Ein neues Kürzel stürmt in die Autowelt: OPC sucht aber nicht etwa den Anschluss an ABS und ESP. Nein, es will dem sportlichen M von BMW und dem scharfen S von Audi Konkurrenz machen. OPC steht für Opel Performance Center. Dort wirken die werkseigenen Motorsport-Spezialisten.
Was sie anpacken, hat Hand und Fuß, die guten Platzierungen im Tourenwagenund Rallyesport belegen es. Da muss ein Astra OPC schon etwas ganz Besonderes sein. Es ist weniger die Plakette mit der Seriennummer an der Mittelkonsole, die das belegt, als vielmehr der technische Aufwand: Schmiedekolben, Edelstahl-Fächerkrümmer, 160 PS bei 6500/min aus zwei Liter Hubraum, 215/40 ZR 17-Reifen auf 7,5 Zoll breiten BBSRädern, 16-Zoll-Bremsanlage. Kann da ein VW Golf GTI noch mithalten? Sein Motor muss schließlich mit 1,8 Liter Hubraum und zehn PS weniger auskommen.
Gegen die Drehzahloffensive des Opel setzt der VW die Schubkraft der Turboaufladung: 210 Newtonmeter bereits bei 1750 Umdrehungen pro Minute stemmt er auf die Kurbelwelle, der OPC-Motor muss 4300/min bemühen, um doch nur 188 Newtonmeter zu erzielen. Die Fahrleistungen der beiden sind praktisch identisch, mit einem hauchzarten Vorsprung für den Opel, der aber in der Praxis nicht relevant ist. Dabei muss erwähnt werden, dass der aktuell getestete Golf die hervorragenden Werte eines früheren Testwagens beim Beschleunigen um immerhin acht Zehntelsekunden verfehlte. Eklatante Unterschiede gibt es freilich in der Art und Weise, wie die Motoren beim vollen Einsatz zu Werke gehen.
Dabei ist es weniger das jeweilige Drehzahlniveau, das den Unterschied ausmacht, es sind vielmehr die Begleiterscheinungen. Im Opel sind sie vor allem akustischer Natur.
Doppeltest Opel Astra OPC gegen VW Golf 1.8 T GTI
Selbstbewusst hat die neue Opel-Motorsport-Tochter OPC ihr erstes eigenständiges Modell vorgestellt: den Astra OPC mit 160 PS. Ein Vergleich klärt, ob damit die Tage des VW Golf GTI mit 150 PS gezählt sind.
Autor: Heinrich Sauer



