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Audi Allroad Quattro 2.7 T, BMW X5 3.0i, Jeep Grand Cherokee 4.7 V8 Limited

Die Welt der allradgetriebenen Automobile zeigt eine zunehmend bunte Vielfalt. Dem nach klassischen Baumuster konzipierten amerikanischen Geländewagen Jeep Grand Cherokee 4.7 stellen sich als Alternative der in erster Linie für die Straße gedachte BMW X5 3.0i und der für gelegentlichen Offroad-Einsatz modifizierte Kombi Audi Allroad Quattro 2.7.

02.04.2003

Nur das Original heißt Jeep. Aber das Kunstwort, entstanden aus der Verballhornung von GP (für General Purpose), ist zum Synonym geworden für alle Autos, die abseits regulärer Straßen nicht die Waffen strecken müssen.

Jeep sind im deutschen Sprachgebrauch alle, die hochbeinig und allradgetrieben daherkommen – sehr zum Miss­vergnügen des Jeep-Produzenten in Toledo/Ohio, der seit 1986 zu Chrysler gehört.

Der Angriff der Konkurrenz auf das Imperium des einzig Wahren erfolgt von allen Seiten. SUV – Sport Utility Vehicle – lautet das Zauberwort, das alles umfasst, was auch nur entfernt wie ein geländegängiger Kombi aussieht.

BMW X5 und Audi Allroad Quattro dürfen dafür als Beispiele gelten. Der BMW besitzt zwar die massige Figur eines echten Geländewagens, verzichtet aber auf Offroad-Technik in Form von zuschaltbarem Reduktionsgetriebe und Differenzialsperren.

Der Audi entstand aus einem schlichten Kombi, bietet aber eine dank Luftfederung variable Bodenfreiheit sowie ein Mitten-Differenzial in Torsen-Bauweise, das bei auftretenden Drehzahl-Unterschieden zwischen Vorder- und Hinterachse für eine bis zu 100-prozentige Sperrwirkung sorgen kann. Eine kurze Gelände-Übersetzung ist bei der getesteten Version mit automatischem Getriebe nicht lieferbar.

Ganz anders der Jeep. Mit seinen starren Achsen vorn und hinten präsentiert er die klassische Truck-Bauweise. Ein Reduktionsgetriebe ist selbstverständlich – dazu kommen noch hydraulisch betätigte Lamellensperren in beiden Achsen. Auch wenn nur noch ein Rad Grip vorfindet, bleibt somit ein Teil der Vortriebskraft erhalten.

Wer extrem schwere Hänger schleppen will oder schwieriges Gelände zu bewältigen hat, braucht deshalb über die weniger einseitig ausgelegten Alternativen von Audi und BMW gar nicht erst nachzudenken. Abseits der Straße erweist sich der Jeep als das Maß der Dinge, das jede weitere Diskussion überflüssig macht.

Immerhin: Auch der Audi vermag hier mehr zu leisten,
als ihm die meisten Besitzer
zumuten werden. Vor allem
auf schlammigem Untergrund wühlt er sich dank des sperrenden Zentraldifferenzials energischer durch als der BMW.

Das Fehlen einer Geländeübersetzung setzt allerdings Audi und BMW Grenzen, die für den Jeep nicht existieren. Im Gefälle ist eine solche Reduktion der Hill Descent Control des BMW, die per Bremseneingriff das Tempo begrenzt, klar überlegen.

Das wahre Leben auch der Geländewagen freilich spielt sich auf der Straße ab, und da wiederum unterstreicht der Jeep die alte Weisheit, dass man den Kuchen nicht gleichzeitig essen und aufheben kann. Ein konsequent konstruierter Ge-ländewagen bleibt, wenn er Asphalt unter den Rädern hat, ein Kompromiss.

Das wird beim Federungskomfort ebenso deutlich wie bei den Fahreigenschaften. Der Jeep liegt nicht schlecht, aber
er erreicht nicht die hohen
Kurvengeschwindigkeiten seiner beiden Konkurrenten. Starke Wankbewegungen des Auf-
baus beeinträchtigen zudem das subjektive Sicherheits-Gefühl, obwohl der Jeep selbst beim als VDA-Ausweichmanöver exakt definierten Elchtest keine Tendenz zum Kippen zeigt.

Fazit

1. BMW X5 3.0i
491 Punkte

Trotz des extrem hohen Wagengewichts erzielt der kultivierte und kraftvolle Sechszylinder des BMW den geringsten Benzinverbrauch. Im Federungskomfort setzt der X5 die Maßstäbe, in den Fahreigenschaften kommt er wegen seines schwerfälligeren Handlings nicht ganz an den Audi heran.

2. Audi Allroad Quattro 2.7
478 Punkte

In Handling und Fahreigenschaften kommt der Audi einem normalen Personenwagen noch am nächsten. Im Gelände ist er tüchtiger als der BMW. Sein Turbo-Sechszylinder bildet eine kultivierte Antriebsquelle, deren Verbrauch bei forcierter Fahrweise aber überproportional stark ansteigt.

3. Jeep Grand Cherokee
431 Punkte

Als echter Geländewagen mit Reduktionsgetriebe und Achs-Sperren lässt der Jeep seiner Konkurrenz beim Offroad-Einsatz keine Chance. Auf der Straße führt diese Auslegung aber zu Kompromissen bei Fahreigenschaften und Fahrkomfort. Der starke V8-Motor verbraucht ungebührlich viel.

Technische Daten
BMW X5 3.0iOpel Corsa Eco 1.5DAudi Allroad Quattro 2.7 T
Grundpreis45.200 €11.016 €49.200 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4667 x 1872 x 1712 mm3729 x 1608 x 1420 mm4810 x 1852 x 1551 mm
KofferraumvolumenVDA465 bis 1550 L280 bis 650 L455 bis 1590 L
Hubraum / Motor2979 cm³ / 6-Zylinder1487 cm³ / 4-Zylinder2671 cm³ / 6-Zylinder
Leistung170 kW / 231 PS (300 Nm)37 kW / 50 PS (90 Nm)184 kW / 250 PS (350 Nm)
Höchstgeschwindigkeit202 km/h150 km/h234 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h8,8 s19,5 s7,7 s
Verbrauch12,9 L/100 km13,2 L/100 km
Testverbrauch15,6 L/100 km16,2 L/100 km
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