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Werkstättentest Nissan 2007

Micra-Delle

Foto: Reinhard Schmid

Nissan konnte auch beim diesjährigen auto motor und sport-Werkstättentest nicht überzeugen. Mit einer Erfolgsquote von 51 Prozent nähern sich die Japaner ihrem bisherigen Negativrekord aus dem Jahr 1994.

09.11.2007 Kai Feyerabend

"Er kann. Sie kann." Aber Nissan kann offenbar nicht. So müsste der bekannte Slogan des Automobilbauers heißen, wenn man sich die Inspektionsergebnisse des diesjährigen Werkstättentests von auto motor und sport anschaut. Drei der acht getesteten Autohäuser sind "nicht empfehlenswert".

Weitere vier erreichten nur ein mittelmäßiges "bedingt empfehlenswert". Eine einzige Werkstatt schnitt mit dem Prädikat "empfehlenswert" ab. Eigentlich hätten die Nissan-Werkstätten aus ihren schlechten Ergebnissen bei den Werkstättentests in der Vergangenheit lernen sollen. Stattdessen übersahen sie häufig selbst simple Fehler bei den präparierten Micra-Modellen.

Dabei ist es eigentlich keine Kunst, beim Werkstättentest gut abzuschneiden. Wenn sich die Monteure einfach an ihre Wartungspläne halten würden, wäre ihnen ein gutes Resultat schon so gut wie sicher. Die Realität sieht anders aus – selbst bei vermeintlich alltäglichen Arbeiten wie dem Überprüfen und Einstellen der Scheinwerfer scheiterten einige Mechaniker an den Test-Micra.

Die Autohäuser Roos in Nürtingen und Thomsen in Norderstedt bemerkten offenbar keinen Mangel. Bei Lepadusch in Kirchheim erkannten die Mechaniker zwar das falsche Scheinwerferbild, schafften jedoch das Kunststück, das Licht fehlerhaft einzustellen.
Auch der Beckengurt, der unter den Sitz gesteckt war, fiel bei Lepadusch keinem Monteur auf. Kein Wunder, dass es bei den drei Autohäusern Roos, Thomsen und Lepadusch nur zu einem "nicht empfehlenswert" reichte. Manche Fehler wären bereits bei einer ordentlichen Direktannahme auf der Hebebühne im Beisein der Tester aufgefallen.

Mit Ausnahme des Testsiegers Aventi Salis aus Nürnberg fand die in den Werkstätten jedoch nicht statt. Die Autohäuser Anders sowie Poweleit & Proske im Großraum Rostock ließen das Auto zwar von einem Mechaniker auf der Bühne durchsehen, aber der Meister schrieb währenddessen mit dem Kunden den Auftrag.

Eine vorbildliche Direktannahme sieht anders aus. Die Inspektion der Sicherheitsgurte bereitete nicht nur den Schlusslichtern im Test Schwierigkeiten. Zwar förderten bis auf zwei Ausnahmen alle Werkstätten den unter die Sitzbank gesteckten Beckengurt wieder zu Tage, den fehlenden Gurtclip ersetzte jedoch keine.

Häufig waren alle Gurte sogar ordentlich in die Gurtschlösser gesteckt. Warum selbst dabei nicht auffiel, dass der Clip zur Arretierung des Gurtes fehlte, bleibt unverständlich. Lediglich das Autohaus Poweleit & Proske verwies auf der Rechnung auf den fehlenden Knopf, ohne ihn allerdings zu ersetzen. Ebenso tauchte dort der unbegründete Vermerk „Scheinwerfer kann nicht eingestellt werden“ auf.

Übersicht: Werkstättentest Nissan 2007
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