Eine gute Freundschaft basiert auf Gemeinsamkeiten. Sie sorgen auf der einen Seite für die gewünschte Harmonie, können andererseits aber auch die Grundlagen für ein gehöriges Maß an Rivalität sein. Wenn man sich nur an der Menge der Übereinstimmungen orientiert, müssten der 19 700 Mark teure Ford Fiesta Focus und der Ka für 18 300 Mark die dicksten Kumpel sein. Denn unter ihrem Blech verbergen sie fast komplett identische Technik.
So werden beide von einem 60 PS starken 1,3 Liter- Vierzylinder angetrieben, der seine Leistung über ein Fünfganggetriebe an die Vorderachse abgibt. Eigentlich sind das gute Voraussetzungen für eine friedliche Koexistenz. Es sollen ja die inneren Werte sein, die zählen, und nicht nur das Aussehen. Aber innere Werte hin oder her, der neue Autopartner wird eben doch meist mit dem Auge ausgesucht, und da drängelt sich der Ka gar nicht freundschaftlich vor.
Nach der Markteinführung des Ka vor knapp zwei Jahren fiel der Fiesta von Platz neun auf Platz 16 in den Verkaufs- Top 55, der Ka belegte sofort Platz 17. Fordinterne Schätzungen gehen davon aus, daß 40 Prozent des Rückgangs dem Ka zuzuschreiben sind. Heute steht der Fiesta auf Platz zwölf, der Ka auf Position 14. Während der Fiesta vernünftig aussieht, provoziert die Optik des Ka.




