Auf dem Programm stand jeweils der vorgeschriebene große Kundendienst an einem V40. Bereits vor sechs Jahren mussten sich acht Volvo-Dependancen prüfen lassen – mit verheerendem Ergebnis: Nur zwei Probanden konnten überzeugen, fünf waren nicht empfehlenswert. Der damalige Testverlierer behob nur einen von sieben präparierten Mängeln am Testwagen, einem 850 Kombi.
Spannend zu sehen, ob die Volvo-Schrauber in den vergangenen Jahren dazugelernt haben und nun die Scharte aus dem Schwedenstahl wetzen. Um es vorwegzunehmen: Es gelang nur zum Teil. Keiner der acht verdeckt besuchten Betriebe erreicht die maximale Punktzahl. Vier von ihnen kassieren sogar ein blamables "nicht empfehlenswert". Beschämend angesichts des überschaubaren Schwierigkeitsgrades der gestellten Aufgaben. Es genügt, sämtliche Punkte auf der Wartungs-Checkliste gewissenhaft abzuarbeiten. Die präparierten Mängel sind zum Teil sicherheitsrelevant, jedoch durchweg leicht zu finden.
So leicht, dass sie selbst einem Laien sofort auffallen müssten, wie etwa der Defekt der Nebelschlussleuchte, das eingerissene Wischerblatt oder der zu geringe Pegel im Kühlmittel-Ausgleichsbehälter. Wenn man denn danach sehen würde. Und am genauen Hinsehen scheint es bei den Profis zu mangeln. Fünf von acht Mechanikern übersehen zum Beispiel, dass ein Gurtband im Fond verdreht und der Anschlagniet entfernt wurde. Zwei entwirren zwar die Gurte, montieren aber keinen neuen Niet. Nur der Mechaniker des Autohauses Plütt arbeitet an dieser Stelle hundertprozentig.






