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Werkstättentest 2007

Opel hat sich verbessert

Foto: Reinhard Schmid

In der Vergangenheit machte Opel bei Werkstättentests nicht gerade mit überragenden Leistungen von sich reden. In diesem Jahr zeigte sich: Die Rüsselsheimer scheinen aus den Fehlern gelernt zu haben.

17.09.2007 René Olma

Der Ruf von Opel hat in der Vergangenheit schwer gelitten: Erst gab es massive Qualitätsprobleme bei den Autos, bald gefolgt von schlampig arbeitenden Werkstätten. Nachdem die Marke mit ihren Fahrzeugen wieder aus dem Jammertal gekommen war, blieben die Werkstätten im Fokus des Interesses. Wohl nicht zuletzt der Kahlschlag im Händlernetz, gefolgt von Margenkürzungen, hatte für Unruhe in den Betrieben gesorgt. Darunter litt offensichtlich auch die Arbeit an der Hebebühne.

Jedenfalls zeichneten die Ergebnisse der auto motor und sport-Werkstättentests der Jahre 2003 und 2005 kein allzu positives Bild. Nur 58 beziehungsweise 66 Prozent der präparierten Mängel wurden damals korrekt behoben. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert, schien die Devise zu lauten. Ralf Rösner, Leiter des hausinternen Service-Centers, sagte bei der Nachbesprechung vor zwei Jahren zu, alles dafür zu tun, den "Kunden eine dauerhaft hohe Qualität sowohl bei den Fahrzeugen als auch im Service zu gewährleisten".

Ein Mittel zum Erfolg sollten auch eigene Stichproben vor Ort sein. Entsprechend gespannt konnte man auf das Ergebnis des aktuellen Werkstättentests warten. Nach acht überprüften Betrieben in vier Regionen Deutschlands kann man zumindest sagen: Opel hat sich verbessert. Zwar schafft es mit dem Autohaus Lindenschmid in Tübingen nur ein einziger Betrieb, alle Fehler zu beheben, doch im Großen und Ganzen lässt sich eine Tendenz nach oben feststellen.

Zwei Autohäuser, Heino Niemann in Rostock und Lensch & Bleck in Hamburg, erhielten das Prädikat "nicht empfehlenswert". Zwei weitere schnitten 2007 mit "bedingt empfehlenswert" ab. Immerhin drei Betriebe können nach Auswertung des Tests als "empfehlenswert" bezeichnet werden. Dennoch ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Denn unterm Strich wurde ein Viertel der vom Kunden bezahlten Arbeit nicht ordentlich ausgeführt.

Dabei sollte es keine Kunst sein, die eingebauten Mängel zu finden. Die sieben Fehler am Opel Astra wurden ausschließlich an Teilen präpariert, die im Rahmen der in Auftrag gegebenen großen Inspektion ohnehin überprüft werden müssen. Wird ein Mangel nicht entdeckt, ist das ein Beleg dafür, dass der Monteur einen Teil der bezahlten Arbeit nicht erledigt hat.

Eines der Grundprobleme beginnt schon bei der Abgabe: Im Idealfall führt der Betrieb eine Direktannahme durch. Ein Arbeitsschritt, den auch Opel seinen Händlern ausdrücklich empfiehlt, so Rösner. Zusammen mit dem Kunden wird der Wagen auf der Hebebühne durchgesehen. In der Regel fallen einem aufmerksamen Mitarbeiter hier schon die ersten Mängel auf.

Das Autohaus Thomas in Fürth hat für diesen Prozess nahezu ideale Bedingungen geschaffen, weil der Meister seinen Arbeitsplatz direkt vor der Hebebühne hat. Das erleichtert die Arbeit ungemein, zumal lange Wege zwischen Auto und Schreibtisch entfallen.

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