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Deutsche SUV-Elite im Test

Porsche Cayenne, Audi Q7, BMW X5, Mercedes ML und VW Touareg

Mit dem ersten Diesel in einem Porsche kämpft der Cayenne gegen die soziale Ächtung. Wie schlägt sich der neue Öl-Renner mit seinem Dreiliter-V6 im Vergleich zur etablierten deutschen SUV-Elite?

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Die deutsche SUV-Elite versammelt sich zum Vergleichstest.

Die deutsche SUV-Elite versammelt sich zum Vergleichstest.
Die deutsche SUV-Elite versammelt sich zum Vergleichstest. Der Audi Q7 tritt mit seinem Dreiliter-Diesel-Aggregat, A... Der BMW X5 kommt als xDrive 30d mit 235 PS und 520 Nm Dre... Mercedes schickt den ML 320 CDI 4-Matic ins Rennen. VW versucht mit dem Touareg V6 3.0 TDI zu punkten. Alle fünf Kandidaten im Überblick. Sie können gut und gerne als deutsche SUV-Elite betracht... Neu unter ihnen: der Porsche Cayenne mit Dreiliter-Diesel... Kann er den etablierten Diesel-SUV den Rang ablaufen? Der Vergleichstest soll Licht ins Dunkel bringen. Beginnen wir zunächst mit dem Audi Q7 3.0 TDI. Sein Testverbrauch pendelt sich bei 12,9 Liter Diesel auf... Die 550 Nm Drehmoment katapultieren den 2,4 Tonner in 8,7... Verantwortlich dafür: der 3.0 TDI mit 240 PS. Platz bietet der Audi Q7 reichlich. Schon unbeladen saugt sein Luftfahrwerk Unebenheiten auf,... Statusanzeige über das große Display. Die Sechsgangautomatik verteilt die Kraft auf alle vier R... Auf Wunsch gibt es den Q7 auch mit dritter Sitzreihe oder... Zudem bietet sein Laderaum viele praktische Zusatzfächer. Der BMW tritt ebenfalls mit einem Dreiliter-Diesel-Motor an. Neutrales und agiles Handling sind seine Stärken. Raues Abrollen der serienmäßigen Runflat-Bereifung zäh... Der Reihensechszylinder glänzt durch seine Laufruhe. An Solidität mangelt es auch dem BMW X5-Interieur nicht. Wer sich in anderen BMW-Modellen jedoch schon an das neue... Der Gangwechsel erfolgt auch hier über eine Sechsgangaut... Genügend Platz im Fond. Zusatzfächer gibt es auch im BMW-SUV. Als Standardvolumen stehen 620 Liter zur Verfügung. Die zweigeteilte Heckklappe erleichtert das Beladen. Mercedes ML 320 CDI: Mit seiner indirekten Lenkung fühlt... Der 320 CDI verwöhnt jedoch mit dem geschmeidigsten Fahr... Das Airmatic-Paket ist allerdings aufpreispflichtig. 224 PS leistet der Dreiliter-V6. Auch Mercedes hat sich die Kritik am Vorgänger zu Herzen... Entspanntes Reisen fördert die etwas indirekt ausgelegte... Je nach Einsatzzweck lässt sich die Bodenfreiheit variie... Für seinen etwas gemütlicheren Antritt revanchiert sich... Ein integriertes Navigationssystem kostet 3.046 Euro Aufp... Diese addieren sich zum Grundpreis von 57.215 Euro. Bequeme, aber seitenhaltarme Sitze. Gepäckraumvolumen von 551 Liter. Mit dem ersten Diesel in einem Porsche kämpft der Cayenn... Sein äußerst agiles Fahrverhalten und die standfesten B... Im Cayenne ist der Diesel aus dem VW-Konzern besser gedä... Sportliches Ambiente im Porsche-SUV. Im etwas knapp geschnittenen Innenraum stören immer noch... Automatik mit serienmäßigen Lenkradtasten. Regler für Allrad- und Fahrwerkseinstellungen. Von der Federung würde man sich hingegen einen Tick weni... Basisvolumen für das Reisegepäck liegt bei 540 Liter. Schlusslicht im Vergleich ist der VW Touareg. Gleichwohl muss er sich in diesem prominenten Umfeld nich... Nirgends hängt er wirklich durch und selbst der Punkteab... Herzstück des Touareg: der Dreiliter-Diesel mit 240 PS. Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt er beim Komfort keine A... Liebevoll geschmückter Innenraum. Luftfederung mit variabler Dämpfer- und Höheneinstellung. Das große und farbige Zusatzdisplay informiert auch übe... Navi kostet 2.020 Euro extra. Sechsgangautomat auch im Touareg. Harte Sitzbank hinten - lässt sich aber umklappen und er... Das Gepäckvolumen beträgt 555 Liter.

Wer derzeit mit einem großen Geländewagen liebäugelt, sollte neben einer finanzkrisenresistenten Geldanlage vor allem eine Eigenschaft mitbringen: Charakterstärke. Schließlich dient der SUV als Öko-Feindbild Nummer eins, wobei "nicht mehr zeitgemäß" häufig noch die netteste Einschätzung auf der nach oben offenen Ablehnungs-Skala bedeutet. Differenzierte Betrachtung? Fehlanzeige.

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Versammelte deutsche SUV-Elite

XL-Allradler als pure Luxusgleiter mit hoher Sitzposition abzutun, wäre jedoch unfair. Mit ihrer robusten Art wuchten sie schließlich bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger und transportieren auch mal sieben Personen nebst Gepäck. Und an Stellen, wo große Kombis nur mehr hilflos mit zwei Rädern scharren, kraxeln sie dank Allradantrieb, Differenzialsperre oder Reduktionsgetriebe noch weiter. Eins zeigt der Vergleich der versammelten deutschen SUV-Elite zudem: Mit einem durchzugskräftigen Diesel fährt es sich nicht nur sehr souverän, sondern auch erstaunlich sparsam.

Verbräuche im Acht-Komma-Bereich bei zurückhaltender Fahrweise liegen schließlich nicht weit weg von vielen Familienlimousinen. Für die Trinkgewohnheiten zeichnet jedoch der Gasfuß des Fahrers weit stärker verantwortlich als in anderen Fahrzeugklassen, wie Maximalwerte um 15 Liter demonstrieren. Über zwei Tonnen Gewicht sorgen zusammen mit der großen Stirnfläche eben für viel Widerstand. Nachdem Porsche lange nichts vom Diesel wissen wollte und mit seinen großen V8 viel Benzin und Akzeptanz verbrannt hat, gibt sich der Sportwagenhersteller jetzt geläutert.

Dreiliter-V6 im Porsche Cayenne


Obwohl die Stuttgarter mit der VW-Übernahme Zugriff auf das gesamte Motorenprogramm hatten, entschieden sie sich nicht für einen der ebenfalls vorhandenen Acht-, Zehn-, oder gar Zwölfzylinder, sondern wählten den knausrigeren Dreiliter-V6. Das springende Pferd im Porsche -Wappen mutiert jedoch nicht zum lahmen Klepper: Mit 550 Nm Drehmoment wird der Selbstzünder schließlich erst vom V8-Turbo überboten. Zudem überrascht das nahezu unverändert übernommene Aggregat mit besseren Manieren als im Audi Q7 3.0 TDI und VW Touareg 3.0 TDI. Spezielle Dämmmaterialien und eine überarbeitete Auspuffanlage gewöhnen dem Common Rail seinen ländlichen Dialekt ab.

Da sich die Ingenieure bei der Fahrwerksabstimmung an den Benzinern orientierten, fährt auch der Öl-Cayenne mit heckbetontem Allradantrieb ausgesprochen quirlig. So agil, dass das Hinterteil in schnellen Kehren schon mal ein Fall für sanfte ESP-Eingriffe wird. Porsche-typisch auch die Bremsen: Obwohl sich hier keiner der fünf eine Blöße gibt, erreicht der Porsche Cayenne sogar mit heißen Scheiben fast die Verzögerungswerte seiner zweisitzigen Brüder. Selbst die präzise Lenkung mit dem besten Kompromiss aus Leichtgängigkeit für entspanntes Dahingleiten und sportlicher Rückmeldung verdient das Prädikat Extraklasse. Von der Federung würde man sich hingegen einen Tick weniger Auskunftsfreude über die Asphalt-Oberflächen wünschen. Vor allem unbeladen wirkt das optionale Luftfahrwerk steif wie ein Schwabe im Kölner Karneval. Im etwas knapp geschnittenen Innenraum stören zudem immer noch ein paar Hartplastik-Details den ansonsten guten Qualitätseindruck.

BMW X5 mit optionaler dritter Sitzreihe

An Solidität mangelt es auch dem BMW X5-Interieur nicht. Wer sich in anderen BMW-Modellen jedoch schon an das neue iDrive-Bediensystem mit Direktwahltasten gewöhnt hat, dürfte die umständliche Infotainment-Menüführung verdammen. Zudem bietet der BMW X5 x-Drive 30d optional zwar eine dritte Sitzreihe, lässt sich als Einziger aber nicht per Reduktionsgetriebe oder einer auf alle vier Räder wirkenden Niveauregulierung zum Extrem-Kletterer aufrüsten. Doch mit den elektronischen Bergabfahr- und Traktionshilfen kommen selbst Offroad-Neulinge erstaunlich weit.

Unübersichtlichkeit bei allen fünf Kandidaten

Dass er sich auf Asphalt noch wohler fühlt, zeigt er schon nach wenigen Metern. Obwohl nicht einmal mit der breitesten Spur gesegnet, liegt er in Kurven wie ein Viererbob mit frisch geschliffenen Kufen. Seine direkte Lenkung wirft ihn zudem ums Eck, als wolle sie das Masse-Trägheitsgesetz widerlegen. Wie der Porsche Cayenne Diesel erkauft er sich seine Agilität allerdings mit klobigem Abrollen, während es der Lenkung an Geradeauslauf-Gelassenheit fehlt. Dafür beruhigt der einzige Reihensechszylinder im Test mit Laufruhe und angenehm sonorer Stimme. Mit der Ruhe ist es allerdings spätestens beim Entern von Parkhäusern und winkligen Innenstädten vorbei, denn alle fünf Kandidaten sorgen mit ihrer Unübersichtlichkeit und weiten Wendekreisen für erhöhtes Adrenalin-Niveau.

Audi Q7 bietet viel Platz

Den Audi Q7 3.0 TDI Quattro machen rund dreißig Extra-Zentimeter gegenüber der Konkurrenz nochmals sperriger, doch im Gegenzug stellt er Gepäck und Mensch (auf Wunsch mit dritter Sitzreihe oder Einzelsitzen für vier bis sechs Personen) am meisten Platz zur Verfügung. Zudem bietet sein Laderaum viele praktische Zusatzfächer, und bei Wahl der Luftfederung geht er per Knopfdruck in die Knie.

Umso erstaunlicher, wie leichtfüßig und kraftarm er sich trotz seiner Abmessungen selbst durch enge Kurven zirkeln lässt und Agilität mit Fahrkomfort verbindet: Schon unbeladen saugt sein Luftfahrwerk Unebenheiten auf, ohne beladen unterdämpft zu wirken. Kritik verdient jedoch die mit Knöpfen überfrachtete Mittelkonsole, die für lange Blickabwendung sorgt, sowie die in die Jahre gekommene Bedienung. Dass man trotzdem gern hinter dem Audi-Steuer Platz nimmt, liegt an der durchgängig hochwertigen Materialauswahl sowie an fein klickenden Schaltern und Reglern.

Mercedes ML 320 CDI mit gutem Fahrwerk


Auch Mercedes hat sich die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen und dem aktuellen ML ein der Preisklasse angemessenes Interieur mitgegeben. Zudem verwöhnt der 320 CDI samt aufpreispflichtigem Airmatic-Paket mit dem geschmeidigsten Fahrwerk im Test, das vor allem kurze Stöße wirkungsvoll ausfiltert. Entspanntes Reisen fördern auch die etwas indirekt ausgelegte Lenkung sowie bequeme, aber seitenhaltarme Sitze. Wird der Mercedes ML 320 CDI 4-Matic gegen seine ausgeglichene Natur zum raschen Wedeln genötigt, überlässt er der dynamikverliebten bayerisch-schwäbischen Konkurrenz daher gern den Vortritt.

Für seinen etwas gemütlicheren Antritt revanchiert sich der Dreiliter dafür mit dem geringsten Testverbrauch. Auch der Touareg hält sich aus dem Agilitätsgerangel seiner Konkurrenten heraus. Mit kopflastigem Untersteuern in schnellen Kurven und erhöhtem Platzbedarf fühlt er sich am ehesten nach schwerem Wagen an. Im Gegensatz zum ML setzt er jedoch beim Komfort keine Ausrufezeichen: Starke Karosseriebewegungen bei langen Wellen stören ebenso wie eine beladen durchschlagende Luftfederung, eine harte Sitzbank hinten oder die markanten Arbeitsgeräusche des Common Rail. Dafür entschädigt sein durch zahlreiche Extras liebevoll geschmückter Innenraum mit umfangreicher Instrumentierung und pfiffigen Details wie dem großen Fach unter dem Kofferraumboden, praktischen Ablagen oder die für kleines Gepäck separat aufschwingende Heckscheibe.

Schlusslicht: der VW Touareg

Am letzten Platz des VW Touareg 3.0 TDI ändert jedoch auch sein etwas günstigerer Preis nichts mehr. Gleichwohl muss er sich in diesem prominenten Umfeld nicht als Verlierer fühlen, da er nirgends wirklich durchhängt und selbst der Punkteabstand zum Sieger Audi noch überschaubar ausfällt. Unverständlich allerdings, warum sich Porsche so lang gegen den Selbstzünder gesträubt hat. Mit seiner dynamischen Auslegung zeigt der Cayenne trotz seines vierten Platzes klar, dass ein Sechszylinder-Diesel keinen Verzicht oder ökologisches Feigenblatt, sondern schlicht den idealen Antrieb für große Geländewagen darstellt.

Audi auf der IAA 2009
BMW auf der IAA 2009

Basisdaten
Marke Audi Mercedes
Modell Q7 3.0 TDI quattro Luftfederung ML 320 CDI
Baujahr 10/2007 08/2005
Grundpreis 54.525 Euro 53.550 Euro
Motorbauart V-Motor V-Motor
Zylinderzahl 6 6
Hubraum 2967 cm³ 2987 cm³
Leistung 240 PS (176 kW) bei 4000 U/min 224 PS (165 kW) bei 3800 U/min
max. Drehmoment 550 Nm bei 2000 U/min 510 Nm bei 1600 U/min
Schadstoffeinstufung Euro 4 Euro 3
CO2-Ausstoß 239 g/km 249 g/km
Schaltung automatisch automatisch
Gänge 6 7
Marke Bridgestone Dueler H/P Michelin Latitude Tour HP
Reifen (vorn) 255/55 R 18 Y 235/65 R 17 V
Rädergröße (vorn) 8 J x 18 7 1/2 J x 17
Reifen (hinten) 255/55 R 18 Y 235/65 R 17 V
Rädergröße (hinten) 8 J x 18 7 1/2 J x 17
Wertungen

1. Audi

486 Punkte von 650 Punkten

Der hochwertig verarbeitete Q7 bietet nicht nur den meisten Platz, er weiß auch Komfort und Fahrdynamik am besten miteinander zu verbinden.

2. BMW

482 Punkte von 650 Punkten

Feinfühliger Federungskomfort ist nicht die Stärke des X5. Er begeistert lieber mit seiner Agilität und dem kultivierten, durchzugskräftigen Reihensechszylinder.

3. Mercedes

482 Punkte von 650 Punkten

Der ML stellt den Gegenentwurf zum BMW dar: Weniger kurvenverliebt und nicht ganz so kräftig, dafür aber komfortabel, gelassen und zudem sparsam.

4. Porsche

470 Punkte von 650 Punkten

Auch mit dem VW-Motor bleibt der Cayenne ein echter Porsche: Handling, Lenkung und Bremsen top, bei Komfort und Raumgefühl jedoch nur Durchschnitt.

5. VW

463 Punkte von 650 Punkten

Echte Schwächen leistet sich der Touareg nicht, es fehlt ihm lediglich an einem klaren Profil. Zudem kommt er weder in Anschaffung noch Unterhalt deutlich günstiger.

Autor: Dirk Gulde
michael v. | 08.02.2010, 12:44 Uhr

@ selbsternannter autoästhet
wenn typen wie du durch einen glücklichen umstand (lottogewinn, erbtante) einmal in ihrem leben unverhofft zu geld kommen, stehen sie am nächsten tag bereits bei mir auf der matte und ordern einen suv oder cabrio mit vollausstattung und stärkster motorisierung. aber vorher jahrelang mit nem golf 3 frustgeschoben!
grüße vom freundlichen

5teve | 08.02.2010, 11:01 Uhr

@74ster beitrag

Ich hau mich weg, was für ein Beitrag... wie sagt man so schön unterbel....

Autoaesthet | 08.02.2010, 10:42 Uhr

die Dinger sind doch alle für die Schrottpresse gebaut.

Kein einziger denkender Mensch würde ich so eine Kiste kaufen. Nur wer ein wirklich krankhaft schwaches Selbstwertgefühl hat, muß sich so ein übergewichtiges Blechgeschwür zulegen!

rbommer | 08.02.2010, 09:05 Uhr

Ah ok die Autos wurden also nicht in Deutschland entwickelt?
Wo denn?
Fahre mal bitte nach Sindelfingen, Weissach, Wolfsburg und co und frage doch die Leute mal dort, wo die ihre Autos entwickeln.
Zudem wird der Cayenne zu 95% in Dtl. gebaut (Karosse, Fahrwerk aus Hannover, Motor aus Zuffenhausen, zusammengebaut in Leipzig)

Hubraum | 07.02.2010, 14:42 Uhr

Die Autos, von denen du hier sprichst, sind weder von Deutschen noch in Deutschland hergestellt bzw. entwickelt worden.
Der Range Rover ist als BMW Entwicklung deutscher als die Mühle aus Übersee, an der das BMW Typenschild dranpappt.
Deshalb kann man hier sehr wohl darüber streiten.

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