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Werkstättentest Ford 2006

Die Hälfte fällt durch

Foto: Reinhard Schmid

Ford verabschiedet sich nicht nur von seinem Slogan "Die tun was", sondern auch von dem, was man als guten Service bezeichnet. Die Hälfte der getesteten Werkstätten fällt durch.

18.09.2006

Feel the difference“, lautet der neue, verheißungsvolle Werbeslogan von Ford. Die Kölner sind sich also bewusst, dass ein gewisser Unterschied – zu wem oder was auch immer – besteht.

Dass der Kunde diesen Unterschied äußerst schmerzhaft zu spüren bekommt, zeigt der diesjährige Werkstätten-Test nachhaltig. Nicht einmal die Hälfte der präparierten Mängel wurde entdeckt, was Ford das schlechteste Ergebnis seit 1997 beschert. Lag die magere Erfolgsquote in den Jahren 1997 und 2003 bei 53 Prozent, sinkt sie in diesem Jahr auf den historischen Tiefstand von 49 Prozent. Gleich vier Mal fällt das Urteil nicht empfehlenswert aus – hier wurde also bei der Arbeit eindeutig gepfuscht. Dabei hätte man einfach die Arbeitsanweisungen sorgfältig befolgen müssen.

Alle sieben von auto motor und sport präparierten Mängel finden sich auf der Wartungs-Checkliste wieder. Häufig unbekümmert abgehakt und abkassiert, aber nicht korrekt beseitigt. Besondere Probleme bereiteten den acht Autohäusern die fehlerhaften Sicherheitsgurte, die verstellten Scheinwerfer und der Kühlwasserverlust.

Nur Testsieger Autohaus Motor-Elektrik in Werdau ging der Ursache auf den Grund und gab auch den entscheidenden Hinweis, den Kühlwasserpegel zur Vermeidung eines Motorschadens im Auge zu behalten. Das ebenfalls empfehlenswerte Autohaus Werlich in Burscheid brachte als Einziger im Test die sicherheitsrelevanten Gurte in Ordnung. Unterschiedlich geht es bei Ford auch mit der Inspektionsbezeichnung zu. Wurde bei der Abgabe des Mondeo stets eine große Inspektion gewünscht, weichen die Einträge auf der Rechnung und diese wiederum von den Kreuzen im Service-Scheckheft ab. Von Durchsicht über große und kleine Inspektion sowie Sicherheitskontrolle oder beispielsweise 40 000er-Service ist alles vertreten. Dabei hatten die Test-Mondeo einheitlich zwischen 40 000 und 50 000 Kilometer auf dem Tacho. Wer soll da den Überblick behalten?

Kassenfüller bieten weiteres Konfliktpotenzial auf der Rechnung. Beim Berliner Autohaus Müller füllte man ungefragt einen Ölzusatz mit ein, und bei Ewald in Erding sowie dem Auto-Service- Team in Unterschleißheim wird für die umweltgerechte Entsorgung von Öl und Filter abkassiert. Übrigens unzulässig, wenn die neuen Produkte dort gekauft werden. Auch die von Ewald extra berechneten Schmierstoffe sind generell schon im Grundpreis der Inspektion enthalten.

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