Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Werkstättentest Hyundai 2007

Hyundai-Kunden brauchen Glück

Foto: Reinhard Schmid

Mittelmaß scheint es bei Hyundai nicht zu geben. Die eine Hälfte der untersuchten Werkstätten schneidet sehr gut ab, die andere fällt gnadenlos durch.

16.10.2007 Arndt Ziegler

Hyundai baut Autos für Menschen von heute, die auch morgen noch mobil sein wollen.“ Soweit die verheißungsvolle Aussage auf der Hyundai-Internetseite. Dass die Realität bei weitem nicht derart positiv aussieht, zeigt der auto motor und sport-Werkstättentest, dem sich in diesem Jahr acht Hyundai-Vertragswerkstätten unterziehen mussten.


Auf dem Programm stand ein großer Kundendienst für einen Hyundai Getz. Die seit 1991 in Deutschland vertretene Marke wurde im Rahmen dieses Qualitätstests zum ersten Mal unter die Lupe genommen. Eines ist bei der Betrachtung der Ergebnisse sicher: Die Koreaner hätten sich bei ihrer Premiere sicher ein besseres Abschneiden gewünscht.

Selten lieferte der Werkstättentest ein ambivalenteres Resultat: Hyundai-Kunden müssen scheinbar auf ihr Glück hoffen, wenn sie ihr Fahrzeug zur Inspektion in eine Vertragswerkstatt bringen. Denn entweder schnitten die Betriebe ganz schwach ab (vier Mal verteilten die Tester die Bewertung "nicht empfehlenswert") oder aber gut oder gar sehr gut (zwei Betriebe erhielten ein "empfehlenswert", zwei ein "sehr empfehlenswert").

Mittelmaß scheint es bei Hyundai nicht zu geben. Auf der einen Seite ist es natürlich positiv, dass einige der Hyundai-Vertragswerkstätten ihr Handwerk verstehen und einen nahezu perfekten Kundendienst abliefern. Auf der anderen Seite ist es erschreckend, wie sorglos und dilettantisch die Hälfte der Werkstätten die in Auftrag gegebenen Inspektionen durchführte.

Dabei ist es alles andere als Zauberei, den auto motor und sport-Werkstättentest zur vollen Zufriedenheit zu absolvieren. Denn der Schwierigkeitsgrad der gestellten Aufgaben ist überschaubar. Es reicht aus, alle Punkte auf der Wartungs-Checkliste gewissenhaft und sorgfältig abzuarbeiten.

Dabei sollte der gesamte Ablauf von der Wagenannahme über die genaue Abarbeitung des Wartungsplans bis hin zur Übergabe und Rechnungserstellung stimmig sein. Die präparierten Mängel sind zum Teil sicherheitsrelevant, jedoch durchweg leicht zu finden. So leicht, dass sie sogar einem Laien sofort auffallen müssten, wie etwa der defekte Seitenblinker oder die nicht funktionierende Kofferraumbeleuchtung.
Auch eine viel zu niedrig eingestellte Waschdüse ist nicht zu übersehen – wenn man denn ein Auge darauf wirft. Obwohl bei allen acht Werkstätten die in Auftrag gegebenen Tätigkeiten auf der Service-Checkliste als erledigt abgehakt wurden, blieben viele Mängel schlichtweg unbehoben – eine nicht zu vertretende Praxis, denn der Kunde muss sich darauf verlassen können, dass die ausgefüllte Checkliste auch der Realität entspricht.
Das schlechteste Ergebnis lieferte das Autohaus Westendorf in Bargeshagen bei Rostock. Nur einen von 30 möglichen Punkten erzielte der Betrieb. Sechs von sieben Fehlern wurden nicht behoben. Und wie die Mitarbeiter von Westendorf ihren einzigen Punkt bekamen, spottet dabei jeder Beschreibung.

Zwar erkannten die Monteure, dass die Waschdüse zu niedrig eingestellt war – dafür gibt es einen Punkt –, doch statt diesen Fehler ordnungsgemäß zu beheben, wurde die Waschdüse zu hoch eingestellt, das Spritzwasser schoss nach dem Kundendienst über das Fahrzeug hinweg.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden