Da Federung und Dämpfung der 4Motion-Variante spürbar härter als beim Frontantriebs-Passat abgestimmt sind, werden Querfugen und andere kurze Unebenheiten ruppiger absorbiert als im geschmeidiger ansprechenden und abrollenden Legacy. Nur wenn mehrere aufeinanderfolgende, sinusförmige Bodenwellen mit höherem Tempo überfahren werden, stoßen die weicheren Dämpfer an ihre Grenzen, und der Aufbau des Subaru beginnt zu stampfen wie ein Schiff in schwerer See.
Nicht mit Ruhm bekleckern sich beide Probanden beim Bremsen auf rechts und links unterschiedlich griffiger Fahrbahn (μ-split). Sie bleiben zwar sicher beherrschbar in der Spur - der Subaru mit leichten Lenkkorrekturen -, die Bremswege sind aber viel zu lang. Besonders beim VW, der über die 150 Meter lange Testbahn hinausrutscht. Hier muss VW nachbessern.
Erstlingswerk gegen Platzhirsch
Der Legacy ist mit dem Comfort-Paket zwar teurer als der Passat in der Comfortline-Ausführung, doch dafür bietet er mit 17-Zoll-Alurädern, Bi-Xenon-Scheinwerfern, Audiosystem, Panoramadach, Lederausstattung und vielem mehr einen Luxus, der sich beim Passat auf über 8.500 Euro addieren würde.
Aber nicht nur deshalb, sondern vor allem wegen des auf Anhieb gelungenen Erstlingswerks in Sachen Diesel schlägt sich der Legacy respektabel gegen den Platzhirsch Passat. Auch bei Komfort und Fahreigenschaften kann der Subaru dem VW Paroli bieten, während er bei der verfügbaren Sicherheitsausstattung Lücken aufweist und wertvolle Punkte verliert.


