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Audi A5 Sportback 2.0 TDI vs. BMW 420d Gran Coupé

Viertürige Reisecoupés mit Dieselmotor im Test

Audi A5 2.0  TDI, BMW 420d Foto: Achim Hartmann 30 Bilder

Statt des Vertreter-Charmes ihrer Kombi-Brüder verströmen Audi A5 Sportback 2.0 TDI und BMW 420d Gran Coupé den Duft der großen, weiten Welt. Wie schlagen sich die Reisecoupés im Vergleichstest.

24.08.2017 Heinrich Lingner 11 Kommentare

Gute Ideen haben bekanntlich kein Verfallsdatum, das weiß man nicht erst seit Erfindung des Wechselgetriebes durch Filippo Brunelleschi im Renaissance-Florenz des 15. Jahrhunderts. Das gilt ebenso für die Schrägheck-Limousine, erfunden von familienfreundlichen Franzosen in den 60er-Jahren und danach wegen Spießerverdachts in Verruf gekommen.

Heutzutage tarnt sie sich als viertüriges Coupé, hat dann rahmenlose Seitenscheiben und versteckt, so gut es geht, ihre große Heckklappe. Das gelingt den Designern derart geschickt, dass Audi A5 Sportback und BMW 4er Gran Coupé von nicht wenigen als schönste Karosserievariante des jeweiligen Mittelklassewagens angesehen werden.

Fondtüren gibt es gratis

Audi A5 2.0 TDI Interieur Foto: Achim Hartmann
Der BMW ist etwas teurer als der Audi, hat dafür aber auch ab Werk bereits etwas mehr Ausstattung an Bord.

Das Schöne an solchen Coupés, für die Hersteller in diesem Fall, ist ja auch, dass man sie teurer verkaufen kann als die normalen Viertürer und Kombis. Umso erfreulicher, wenn die Firmen, wie im Fall der beiden Testwagen, von dieser Möglichkeit nur maßvoll Gebrauch machen: Sportback und Gran Coupé sind nur jeweils rund 2.500 Euro teurer als eine vergleichbar motorisierte Limousine von A4 oder 320d. Am Rande sei noch erwähnt, dass es weder bei BMW noch bei Audi einen Preisunterschied zwischen den zwei- und viertürigen Coupé-Varianten gibt. Letztere sind also zumindest dahingehend Schnäppchen, dass es die Fondtüren ohne Aufpreis dazugibt.

Was freilich wenig daran ändert, dass sie eher kostspielige Mittelklässler sind. In der hier vorgefahrenen Sport-Ausstattung kostet der A5 Sportback mit 190-PS-TDI und S-tronic-Doppelkuppler mindestens 44.850 Euro, das BMW 420d Gran Coupé mit ebenfalls 190 PS und Automatikgetriebe als Luxury Line 49.950 Euro.

Zehn Prozent teurer ist der BMW also, das ist auch in dieser Klasse keine Kleinigkeit, doch immerhin hat er dafür einiges an Bord, was beim A5 Sportback extra kostet – die sehr hübsche cognacfarbene Lederausstattung samt Sitzheizung etwa. Dazu kommt der 4er immer mit serienmäßigem LED-Licht, das kostet beim A5 mindestens 1.190 Euro Aufpreis.

Praktisch Gleichstand herrscht dagegen beim Antrieb, Zweiliter-Diesel mit identischer Leistung und gleichem maximalen Drehmoment, jeweils verbunden mit einem automatisch schaltenden Getriebe. Wenig verwunderlich also, dass die Fahrleistungen der beiden Reisecoupés praktisch identisch sind, die gemessenen Unterschiede liegen fast im Bereich der Messtoleranz.

Munterer Audi kann sich absetzen

Etwas spritziger wirkt der Audi, was womöglich daran liegt, dass die S tronic die Fahrstufen hurtiger nachlädt als die Wandlerautomatik des BMW. Nur im oberen Geschwindigkeitsbereich kann sich der A5 merklich absetzen, distanziert beim Beschleunigen aus dem Stand den 420d um zwei Sekunden.

Audi A5 2.0 TDI Motor Foto: Achim Hartmann
Bei der Motorisierung lässt der Zweiliter-Diesel in beiden Fahrzeugen keine Wünsche offen.

Ganz objektiv sind beide Fahrzeuge mit den Zweiliter-Dieseln bestens motorisiert, der Wunsch nach mehr Leistung kommt nie auf, und mit über 230 km/h Topspeed zählt man auf den Autobahnen zu den Schnellen. Eher philosophisch fällt daher die Antwort auf die Frage aus, ob man denn ein so hübsches Coupé unbedingt mit einem Vierzylinder-Diesel fahren muss. Muss man natürlich nicht, doch die Kombination aus satter Kraft, Top-Fahrleistungen, Alltagstauglichkeit sowie sehr niedrigem Verbrauch und Ressourcenschonung gibt es nun mal zurzeit bei keiner anderen Personenwagen-Antriebsart.

Sparsame Selbstzünder mit gesitteter Geräuschkulisse

Im Test begnügen sich beide mit knapp unter sieben Litern je 100 Kilometer. Mit etwas behutsamerem Gasfuß steht dabei rasch eine Fünf vor dem Komma, und bei gemächlicherem Reisetempo reicht eine Tankfüllung gern mal 1.000 Kilometer weit. Jedenfalls wenn der Audi den aufpreisfrei lieferbaren 54-Liter-Kraftstofftank an Bord hat. Serienmäßig ist nämlich ein mickriges 40-Liter-Fässlein verbaut. Zudem findet sich in der Preisliste die Möglichkeit, einen 24-Liter-Harnstoffbehälter einbauen zu lassen (55 Euro). Damit dürfte das AdBlue-Nachfüllen zwischen den Wartungsintervallen ziemlich sicher entfallen.

Nicht nur deswegen hat der Audi unterm Strich den harmonischeren Antrieb. Sein Diesel läuft zudem insgesamt geschmeidiger und kultivierter, bietet obendrein die gesittetere Geräuschkulisse. Der BMW-Selbstzünder gibt sich etwas raubeiniger, einen ausgeprägteren Hang zum Kaltstartnageln hat er zudem.

Den feineren Eindruck hinterlässt der A5 Sportback ebenso bei der Bewertung des Fahrkomforts. Beide kommen mit optionalen Adaptivdämpfern, was jeweils um die 1.000 Euro Aufpreis kostet, beim Audi aber etwas mehr bringt. Der federt sanfter an, überbügelt auch große Unebenheiten geschmeidiger und scheint insgesamt satter auf der Straße zu liegen. Ein Eindruck übrigens, der sich selbst bei Ausnutzung der möglichen Zuladung nicht merklich ändert. Nebenbei bemerkt, bieten beide genug Laderaum für die große Reise. Mit 480 Litern Normalkofferraum sowie 1.300 Litern maximalem Ladevolumen zeigen sie fast kombihafte Züge, ebenso mit der Zuladung von jeweils knapp unter 500 Kilogramm.

BMW erlaubt eine hohe Zuladung

BMW 420d Front Foto: Achim Hartmann
In Sachen Fahrdynamik hat der BMW an Vorsprung verloren. Er hat seine Nase nur noch ganz leicht vorne.

Ganz so souverän verkraftet der 420 hohe Zuladung nicht, insgesamt fährt er polteriger, knausert zudem weniger mit Fahrwerksgeräuschen. Apropos Geräusche: Obwohl hier die Messwerte fast Gleichstand vermuten lassen, ist der BMW das geräuschintensivere Auto. Vor allem bei hohen Geschwindigkeiten wird das Pfeifen des Fahrtwinds um die rahmenlosen Scheiben nachdrücklicher. Alles nicht dramatisch, doch mit hörbarem Unterschied zum Audi.

Kommt die Stunde des BMW bei der Fahrdynamik? Hinterrad- gegen Frontantrieb, bis vor Kurzem war die Sache klar. Doch seit die aktuellen Generationen von A4/A5 sowie 3er/4er auf dem Markt sind, ist das nicht mehr so eindeutig. Die Konkurrenten haben sich angenähert, der Audi wurde durch die neue Plattform mit dem Motor hinter der Vorderachse merklich agiler, bei BMW dagegen ist das Handling etwas entschärft. So absolvieren die Schrägheck-Coupés die dynamischen Übungen praktisch im Gleichschritt, mit leichten Vorteilen für den 420d, dessen ESP weniger rigoros eingreift und dessen Lenkung mehr Feedback und Lenkpräzision bietet.

Wesentlich langsamer ist der A5 nicht, er lenkt nur etwas behäbiger ein, bleibt aber ebenfalls lange neutral und ist kaum aus der Ruhe zu bringen. So hamstert er selbst hier Pünktchen um Pünktchen, sodass er am Ende knapp vor dem 420d liegt. Denn wie die Schrägheck-Limousine war auch der Vorderradantrieb offenbar eine sehr gute Idee.

Fazit

1. Audi A5 Sportback 2.0 TDI Sport
461 Punkte

Der A5 Sportback ist billiger, hat den geschmeidigeren Antrieb und die bessere Qualität. Die Unterschiede sind gering, doch es reicht für einen kleinen Vorsprung.

2. BMW 420d Gran Coupé Luxury Line
452 Punkte

In vielen Disziplinen nur einen Hauch hinter dem Audi, schafft es der BMW hier nicht. Dennoch überzeugt der 420d mit exakter Lenkung und kurvenfreudigem Fahrwerk.

Technische Daten
Audi A5 Sportback 2.0 TDI SportBMW 420d Gran Coupé Luxury Line
Grundpreis45.100 €49.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4733 x 1843 x 1386 mm4640 x 1825 x 1389 mm
KofferraumvolumenVDA480 bis 1300 l480 bis 1300 l
Hubraum / Motor1968 cm³ / 4-Zylinder1995 cm³ / 4-Zylinder
Leistung140 kW / 190 PS bei 3800 U/min140 kW / 190 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit235 km/h231 km/h
0-100 km/h7,6 s7,6 s
Verbrauch4,3 l/100 km4,0 l/100 km
Testverbrauch6,8 l/100 km6,7 l/100 km
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    Neuester Kommentar

    @ EffEll :
    mir geht es überhaupt nicht darum, welcher antriebskonzept denn "besser" sein soll, mir geht es hier nur um die aussage "der A5 gewinnt, weil der VRA eine sehr gute erfindung war".
    diese aussage ist:

    1- sachlich falsch, der A5 gewinnt aus eine ganze serie von gründe, hauptsächlich weil er das neuere modell ist, was punkte in geradezu jedem bereich bringt.
    der nächste 4er wird wahrscheinlich als neuerscheinung um ein paar punkte gewinnen, ist der VRA dann keine "sehr gute erfindung" mehr?
    die 9 punkte unterschied lassen keinen nachteil aufgrund des HRA erkennen, davon ist im ganzen bericht so gut wie überhaupt nichts zu lesen, sondern, im gegenteil, mehrmals von leichte fahrdynamische vorteile, das ist...

    2- sehr verwirrend, wenn ein ganzer test durch ein dummer schlusssatz widersprochen wird.

    3- sehr traurig, wenn es kein flüchtigkeitsfehler, sondern genau so gemeint ist. das wäre ja...

    4- fachlich sehr peinlich, weil ein redakteur in der lage sein müsste zu erkennen, inwieweit wahl der modellen und werteskala einfluss aufs testergebnis haben, und nicht unbedingt "nur" das antrieblayout.
    genau das falschestmögliche test für solch eine aussage, der 4er ist trotz HRA und deutlich ältere konstruktion leichter, von weniger platz im innenraum ist nicht wirklich die rede, austattungsbereinigt ist der 4er auch nicht teurer, und der ist sogar einen tick sparsamer.
    wieso ist der VRA denn so "sehr gut", wo sind die vorteile?
    achsooo, VW spart dabei, stimmt, DAS ist gut, genau das ist, was die automobilfachpresse betonen und loben soll, geiz ist geil!

    5- qualitativ erbärmlich, denn die automobilfachpresse müsste in der lage sein zu verstehen, schätzen und erklären wieso z.b. BMW an der dann "nicht sehr gute erfindung" HRA hält, es gehörte eher gelobt dass trotz preisdruck weiter daran gehalten wird, nicht weil BMW dumm oder rückständig wäre, wie hier suggeriert wird, sondern um potentiell bessere fahreigenschaften bieten zu können.
    dass dies nicht nur ignoriert, sondern sogar runtergeredet wird, ist...

    6- einfach skandalös, weil auf Gala-niveau, dies ist reine meinungsmache, oder so schlecht gedacht/gemacht dass es nur danach klingen kann, mit der ehemals renommierte, weil sachliche, informative und neutrale AMS hat das endgültig überhaupt nichts mehr zu tun.
    mit den ehemaligen verständnis für die faszination der technik und die freude am fahren noch weniger als nichts.

    7- verwerflich, weil normalsterbliche leser auf die dumme, altmodische idee kommen könnten, die fachpresse würde glaubwürdige informationen bringen, und nicht die eigene meinungsbildung übernehmen, wie hier der fall ist, oder zu sein scheint.
    so werden dumme fanboys gezüchtet, aber die bringen ja mehr klicks als fachinteressierte leser.

    ich hoffe es ist jetzt verständlicher.

    naja... 26. August 2017, 06:53 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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