Mittelklasse-Kombis mit Dieselmotor sind so etwas wie Felsen in der aufgewühlten Brandung automobiler Klasseneinteilungen. Da mögen kreative Orakel noch so sehr dahercrossovern, der gute alte Kombi ist nicht totzukriegen. Neben der raumökonomisch nahezu desinteressierten Lifestyle-Abteilung präsentiert sich die Spezies der geräumigen Praktiker hochwertiger denn je.
Siehe neuer Passat Variant mit fließender Gestalt und Paradegrill in Chromoptik außen plus geschwungener Cockpitlandschaft mit chromumkränzten Höhleninstrumenten innen. Hallo, hat hier jemand einen Hauch Phaeton eingeatmet? Und wie: Der VW streift mit Macht den grauen Mantel der Bürgerlichkeit ab, hebt sich mit elektromechanischer Parkbremse und Zündknubbel statt -schlüssel von Vorgänger und Konkurrenz ab.
Warum auch nicht, setzt der Neue doch ansonsten die Variant-Tradition fort. Viel Platz, klares Bedienkonzept, saubere Verarbeitung – und als 105 PS starker 1,9-Liter-TDI in Comfortline-Ausstattung inklusive halbautomatischer Klimaanlage, Tempomat und Komfortsitzen 26 475 Euro teuer. Radio, Lederlenkrad, Bordcomputer oder Aluräder gehen extra. Serienmäßig sind große Türablagen vorn, ein zweiteiliges Handschuhfach, ausziehbare Sonnenblenden sowie ein Regenschirmfach in der Fahrertür.
Ebenso eine passende Sitzposition vorn sowie eine bequeme Bank hinten. Der Laderaum ist glattflächig und besitzt einen aufstellbaren Boden mit darunter liegendem Extrafach. Dennoch reicht das Volumen nicht an das des Vectra Caravan heran.
Mit maximal 1850 Liter Kapazität setzt er den Maßstab. Das großzügige Raumgefühl lässt die Insassen ahnen, dass der Vectra auch den verblichenen Omega ersetzen muss.






