Fit for fun: SLK 350, Z4 3.0 si und 350 Z Roadster

Drei offene Zweisitzer mit potenten Sechszylindermotoren: die jüngste Roadster-Auslese - BMW Z4 3.0 si, Mercedes SLK 350 und Nissan 350 Z - im Spaßmachervergleich.

Nicht verzagen: Der nächste Sommer kommt bestimmt, gut unterrichtete Kreise sind da ganz optimistisch. Kein Grund also für Roadster-Fans, verbittert ins Lager der Festdach-Kamarilla zu wechseln. Es wäre ein Fehler.

Der offene Zweisitzer ist nun mal die Urform des Sportwagens, und eine gleichwertige Spaßalternative muss erst noch erfunden werden. Sportliches Fahren ist immer ein Erlebnis, aber an der frischen Luft bekommt die Sache eine zusätzliche Dimension, und die ist zeitlos. Wer den Nerv dafür hat, den kann ein Coupé nicht glücklich machen. Es sei denn, das Coupé heißt SLK und ist zugleich ein Cabrio. Der Mercedes, der das versenkbare Blechdach zum Trend machte, ist nicht nur immun gegen fast alles, was die Umwelt an Gemeinheiten in petto hat, er sonnt sich zugleich in der Bestsellerposition.

Neu ist, dass ihm die Konkurrenz dort noch etwas mehr auf die Pelle rückt: BMW überarbeitet den Z4 und schenkt dem 3.0 si den wahrscheinlich weltbesten Sechszylindermotor, Nissan puscht den 350 Z zum PS-Führer im SLK 350-Segment. 301 PS zählt der japanische Roadster nun, 21 mehr als zuvor, womit er den SLK (272 PS) komfortabel abhängt. In beiden Fällen erzeugt ein 3,5-Liter- V6 die Leistung, im Nissan einer mit 60 Grad Zylinderwinkel, im Mercedes hingegen ein 90-Grad-Aggregat mit Ausgleichswelle.

Bei BMW bleibt unterdessen alles in der Reihe: Die jüngste Variante des Reihensechszylinders, jetzt mit Magnesiumgehäuse, holt aus drei Liter Hubraum 265 PS, was (auf dem Papier zumindest) nur zum dritten Sieger langt. Draußen im Leben freilich zählen die wahren Werte und nicht nur Zahlen. Temperament und Charakter sind maßgebend, einen echten Sportwagen prägt der Charme des Triebwerks. Bei modernen, radikaloptimierten Motoren aber liegt genau hier das Problem: Zu viel Perfektion, und der besondere Reiz geht flöten.

Um zu retten, was zu retten ist, investieren die Techniker folglich zunehmend in so genanntes Sound-Engineering, auf dass die PS zumindest angemessen klingen mögen.

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Wolfgang König

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