Wo sie sind, ist oben. Wer in Deutschland Audi A6, BMW 5er oder Mercedes E-Klasse fährt, zeigt, dass er es geschafft hat. Alle drei Hersteller bieten zwar noch Nobleres an, aber die Vorstands-Editionen spielen eine Außenseiterrolle. Die gehobene Mittelklasse ist eigentlich längst keine mehr. Das Größenwachstum der Autogesellschaft hat sie nach oben geschoben.
Es sind stattliche und auch sehr geräumige Limousinen, ausgestattet mit einer gehörigen Portion Prestige und auf Wunsch mit allen denkbaren Luxusmerkmalen. Bei den Testwagen steht am Heck, was für ein Motor drin ist. Im wahren Leben werden die Chrombuchstaben häufig abbestellt. Man zeigt nicht gern, dass es nur zum Basis-Diesel reicht - oder dass ein dicker Benziner unter der Haube steckt. Im Vergleichstest sind es solche: zwischen drei und 3,5 Liter groß, schon der schwächste im Audi 255 PS stark, der stärkste im Mercedes sogar 292 PS stemmend.
Technisch herrscht Vielfalt
BMW zeigt stolz einen Reihensechszylinder her, der in der physikalischen Theorie wegen seines perfekten Massenausgleichs die besten Voraussetzungen für seidige Laufkultur bietet. Audi und Mercedes präsentieren kompakter bauende V-Maschinen. Der BMW hat eine Sechsgang-Automatik, der Mercedes eine mit sieben Gängen. Audi geht, wie auch mit dem Frontantrieb, einen eigenen Weg und setzt auf eine stufenlose Automatik, die ihre im Cockpit-Display angezeigten sieben Gänge elektronischer Programmierung verdankt. Das beeinflusst den Charakter in Richtung konventioneller Automatik.
Audi A6, BMW 5er und E-Klasse: Direkt-Verkauf
Im automobilen Oberhaus wird überwiegend deutsch gesprochen. In diesem Vergleich treffen erstmals Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse mit direkteinspritzenden Sechszylinder-Benzinern aufeinander.
Autor: Götz Leyrer



