen.

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