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Audi SQ5 3.0 TDI und BMW X3 35d x-Drive im Vergleich

Zwei Meister des Grips im harten Duell

BMW X3 35d x-Drive, Audi SQ5 3.0 TDI, Frontansicht Foto: Achim Hartmann 43 Bilder

Allradantrieb, Sechszylindermotoren, über 300 PS, Automatikgetriebe - Audi SQ5 3.0 TDI und BMW X3 35d x-Drive zeigen, dass auch Diesel-SUV sportlichen Fahrspaß bereiten können. Hängt der neue Audi den etablierten BMW ab?

23.02.2013

Zu den reizvollsten Gedankenspielen auf der Suche nach dem idealen Auto zählt ganz sicher jenes, nach welchem es nie verkehrt ist, in einen relativ kleinen Wagen einen ziemlich großen Motor zu packen. Selbst wenn so ein Upsizing auf den ersten Blick dem downsizenden Zeitgeist widerspricht. An großen Motoren mangelt es bei Audi nicht, weshalb es nun zum erfolgreichen Kompakt-SUV Q5 das Spitzenmodell S gibt, angetrieben von der 313 PS starken Version des Dreiliter-V6-TDI, der normalerweise in den größeren Modellen A6 und A7 Dienst tut. Den dazu passenden BMW mit dem gleichfalls 313 PS starken Reihensechszylinder gibt es seit 2011, und er ist - anders als der zur Audi S-Familie gehörende SQ5 - ein normaler X3, nur eben der mit dem kräftigsten Motor der Modellreihe.

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Vergleich Audi SQ5 3.0 TDI, BMW X3 x-Drive 35d Grip-Master
auto motor und sport 04/2013
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Audi SQ5 3.0 TDI ohne Adaptivfahrwerk

Das kann man durchaus als Vorteil sehen, denn so ist der BMW X3 35d x-Drive mit allen Optionen der X3-Preisliste ausstaffierbar. Der Audi SQ5-Käufer erhält dagegen einerseits Serienzutaten, die leicht entbehrlich wären, etwa die wuchtigen 20-Zoll-Räder. Andererseits muss er auf sinnvolle Extras verzichten, das nicht verfügbare Adaptivfahrwerk beispielsweise.

Ähnliche Ungereimtheiten hält auch die X3-Preisliste bereit. Warum die für andere BMW-Modelle verfügbare adaptive Geschwindigkeitsregelung für den Kompakt-SUV nicht erhältlich ist, bleibt rätselhaft, ebenso wie das Fehlen eines Spurwechselwarners. Der Audi SQ5 ist das opulenter ausgestattete Fahrzeug, er kostet allerdings auch einiges mehr (Audi: 58.500 Euro, BMW: 55.100 Euro). Der BMW X3 35d x-Drive wird dagegen teurer, wenn er auf das Ausstattungsniveau des SQ5 gepimpt wird. Die 20-Zoll-Bereifung schlägt beim BMW-Händler mit fast 3.800 Euro zu Buche, ab Werk sind 19-Zoll-Räder die größte lieferbare Option (1.000 Euro).

Mehr Komfort im BMW X3 35d x-Drive

Allerdings fährt der X3 mit den Serienpneus so gut, dass kaum der Wunsch nach einer breiteren Besohlung aufkommt. Vor allem in der Normalstellung des adaptiven Fahrwerks (Dynamische Dämpfer Control, 1.100 Euro) stellt sich im BMW X3 35d x-Drive ein überaus angenehmer Landstraßenkomfort ein, den der Audi so nicht zu bieten hat. Er holpert mit seinen großen Rädern und dem Sportfahrwerk unbeholfener über große und kleine Unebenheiten.

Lästig, zumal die engeren und straffer gepolsterten Sportsitze im Audi SQ5 von den Insassen ebenfalls Nehmerqualitäten fordern. Wer es etwas bequemer mag, kann aus der Optionsliste die Klimakomfortsitze für 550 Euro wählen. Wer im BMW X3 35d x-Drive ähnlich bequem sitzen will, sollte die Sportsitze (550 Euro) mit elektrischer Verstellung (Serie) sowie Heizung und Lordosenstütze (370 und 310 Euro) ordern.

Hervorragende Fahrleistungen mit beiden SUVs

Nun kauft man so ein Auto ja nicht nur zum Drinsitzen. Für die meisten Interessenten dürften - neben dem Prestigewert der Modellbezeichnungen SQ5 und 35d - die Fahrleistungen ein kaufentscheidender Faktor sein. Die sind bei beiden Kompakt-SUV über jegliche Zweifel erhaben und liegen auf einem Niveau, das vor nicht allzu vielen Jahren noch engen, unbequemen Supersportwagen vorbehalten war.

Heute sitzt man entspannt in einem andeutungsweise hochbeinigen Allradler, und es reicht ein simpler Druck aufs Fahrpedal. Beide SUV beschleunigen in exakt 5,4 Sekunden von null auf 100 km/h - im Falle des Audi SQ5 3.0 TDI einen Hauch schlechter, beim BMW X3 35d x-Drive dagegen vier Wimpernschläge besser als die Werksangabe (Audi: 5,1, BMW: 5,8 Sekunden). Doch um die Werte in die richtige Relation zu setzen: 1985 benötigte ein 390 PS starker Ferrari Testarossa, die Sportwagen-Ikone der Achtziger, 5,7 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h, den 400-Meter-Sprint absolvierte der 390 PS starke Zweisitzer in 13,6 Sekunden. Der Audi SQ5 ist bei derselben Übung nur ein Zehntel langsamer, der X3 zwei Zehntel.

BMW X3 35d x-Drive läuft etwas runder und sparsamer

Diese Fahrleistungen schütteln die beiden Allradler sehr lässig aus ihren Sechszylindern, sortieren sanft die Planetenradsätze ihrer Achtgang-Automatikgetriebe und sorgen mit je vier permanent angetriebenen Rädern für Grip in beinahe allen Lebenslagen. Die Unterschiede sind dabei gering, nach Punkten gibt es kaum Differenzen; sie liegen eher im subjektiven Bereich. Die Audi-Antriebseinheit gibt sich ein wenig ruppig, die Gangwechsel erfolgen spürbarer, und der Motor tönt sportlicher. Im BMW X3 35d x-Drive geht es hingegen deutlich gesitteter zu, sein Reihensechszylinder säuselt leiser und eine Spur behänder durchs Drehzahlband. Zudem verbrauchte der X3 im Test etwas weniger Dieseltreibstoff - 0,4 Liter sind auch in der 60.000-Euro-Klasse nicht ganz unerheblich (BMW: 9,8, Audi: 10,2 Liter/100 km).

Bessere Bremswerte beim Audi SQ5 3.0 TDI

Besser schlägt sich der SQ5 bei schneller Kurvenfahrt. Er eilt agiler um die Biegungen, mit geringeren Karosseriebewegungen und ein wenig hurtiger als der etwas - aber wirklich nur etwas - behäbigere BMW X3 35d x-Drive. Der hat dafür eine präzisere Lenkung, die feinfühliger anspricht und mehr Rückmeldung von den nach Grip suchenden Vorderrädern transportiert.

Auf gleich hohem Niveau ist die Fahrsicherheit der Testkandidaten, die sich kaum aus der Ruhe bringen lassen: Abrupte Lastwechsel, hastige Kurbelei am Lenkrad - alles stecken sie stoisch weg; auch das ein Fortschritt der letzten 25 Jahre Automobilentwicklung. Weil der Audi zudem besser bremst, ist er unterm Strich dynamischer und fahrsicherer.

Für alle, die wegen des Raumangebots zum Power-Kompakt-SUV greifen, sei zum Schluss erwähnt, dass sich auch in dieser Disziplin kaum kaufentscheidende Unterschiede ergeben. Den etwas größeren Kofferraum hat der BMW X3 35d x-Drive, während der Audi etwas mehr zuladen darf. Und beide dürfen 2.400 Kilogramm schwere Anhänger ziehen. Raumwunder sind die zwei nicht, Dynamikwunder dagegen schon. Genau darum geht es schließlich beim Upsizen.

Fazit

1. BMW X3 x-Drive 35d
495 Punkte

Der BMW X3 35d x-Drive gewinnt mit mehr Komfort, den feineren Manieren seines Antriebsstrangs und dem niedrigeren Verbrauch. Zudem ist er das etwas preiswertere Auto in diesem Vergleich. Das reicht für einen klaren Sieg nach Punkten.

2. Audi SQ5 3.0 TDI
489 Punkte

Mit seinem dynamischen Fahrwerk und den guten Bremsen ist der Audi SQ5 3.0 TDI zwar der bessere Sportler, doch seine Allroundqualitäten leiden unter der straffen Federung und der 20-Zoll-Serienbereifung sowie dem etwas höheren Diesel-Konsum.

Technische Daten
Audi SQ5 3.0 TDI QuattroBMW X3 xDrive35d
Grundpreis60.600 €55.300 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4644 x 1911 x 1624 mm4648 x 1881 x 1675 mm
KofferraumvolumenVDA540 bis 1560 L550 bis 1600 L
Hubraum / Motor2967 cm³ / 6-Zylinder2993 cm³ / 6-Zylinder
Leistung230 kW / 313 PS (650 Nm)230 kW / 313 PS (630 Nm)
Höchstgeschwindigkeit250 km/h244 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,1 s5,8 s
Verbrauch6,8 L/100 km6,1 L/100 km
Testverbrauch10,2 L/100 km9,8 L/100 km
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