Doppeltest BMW 323i gegen BMW 523i

Die neue Dreier-Limousine von BMW sieht aus wie ein kleiner Fünfer. Im Vergleich der 170 PS-Varianten geht es um die Frage, ob und wie sich die Unterschiede zwischen beiden bemerkbar machen.

Dreier oder Fünfer? Diese Frage stellt sich manchem Passanten, dessen Blick im Straßenbild auf die neue Dreier- Limousine von BMW fällt. Doch selbst die mit BMW vertraute Kundschaft muß sich in dem Gedankenspiel üben – ob angesichts des Größenzuwachses, der Familienähnlichkeit und des geschrumpften Preisunterschiedes ein Fünfer oder ein Dreier die bessere Wahl ist. Die angebotene Motorisierung macht die Frage nicht leichter. Für beide Modelle stehen die gleichen Sechszylinder- Triebwerke mit zwei, 2,5 und 2,8 Liter Hubraum zur Verfügung – beim Dreier bilden sie allerdings die Spitze, beim Fünfer die Basis des Leistungsspektrums.

Wer sich für die goldene Mitte entscheidet, muß dafür mindestens 62 200 Mark (523i) oder 56 600 Mark (323i) investieren. Das sind 3800 Mark mehr als beim alten Dreier, doch dafür hat der Neuling zahlreiche Ausstattungsdetails serienmäßig, die vorher extra bezahlt werden mußten. Dazu gehören unter anderem die Funkfernbedienung der Zentralverriegelung, der Bordcomputer, grünes Wärmeschutzglas und die Leichtmetallräder. Andere Ausstattungen sind neu dazugekommen.

An erster Stelle stehen die Kopfairbags, die auch beim 523i im Grundpreis enthalten sind. In beiden Fällen gehören sechs Airbags, ABS, die Traktionskontrolle ASC+T und Nebelscheinwerfer zur Grundausstattung. Etwas mehr bietet der Fünfer, der dem Dreier unter anderem die elektrischen Fensterheber hinten, ein RDSRadio, die dritte Kopfstütze und den dritten Automatikgurt im Fond sowie ein vollwertiges Reserverad voraushat. Das steht nicht einmal als Sonderausstattung in der Preisliste der Dreier-Reihe. Aufpreispflichtig für beide ist eine Klimaautomatik für jeweils 2700 Mark. 

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Hermann-Josef Stappen

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