Wer glaubt, in einer von Ökosteuer und hohen Ölpreisen geprägten Zeit ohne
einen attraktiven Turbodiesel antreten zu können, hat beim Kampf um Marktanteile in Deutschland schlechte Karten. Unter diesem Aspekt haben Opel und Volvo nach ihrer jüngsten Diesel-Initiative gute Trümpfe in der Hand.
Bei der General Motors-Tochter fällt dem seit September angebotenen Vectra 2.2 DTi 16 V die Aufgabe zu, frischen Schwung in die zuletzt schwächelnde Mittelklasse-Baureihe zu bringen. Zu den Besonderheiten des 125 PS starken Turbodiesel-Direkteinspritzers, der seinen Drehmoment-Bestwert von 270 Nm bei 1500/min erreicht, zählt ein Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie.
Volvo kehrt ebenfalls mit einem neuen Besen: Zeitgleich mit einem dezenten Facelift im Juni kommt in der kleinen Baureihe S40/V40 ein neuer Common-Rail-Dieselmotor zum Einsatz. Wie das ebenfalls 1,9 Liter große Vorgänger-Triebwerk bezieht Volvo den 115 PS starken Diesel mit einem Drehmoment-Bestwert von 265 Nm bei 1750/min von Renault.
In der Praxis zeigt sich, dass der nominell zehn Pferdestärken schwächere Volvo in puncto Fahrleistungen nicht nennenswert ins Hintertreffen gerät – geringfügig schwächere Beschleunigungswerte kann er durch sein besseres Durchzugsvermögen im vierten und fünften Gang wettmachen.
Beide Vierzylinder warten nach dem Kaltstart mit dem für Direkteinspritzer typischen Nagelgeräusch auf. Nach dem Erreichen der Betriebstemperatur dringt dann aber nur noch ein dezentes Brummen aus dem Motorraum in das Fahrzeuginnere durch.






