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Chrysler 300 C gegen Jaguar S-Type

Sonder-Fahrt

Darf es mal etwas Besonderes sein? Dann locken in der oberen Mittelklasse zwei Charakterstücke für Individualisten: der Chrysler 300 C und der Jaguar S-Type. Und beide gibt es inzwischen mit sparsamen Diesel-Motoren.

Bilder
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Foto: Hans-Dieter Seufert

Zwei Charakterstücke für Individualisten: der Chrysler ... Gesichter in der Menge: Jaguar und Chrysler pflegen einen... Schönheitskonkurrenz für Individualisten: Die meisten K... Eine Klasse, zwei Welten: elegant der Jaguar S-Type (vorn... Den Jaguar S-Type 2.7 V6 D Executive gibt es ab 47.940 Euro. Jaguar setzt beim S-Type auf klassische Kurven. Nagelgeräusche im Jaguar? Die gute Nachricht: Der Diesel... Schöne Aussicht: Im Jaguar-Cockpit dominieren Holz und L... Wählhebel für Sechsgangautomat mit manueller Schaltgasse. Der Jaguar-Pilot sitzt tief, aber bequem, das NischengefÃ... Auf Tuchfühlung: Im Jaguar-Fond müssen GroÃ&#x... Der Gepäckraum des S-Type fasst 400 Liter. Der Jaguar-Testwagen war mit 17 Zoll Rädern mit der Bere... Der S-Type vereint agiles Handling mit gutem Komfort, abe... Im Jaguar tut ein 2,7 Liter großer V6 Dienst. Gut geölt: Der Diesel überzeugt im Jaguar durch sta... Der Chrysler 300C CRD Executive steht ab 38.150 Euro in d... Stilübung: Der Chrysler 300 C lässt Muskeln spielen. Mit 1,9 Tonnen ist der Chrysler so schwer, wie er aussieh... Schlichtes Plastikambiente im Chrysler, Executive-Version... Den 300C gibt es mit Fünfgangautomatik. Kein Raumschiff, aber mehr Platz als im Jaguar. Die nur s... Weniger gut: das träge Handling und der bescheidene Komf... Der Gepäckraum des Chrysler fasst 504 Liter. Der Chrysler-Testwagen war mit 18 Zoll Rädern mit der Be... US-Trutzburg auf Rädern: Die Form ist das Beste am Chrys... Dass der 300 C laut Messuhr – ganz wie die alt... Chrysler-Mercedes-V6 mit reichlich Drehmoment, doch der h...

Individualität ist der einzige echte Luxus, den es in Zeiten der Massenkultur noch gibt – guter Spruch, man müsste sich nur trauen. Warum also immer nur Audi, BMW oder Mercedes? Auch andere Mütter haben attraktive Töchter.

Die begehrenswerte Limousine namens Chrysler 300 C zum Beispiel. Auf deutschen Straßen wirkt dieser US-Import so exotisch wie John Wayne beim Töpferkurs. Das Auto, breitschultrig, aufrecht, respekteinflößend, paart die Präsenz eines Südstaaten-Sheriffs mit den politisch korrekten Manieren der gehobenen europäischen Mittelklasse. Inzwischen gibt es diesen in Blech gepressten Redneck sogar mit Dieselantrieb und Rußfilter. Soll es lieber etwas dezenter und distinguierter sein?

Auch für diesen Fall fehlt es im Themenpark der Alternativen nicht an einer verlockenden Offerte. Man findet sie bei Jaguar: Die Marke, zuständig für die sublimen Reize der britischen Schule, bietet mit dem S-Type einen Individualisten, der die traditionellen Formen des Hauses mit den Errungenschaften der Neuzeit verbindet – nicht mehr taufrisch, aber gut gereift und ebenfalls mit gefilterter Dieselpower zu haben. Zum Entschluss, mal aus der Reihe zu tanzen, könnte nicht zuletzt die Preislage beitragen. Verglichen mit ähnlich gut ausgestatteten Konkurrenten deutscher Herkunft kommen Nonkonformisten hier auch finanziell auf ihre Kosten: In der innen belederten und vornehm herausgeputzten Executive- Version kostet der Jaguar als Diesel 47 940 Euro, während der Chrysler (als CRD mit Executive-Paket) für nur 38 150 Euro sogar nach Schnäppchen riecht. Immerhin gibt es obendrauf vier Jahre Garantie inklusive Wartung.

Der Verdacht, dass hier an der Substanz gespart wurde, ist übrigens unbegründet. Das gilt auch für die Motoren: Im monumentalen Bug des Chrysler schafft ein Dreiliter-V6 neuester schwäbischer Machart (von der Konzernschwester Mercedes), und im Jaguar tut ein nicht weniger aufwendiger, 2,7 Liter großer V6 Dienst. Die Daten sprechen für den größeren V6 im 300 C, wobei dessen Leistungs- und Drehmomentvorteil aber ein höheres Gewicht gegenübersteht.

Basisdaten
Marke Chrysler Jaguar
Modell 300C 3.0 CRD S-Type 2.7 V6 Diesel
Baujahr 10/2005 05/2005
Grundpreis 39.890 Euro 49.900 Euro
Motorbauart V-Motor V-Motor
Zylinderzahl 6 6
Hubraum 2987 cm³ 2720 cm³
Leistung 218 PS (160 kW) bei 4000 U/min 207 PS (152 kW) bei 4000 U/min
max. Drehmoment 510 Nm bei 1600 U/min 435 Nm bei 1900 U/min
Schadstoffeinstufung Euro 4 Euro 4
CO2-Ausstoß 215 g/km 208 g/km
Schaltung automatisch automatisch
Gänge 5 6
Marke Pirelli P7 Pirelli P 6000
Reifen (vorn) 225/60 R 18 W 235/50 ZR 17
Rädergröße (vorn) 7 1/2 J x 18 7 1/2 J x 17
Reifen (hinten) 225/60 R 18 W 235/50 ZR 17
Rädergröße (hinten) 7 1/2 J x 18 7 1/2 J x 17
Wertungen

1. Jaguar S-Type 2.7 D Ex.

476 Punkte von 650 Punkten

Britisches Charakterstück mit Dynamikanspruch: Der S-Type vereint agiles Handling mit gutem Komfort, aber viel Platz hat er nicht zu bieten. Der neue, kultivierte Dieselmotor steht ihm bestens.

2. Chrysler 300 C CRD Ex.

453 Punkte von 650 Punkten

US-Trutzburg auf Rädern: Die Form ist das Beste am Chrysler, das Zweitbeste ist der günstige Preis. Weniger gut: das träge Handling und der bescheidene Komfort. Zum Angewöhnen: der kraftvolle Dieselmotor.

Autor: Wolfgang König
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