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TMC, TPEG und HD-Traffic Staudienst

Stauwarner für Navigationsgeräte

TMC-Staudienst Foto: Hersteller 3 Bilder

Navigationsgeräte werden per TMC mit Verkehrsinformationen versorgt. Inzwischen gibt es jedoch genauere Systeme.

11.06.2009 Dirk Gulde

Um Staus automatisch zu umfahren, benötigen Navigationsgeräte exakte Informationen über Verkehrsbehinderungen.

Kostenlose TMC-Daten sind sehr langsam

Die meisten Geräte greifen hierfür auf den Traffic Message Channel (TMC) zurück. Bei TMC werden die Daten über öffentlich-rechtliche Radiosender ausgestrahlt und vom Navigationsgerät gelesen. Nachrüst-Routenführer besitzen daher meist eine zusätzliche Antenne, die per Saugnapf an der Windschutzscheibe angebracht werden muss. Erfasst werden die Staudaten von Polizei, Verkehrskameras oder stationären Sensoren. Die kostenlos ausgestrahlten Informationen haben allerdings den Nachteil, dass sie sehr langsam übertragen und aktualisiert werden.

So dauert es oft einige Zeit, bis die Staumeldung erfolgt - umgekehrt werden längst aufgelöste Störungen weitergemeldet. Hier setzt der TMC-pro-Dienst an, der Verkehrsbehinderungen nicht nur schneller erfasst und übermittelt, sondern die TMC-Daten auch mit Informationen eigener Messeinrichtungen ergänzt. Zudem fungieren 50.000 Fahrzeuge mit entsprechender Telematikeinrichtung an Bord als mobile Stausensoren.

UKW-Gebühr ist im Kaufpreis für das Navigationsgerät enthalten

Der verbesserte Dienst wird ebenfalls über UKW ausgestrahlt, ist aber nicht kostenlos. Die Gebühr wird üblicherweise jedoch in den Navigationsgerätepreis des Navigationssystems eingerechnet, weswegen keine laufenden Kosten entstehen. Auf TMC aufbauend wird momentan mit TPEG ein neuer Standard entwickelt, über den Informationen über Ort und Ursache der Störung wesentlich exakter und ausführlicher übermittelt werden können.

Zudem existieren bereits heute Systeme, die im Fahrzeug mitgeführte Handys als Stau-Sensoren verwenden. Über die Schnelligkeit, mit der sich Mobiltelefone von Funkzelle zu Funkzelle bewegen, lassen sich genaue Rückschlüsse auf die gefahrenen Geschwindigkeiten erzielen. Unter der Bezeichnung HD-Traffic wertet etwa Navigationsgeräte-Hersteller TomTom die anonymisierten Bewegungsprofile von Vodafone-Kunden aus und schickt die aktualisierten Meldungen alle drei Minuten an Besitzer entsprechender TomTom-Geräte.

TMC und TMC-pro funktionieren fast nur auf Autobahnen

Durch die große Anzahl von Handys und Funkzellen lassen sich Verkehrsdaten zudem für Landstraßen und Städte berechnen, während TMC und TMC-pro hauptsächlich auf Autobahnen funktionieren. Die Präzision hat jedoch auch ihren Preis: So verlangt TomTom für den Stauwarner 9,95 Euro im Monat. Außerdem funktioniert der Dienst erst in wenigen Ländern, während sich TMC inzwischen in weiten Teilen Europas etablieren konnte.

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