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Winterreifentest 2006

Zwei Satz

Foto: Frank Herzog 34 Bilder

Zwei Autos und zwei Reifendimensionen beim großen Winterreifen-Vergleichstest: Auf dem Mercedes ML 500 treten sechs Fabrikate der Größe 255/55 R 18 H an, auf dem VW Passat 2.0 FSI sieben Konkurrenten der Abmessung 205/55 R 16 H.

16.10.2006

Das Thema Reifen wird komplizierter, je bunter die Autolandschaft sich gestaltet. Als wir noch alle in ganz normalen Limousinen oder Kombis herumfuhren, genügte die Test-Betrachtung einer einzigen Reifenkategorie.

Bandbreite boten nur verschiedene Dimensionen. Wobei in diesem Zusammenhang eine oft gestellte Frage beantwortet werden soll: Rückschlüsse auf andere Größen als die jeweils getesteten sind zulässig. Denn aus einem sorgfältig konstruierten guten Reifen wird kein schlechter, wenn er ein bisschen breiter oder schmaler, größer oder kleiner, im Querschnitt flacher oder fülliger ist. Es ist ein bisschen wie bei Autos: Was als Limousine taugt, wird als Kombi oder Coupé nicht zum Krüppel. Komplikationen in das Testgeschäft bringen neue Autotypen.

Früher hießen sie Geländewagen und waren getreu ihrer Bestimmung grobstollig profiliert unterwegs. Dass solche für einen speziellen Zweck konstruierten Reifen Mängel in anderen Bereichen aufweisen, gilt inzwischen als bekannte Tatsache. Aus Geländewagen freilich sind SUV geworden. Das haben die Amerikaner erfunden, wobei der Begriff Sport Utility Vehicle mit sportliches Nutzfahrzeug nur höchst unzureichend übersetzt ist. SUV, mal mehr gelände-, mal mehr straßenorientiert, brauchen eine eigene Reifensorte. Dafür sind nicht nur die wenig Pkw-gemäßen Dimensionen verantwortlich, sondern auch die gestellten Aufgaben. SUV-Reifen sollen nicht nur rund, sondern allround sein. Was an natürliche Grenzen stößt. Hat der SUV Allradantrieb, scheint für viele Besitzer die Reifenfrage erledigt. Was von Haus aus drauf ist, bleibt drauf, auch im Winter. Denn schließlich steht auf der Flanke der meisten SUV-Reifen M+S, was Matsch+Schnee bedeutet – und über die wirkliche Wintereignung nicht viel aussagt.

Die teure Wahrheit ist: Auch Allradler wie der hier als Testwagen für die Dimension 255/55 R 18 H fungierende Mercedes ML brauchen im Winter echte Winterreifen – oft, aber nicht immer zu erkennen an einer kleinen Schneeflocke an der Seitenwand. Denn vier angetriebene Räder bewirken zwar ein höheres Maß an Traktion – man kommt sogar mit Sommerreifen im tiefen Schnee weiter. Aber beim Bremsen nutzt Allrad nichts, und auch bei der Seitenführung wird der positive Einfluss oft weit überschätzt. Der diesjährige König unter den SUV-Winterreifen ist der Scorpion Ice&Snow von Pirelli.

Er zeigt, sieht man einmal vom erhöhten Rollwiderstand ab, in keiner der Testdisziplinen auf verschneiter, nasser und trockener Fahrbahn nennenswerte Schwächen.

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