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Audi SQ7 4.0 TDI Quattro vs. Porsche Cayenne S Diesel

Vergleich - V8-Diesel-SUV im Test

Audi SQ7 4.0 TDI Quattro, Porsche Cayenne S Diesel Foto: Arturo Rivas 29 Bilder

Audi SQ7 TDI und Porsche Cayenne – zwei große V8-Diesel-SUV aus dem gleichen Konzern. Der Audi hat die modernere Ladertechnik. Ob ihn das besser macht, klärt der Vergleichstest.

18.10.2016 Heinrich Lingner 3 Kommentare Powered by

Der Cayenne Diesel selbstzündet zwar auch mit Audi-Power, weil der 4,2-Liter-V8 mit „S“ und 385 PS von der Konzernschwester aus Ingolstadt kommt. Doch im SQ7 hat Audi nachgelegt: Mit einem neuen Achtzylinder-Diesel, der mehr Dampf (435 PS) aus weniger Hubraum holt und dazu mit einer technischen Neuheit aufwartet: dem elektrisch angetriebenen Verdichter, im Audi-Jargon EAV genannt. Der plustert, hinterm Ladeluftkühler angebracht, dann Luft in die Ansaugkanäle der acht Zylinder, wenn den konventionellen Ladern wegen fehlenden Abgasdrucks die Puste ausgeht.

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auto motor und sport 20/2016
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Audi SQ7 4.0 TDI Quattro, MotorFoto: Arturo Rivas
Neuer Power-Diesel: Audi V8 mit 435PS.

Mit 48-Volt-Netz an Bord

Bis zu sieben kW kann der EAV dabei verschlingen, die kommen vom 48-Volt-Bord-Teilnetz, einer weiteren technischen Neuerung des SQ7. Die aktive Wankstabilisierung ist wegen ihres Strombedarfs ebenfalls auf das 48-V-Netz angewiesen. Doch genug der Erklärungen, schließlich wollen wir den SQ7 mit seinem Konzernbruder Porsche Cayenne S Diesel vergleichen. Beginnen wir also bei den Preisen: Es wird keinen sonderlich überraschen, dass Luxus-SUV dieser Leistungsklasse kaum als Sonderangebote durchgehen. Bei rund 90.000 Euro beginnen die Preislisten der beiden, beim Cayenne immerhin etwa 2Laut Tabelle und dem folgenden Absatz sind es 2.500 – das wären dann rund 2,8 Prozent statt 1,5 (siehe nächste Zeile). Es sei denn, es werden an den verschiedenen Stellen unterschiedliche Ausgangspreise zugrunde gelegt (scheint aber nicht der Fall zu sein).500 Euro tiefer. Nicht dass rund drei Prozent Unterschied da eine große Rolle spielten.

Falls Sie sich übrigens wundern, warum der Porsche dann in der Punktetabelle für den günstigeren Preis keine Punkte gutgeschrieben bekommt: Bewertet wird in Vergleichstests der Grundpreis plus den punkterelevanten Sonderausstattungen, die an den jeweiligen Testwagen vorhanden sind, etwa größere Räder, Adaptivfahrwerke, Komfortsitze und dergleichen mehr. Bei diesem Vergleich summieren sich die Aufpreise für Fahrwerke, Bremsen und Räder so, dass sie die rund 2.500 Euro Preisunterschied zwischen SQ7 und Cayenne S Diesel ausgleichen.

Wuchtiger Audi-V8

Das wird die meisten Kunden wenig stören, die ohnehin teuren Power-Diesel werden gern üppig ausgestattet. So verfügt der SQ7-Testwagen auf diesen Seiten über Sonderausstattungen im Wert von rund 50.000 Euro, das nur nebenbei.

Audi SQ7 4.0 TDI Quattro, Porsche Cayenne S DieselFoto: Arturo Rivas
Der Porsche fühlt sich deutlich weniger kraftvoll an als der des SQ7.

Wie fahren sie nun also, die beiden preisgleichen Konzernbrüder? Oder anders gefragt: Kann man einen Achtzylinder-Diesel mit 850 Nm Drehmoment noch toppen? Oh ja, und wie! Das Triebwerk des SQ7 ist, sehr zurückhaltend gesagt, eine Wucht, ein Hammer! Wie der Hightech-Selbstzünder den samt Insassen über zweieinhalb Tonnen schweren Audi nach vorn wummert, das hat man so in einem Diesel-SUV noch nicht erlebt. Punkt. Auch nicht im Porsche Cayenne S, der aus größerem Hubraum 50 PS und 50 Nm weniger schöpft. Bis 100 km/h beschleunigt er vier Zehntel langsamer als der Audi, bis 140 km/h ist es bereits eine volle Sekunde. Vier Zehntel schneller ist der SQ7 ebenso, wenn er von 80 auf 120 km/h per Kick-down durchbeschleunigt wird.

Das sind nur die Zahlen auf dem Messcomputer, im wahren Leben fühlt es sich eher so an, als wäre man beim Fahrzeugwechsel vom SQ7 in den Cayenne aus Versehen in einen Zweiliter-Diesel-SUV eingestiegen. Okay, das mag übertrieben sein, aber die ansatzlose, zupackende Kraftentfaltung des Audi-Triebwerks ist schwer zu beschreiben, will man sich nicht in alberne Superlative stürzen.

Dass sich der Cayenne da keineswegs viel schlechter anstellt, liegt auch daran, dass er über PASM samt Luftfederung und Niveauregulierung verfügt (3.499 Euro). Damit ist er ebenfalls recht komfortabel, feine Wellen und Autobahnfugen bügelt er jedoch bei voller Beladung etwas unsouveräner weg. Was er besser kann als der SQ7, ist bremsen, vor allem aus sehr hohen Geschwindigkeiten.

Und die feinfühligere Lenkung sowie das fahrspaßintensivere Fahrwerk hat er zudem an Bord. Der Porsche lässt sich per Lastwechsel zu munteren Heckschwenks animieren, die bei ausgeschalteten Fahrhilfen auch in wilde Drift-Orgien ausarten können. Da ist der Audi viel braver, langweiliger. Was freilich nichts daran ändert, dass es für den Cayenne S Diesel bei diesem Konzernvergleich nur für Platz zwei reicht – mit deutlichem Abstand zum Audi SQ7.

Porsche Cayenne S Diesel, HeckansichtFoto: Arturo Rivas
Der Cayenne bietet die sportlichere Abstimmung.

Audi SQ7 und Porsche Cayenne Diesel S mit ähnlichem Verbrauch

Auf den Verbrauch hat das Leistungsvermögen des Audi im Übrigen keine allzu negativen Auswirkungen, beide konsumieren um die zehn Liter – etwas mehr, wenn’s pressiert, weniger, wenn’s gemütlicher zugeht. Die Unterschiede sind vernachlässigbar, meist sind es beim Porsche ein paar Zehntel mehr, trotz seines geringeren Gewichts.

Der Porsche ist deutlich zierlicher, beim Fahren ist das jedoch kaum zu merken. Nicht etwa weil er so schwerfällig ist, im Gegenteil, sondern weil der Audi so leichtfüßig auftritt. Sein nicht unerhebliches Mehrgewicht (157 kg) wird durch das große Fahrwerkspaket namens Advanced (5950 Euro) mit Wankstabilisierung, Sportdifferenzial und Allradlenkung beinahe wegkaschiert.

Fazit

1. Audi SQ7 4.0 TDI Quattro
453 Punkte

Am Ende gewinnt der SQ7 das Konzernduell deutlich, vor allem wegen des üppigeren Raumangebots und des ebenso teuren wie famosen Fahrwerks mit Wankstabilisierung.

2. Porsche Cayenne S Diesel
428 Punkte

Mit dem lebendigeren Fahrwerk und der exakteren Lenkung spricht der Cayenne eher Sportfahrer an, die sich am Platzangebot und den mäßigeren Fahrleistungen nicht stören.

Technische Daten
Porsche Cayenne S DieselAudi SQ7 4.0 TDI Quattro
Grundpreis87.442 €89.900 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4855 x 1939 x 1699 mm5069 x 1968 x 1741 mm
KofferraumvolumenVDA618 bis 1728 L890 bis 2075 L
Hubraum / Motor4134 cm³ / 8-Zylinder3956 cm³ / 8-Zylinder
Leistung283 kW / 385 PS (850 Nm)320 kW / 435 PS (900 Nm)
Höchstgeschwindigkeit252 km/h250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,4 s4,8 s
Verbrauch8,0 L/100 km7,2 L/100 km
Testverbrauch10,7 L/100 km10,6 L/100 km
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    Neuester Kommentar

    nicht nur den durcheinander gewürfelten absatz (korrekturlesen ist bei der ams online schon seit ewigkeiten verschwunden), selbst ein vergleich unter zwei konzernschwestern muss nach beweihräucherung stinken.
    hey, der SQ7, ganz nebenbei gesagt (weil es noch "voll cooler" klingen muss...), hat rund 50.000 € an ausstattung, sind die geil bei Audi, oder? sooo viel ausstattung, wow...
    ...aber... skandal, das kann nicht sein, der Cayenne hat dann sogar "gut über" 50.000 € an ausstattung!!!
    naja, aufrufezeichen sind überflüssig, es interessiert doch niemand, ist doch kein Audi.
    weniger (zu bieten) ist eben manchmal mehr (werbung)...
    nicht genug?
    tja, man hätte zum beispiel auch nur ein mal erwähnen können das der Cayenne 6 jahre alt ist, und der nachfolger praktisch fertig ist, und basiert auf derselbe ganz neue plattform des Q7, somit wird er wahrscheinlich auch bald den wundermotor bekommen.
    aber das alles ist nicht nötig, es hätte nur die grenzenlose Audi-euphorie geschmälert, und das wollen wir doch nicht, oder?
    ...doch.

    naja... 22. Oktober 2016, 17:10 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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