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Smart Fortwo Cabrio vs. Fiat 500 im Test-Duell

Zwei Frischluftzwerge im Vergleichstest

Kein echtes Cabrio, kein richtiges Auto: Fiat 500 C und Smart Fortwo müssen sich manche Anfeindung gefallen lassen. Aber ganz sicher nicht die, für die schönen Momente des Lebens nicht offen zu sein.

Bilder
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Foto: Achim Hartmann

Smart Fortwo und Fiat 500 C sind keine echten Cabrios.

Smart Fortwo und Fiat 500 C sind keine echten Cabrios.
Smart Fortwo und Fiat 500 C sind keine echten Cabrios. Beide Kleinwagen sind ab gut 15.000 Euro erhältlich. Der Fiat 500 verbraucht mehr Benzin als der Smart. Frischluftvergnügen bieten beide Kleinwagen. Die Verdeckmechanismen sind unterschiedlich, der Smart Fo... Beim CO2-Ausstoß gewinnt der Smart. Im Smart Fortwo ziehen sich Überholvorgänge meist läng... Abgesehen vom Faltdach haben Smart Fortwo und Fiat 500 C ... Form vollendet: Besonders der 500 C trägt seine Stoffmü... Der Fiat 500 C 1.2 8V Lounge kostet 15.800 Euro. Metallic-Lack gibt es für 400 Euro Aufpreis. Der Fiat 500 C beschleunigt in 15 Sekunden von null auf 1... Das Verdeck erinnert an den Ur-Fiat 500. Bei 160 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das elektrische Stabilitätsprogramm für 350 Euro ist em... Der CO2-Ausstoß liegt bei 119 Gramm. Der ECE-Verbrauch liegt bei 5,1 Liter auf 100 Kilometer. Der Testwagen stand auf Michelin Energy-Reifen. Unter der Haube schlägt das 1.3-Liter kleine Herz. Für den Innenraum des Fiat 500 gibt es unzählige Farbko... Das Faltdach mit feststehendem Rahmen weckt nostalgische ... Ebenso das Interieur mit attraktiven Pastellfarben. Maximales Drehmoment von 102 Nm bei 3.000 Umdrehungen pro... Beim Entriegeln der Heckklappe fährt das Dach ein Stück... Der variable Kofferraum fasst 182 Liter. Das Smart Fortwo Cabrio mhd Passion kostet 15.740 Euro Gr... Der Smart beschleunigt von null auf 100 km/h in 17 Sekunden. Eine Servolenkung für den Smart kostet 460 Euro Aufpreis. Für 345 Euro extra bekommt der Smart einen Metallic-Lack. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 145 km/h erreicht. Der Smart stößt nur 105 Gramm CO2 aus. Im Test rollte der Smart auf Conti EcoContact3-Bereifung. Mehr Cabrio-Gefühl im Fortwo ohne Dachrahmen. 71 PS leistet der Dreizylinder im Smart-Heck. Sportliche Sitze. Selbst die Uhr und der Handschuhfachdeckel kosten extra. Bei 4.500 Umdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 9... Ein spezielles Fach in der Heckklappe nimmt die beiden Da... Brauchbares Gepäckabteil.

Für Dante Giacosa, den großen Fiat-Techniker und Designer der Nachkriegsära, war es allein eine Frage der Vernunft: "Beim Modellieren des Nuova 500 ging es darum, die Blechfläche auf ein Minimum zu beschränken, um Gewicht und Kosten einzusparen." So einfach kam der Drei-Meter-Winzling 1957 zu seinem dünnen Rolldach, das selbst in den hohen Norden einen Hauch von Sommer und Sonne brachte.

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Der Fiat 500 C ist 2.800 Euro teurer als die zugeschweißte Variante

Jetzt fällt auch beim kultigen Retro-Nachfolger von 2007 die Blechhülle, doch mit Sparsamkeit hat das nichts zu tun. Im Gegenteil: Die zweilagige Stoffkapuze macht den Fiat 500 C (zum Fahrbericht des Fiat 500 C) rund 40 Kilogramm schwerer und vor allem 2.800 Euro teurer als die zugeschweißte Variante. Dabei handelt es sich ganz stilecht wie beim Original um eine Cabrio-Limousine, wo der versteifende Rahmen stehen bleibt, wenn die Textilbahn nach hinten fährt.

Mit seinen herausnehmbaren Dachstreben darf sich der etwa gleich teure Smart Fortwo schon eher Cabrio nennen, obwohl auch hier ein Bügel hinter den Sitzen die freie Aussicht und das Offenfahrgefühl etwas schmälert. Aber wie beim viersitzigen Fiat weht die erste steife Brise den ganzen Alltagskram fort - du fühlst dich leicht und unbeschwert, die Welt steht dir offen, alles ist möglich. Dann sind sogar die ellenlangen Aufpreislisten für schicke Accessoires und Dekors vergessen, die aus den beiden Kleinwagen echte Designerstücke machen.

Bei geöffnetem Dach fällt der Gepäckraum des Fiat 500 C nur drei Liter kleiner aus

Anders als der von Haus aus geradezu ärmlich ausgestattete Fortwo beherrscht der Fiat 500 C schon im Serientrimm die hohe Kunst der Verführung, weckt mit seiner Kugelform Sympathie und nostalgische Gefühle. Passend zum rot-weißen Interieur lässt sich auch das Verdeck in klassischem Rot oder Elfenbein ordern, nur die Lust auf Handarbeit wartet noch auf ihre Renaissance. Doch die elektrische Betätigung per Knopfdruck bis Tempo 60 erlaubt es hier wie dort, jeden Sonnenstrahl auszukosten und die Frischluftzufuhr von mild bis wild zu dosieren. Allerdings wird es im Fiat 500 C bei geöffneter Luke über den Vordersitzen recht laut, und das Wummern in den Ohren legt sich erst, wenn das Dach mitsamt der heizbaren Glasheckscheibe ganz auf dem Heck zusammengefaltet ist. Dort behindert es zwar die Rücksicht, aber kaum den Luftstrom oder das Gepäckabteil, das nur drei Liter kleiner ausfällt als beim Blechdach-500. Und damit die geöffnete Plane nicht dessen Zugang versperrt, fährt sie beim Entriegeln des Kofferraumdeckels automatisch ein Stück nach oben.

Die Dachholme des Smart Fortwo Cabrio lassen sich in der Heckklappe verstauen

Das Smart Fortwo Cabrio offenbart seine Finesse hingegen mit weniger Turbulenzen und Windgeräuschen sowie seitlichen Dachholmen, die sich spielerisch entfernen und in der Heckklappe verstauen lassen. Das bringt mehr Licht und Luft ins Cockpit, verhindert jedoch bei plötzlichen Regenschauern ein schnelles Schließen des Verdecks, weil dann seine Führungsschienen fehlen. Wenn alle Luken dicht sind, liegt das Geräuschniveau in beiden Autos nur wenig höher als in den Blechdach-Pendants. Was nicht unbedingt ein Reifezeugnis für die große Fahrt bedeutet, denn abgesehen von ihrer Zusatzbegabung sind beide echte Kleinwagen mit durchwachsenen Talenten geblieben. Kurioserweise liegt der Smart mit seinem Heckmotor, knappen Abmessungen und ausgeprägter Wendigkeit technisch näher am Ur-500 als der neue Fiat 500, der mit Frontantrieb, Quermotor und 3,55 Meter Länge die moderne Mini-Schule vertritt. Die konsequente Kürze und Zweisitzigkeit bringen dem Smart Fortwo Cabrio zwar Vorteile in engen Städten und Gassen, kosten aber neben Innen- und Kofferraum vor allem Komfort.

Smart Fortwo Cabrio: ESP serienmäßig, Servolenkung nur gegen Aufpreis

Denn sobald es über Landstraßen oder Autobahnen geht, setzt es trotz der bequemen, erwachsenen Sitze Hiebe von der sehr straffen und stößigen Federung - ein notwendiger Tribut an den kurzen Radstand und den hohen Schwerpunkt. Deshalb ist auch ESP serienmäßig an Bord - und häufig im Einsatz, sobald der Hecktriebler zügig ums Eck fegen soll. Das mag er nämlich nicht und wehrt sich mit starkem Untersteuern und rigorosen Bremseingriffen. Zudem erfordern die indirekte Lenkung (Servo nur gegen Aufpreis), die starke Seitenwindempfindlichkeit und die geringe Spurstabilität eine erhöhte Konzentration am Steuer.

Für den Fiat 500 C ist das Stabilitätsprogramm empfehlenswert

Seinem ganzen Wesen nach wirkt der Fiat 500 C viel sanftmütiger, ein bisschen wolkig und verträumt gar. Erst wenn ihn grobe Pisten oder Fahrer aus seiner Lethargie wecken, fängt er hektisch an zu schaukeln und kommt aus dem Takt. Da die gefühllose, aus der Mittellage giftig ansprechende Servolenkung schon mal zu Überreaktionen verleitet, sollte man trotz prinzipiell gutmütiger Fahreigenschaften nicht auf das optionale Stabilitätsprogramm (350 Euro) verzichten. An der schwachen Bremsverzögerung speziell auf unterschiedlich griffiger Fahrbahn ändert die Elektronik jedoch nichts.

Fiat 500 C: Der Testverbrauch lag bei 7,2 L/100 km

Nur gut, dass weder das Handling noch die Motoren zu Temperamentsausbrüchen animieren. Immerhin gehört der 1,2-Liter-Vierzylinder im 500-Bug auch akustisch zu den Zahmen, erlaubt dank kurzer Übersetzung bei eifriger Betätigung der griffgünstigen Fünfgang-Schaltung ein lockeres Mitschwimmen im Verkehr. Besondere Genügsamkeit gehört dabei nicht zu seinen Tugenden - im Testmittel waren 7,2 Liter pro 100 Kilometer fällig. Der fast 200 Kilogramm leichtere Smart weckt natürlich höhere Erwartungen, zumal die kleinen Benziner neuerdings frei Haus ein Start-Stopp-System mitbringen. Doch der drehfreudig-heisere Einliter-Dreizylinder muss sich oft anstrengen, um mithalten und die langen Schaltpausen des automatisierten Fünfganggetriebes wettmachen zu können.

Der Smart Fortwo ist kein Sparmobil

So liegt nur der Minimalverbrauch (4,7 L/100 km) in der Nähe des Normzyklus, der Mittelwert (6,6 Liter) deutlich darüber. Als Sparmobil wäre der Smart Fortwo freilich schon wegen der deftigen Preise ein Fehlkauf, während ihn das Faltdach zumindest bei schönem Wetter zum Spaßmobil erhebt. Dass dies dem Fiat 500 C selbst mit geschlossenem Verdeck meist besser gelingt, ist vielleicht das stärkste Argument für den kleinen Italiener. Aber der klare Vorsprung in fast allen Kapiteln zeigt, dass er seinen Sympathiebonus mit ganz pragmatischen Eigenschaften zu unterfüttern versteht, die selbst dann noch Bestand haben, wenn der Reiz des Flüchtigen schon längst vergangen ist.

Basisdaten
Marke Smart Fiat
Modell fortwo Cabrio micro hybrid drive 500 1.2 8V Start Stop
Baujahr 01/2008 12/2007
Grundpreis 15.800 Euro 13.200 Euro
Motorbauart Reihenmotor Reihenmotor
Zylinderzahl 3 4
Hubraum 999 cm³ 1242 cm³
Leistung 71 PS (52 kW) bei 5800 U/min 69 PS (51 kW) bei 5500 U/min
max. Drehmoment 92 Nm bei 4500 U/min 102 Nm bei 3000 U/min
Schadstoffeinstufung Euro 5 Euro 5
CO2-Ausstoß 106 g/km 113 g/km
Schaltung automatisch vollsynchronisiert
Gänge 5 5
Marke Conti EcoContact3 Dunlop SP Sport 01
Reifen (vorn) 155/60 R 15 T 185/55 R 15 V
Rädergröße (vorn) 4 1/2 J x 15 6 J x 15
Reifen (hinten) 175/55 R 15 T 185/55 R 15 V
Rädergröße (hinten) 5 1/2 J x 15 6 J x 15
Wertungen

1. Fiat 500 C

418 Punkte von 650 Punkten

Durch sein Faltdach hat der Fiat 500 C nochmals an Charme und Vielseitigkeit
gewonnen, als Viersitzer bietet er zudem mehr Platz. Sein Vorderradantrieb
samt längerem Radstand wirkt sich sowohl auf den Komfort wie die Fahreigenschaften positiv aus. Der Basismotor ist aber weder kräftig noch sparsam, die Bremsen sind schwach.

2. Smart Fortwo Cabrio

385 Punkte von 650 Punkten

Als Spezialist für enge Gassen und Parklücken kann sich der Fortwo gegen
den Generalisten nur bei Umwelt, Sicherheit und Verbrauch behaupten.
Das Cabrio macht es aber leichter, sich mit dem dürftigen Federungskomfort und
der unbefriedigenden Motor-Getriebe-Einheit zu arrangieren.

Autor: Bernd Stegemann
Fiat 500 Cabrio: Welcher ist schöner - alt oder neu?


Intensos | 28.02.2010, 15:10 Uhr

Unter dem Punkt Kosten werden für dem Fiat 500C 87,75 Euro Steuern angegeben. Dies ist falsch der Wagen kostet genau 26 Euro Steuern.

Doctor Snuggles | 16.02.2010, 19:25 Uhr

@mobilitätszukunft: na dann viel Spaß mit dem Smart beim Verstauen der ganzen SAchen für einen Männerabend....Männerauto, dass ich nicht lache. Setz einen zweiten Mann rein, und du hast ein Gaymobil... Der Smart ist eine Krankheit, da gibt es nichts zu verstehen. Ich habe den Vorgänger im Dauerlauf für Smart zigtausende Kilometer gefahren. Es ist einfach lächerlich, mit welchem Riesenaufwand dieses seltsame Konzept "perfektioniert" wird. Die Japaner machen schon seit x Jahren vor, wie kleine, vollwertige Stadtfahrzeuge auszusehen haben. Von alten deutschen (zB Goggomobil) oder italienischen Fahrzeugen (Ur-500er Fiat) mal ganz zu schweigen... Der Smart ist alles, nur nicht etwas aus der "zukünftigen Zeit".

mobilitätszukunft | 15.02.2010, 16:01 Uhr

Der Fiat 500 ist ein absolutes Frauenauto!!
Als Mann möchte ich damit keine 100 Meter durch die City fahren.

Einen Smart Fortwo muss man zuerst im Kopf verstehen.
Er läßt sich nicht mit üblichen Autos "vergleichen". Er vereint, wie der Autor richtig bemerkt,
die eigentlichen Attribute der vergangenen und zukünftigen Zeit. Weniger wird wieder mehr!

Einen Smart Fortwo kauft man nur als CDI mit 3,5 Litern Praxisverbrauch und bringt etwas mehr Zeit mit.

Und... der Smart Fortwo ist ein Männerauto!!

Grüße

Bruddler | 15.02.2010, 03:48 Uhr

Fuer mich ist der FIAT 500 C der Favorit schlechthin. Der Smart glaenzt mit einem abgrundtief haesslichen Design, gepaart mit lautem Rasenmaehermotoerchen und einem Getriebe , das schlechtweg eine Zumutung ist ( uebrigens schon mehrfach mit soner Plastekiste gefahren ).

Rieger Rudi | 06.12.2009, 13:19 Uhr

Nicht über den Smart schimpfen !

Bei einer Körpergrösse von188 cm und Schuhgrösse 46 bleibt dem Autofahrer nur der Fahrsapß mit dem Smart. Da bleibt immer noch genügend Kopffreiheit!
Welcher Erwachseneoder grosserer Mensch will auch im Fiat hinten mitfahren ?
Der Smart ist halt ein Spaßflitzer für 2 Personen, auch wenn man(n) oder Frau erst nach einiger Zeit das schalten mit dem eigenwilligen Getriebe hraus hat .

Klar der Verbrauch ist hoch, aber der Fahrspass ist auch durch die hohe Sitzposition wesentlich besser als beim Fiat.

Fazit: Ausprobieren !

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