Kann man einer Großraumlimousine treffendere Namen geben als Galaxy und Espace? Wenn es darum geht, die Kernkompetenz eines Vans zum Ausdruck zu bringen, wohl kaum. Denn im Innenraum treffen galaktische Ford-Weiten auf riesige Renault-Räume. Damit diese Volumina nicht auch noch riesige Löcher ins Budget reißen, tritt der im April leicht modellgepflegte Espace mit dem 150 PS starken Zweiliter-Diesel und der brandneue Galaxy als 2.0 TDCi an, der 140 PS leistet.
Der schwächere ist in diesem Fall auch der günstigere Van, denn der Ford kostet 32 200 Euro, der Renault dagegen 2050 Euro mehr, kommt aber nur mit fünf statt der beim Galaxy immer serienmäßigen sieben Sitze. Für zwei Extra-Plätze in Reihe drei verlangt Renault 700 Euro Aufpreis. Im Preis des Franzosen ist dagegen neuerdings das Schienensystem enthalten, auf dem sich die hinteren beiden Sitzreihen bewegen und verankern lassen. Der Variabilität sind damit praktisch keine Grenzen gesetzt. So lässt sich die zweite Reihe beispielsweise zweisitzig mit besonders viel Schulterfreiheit oder dreisitzig bestuhlen. Allerdings müssen überzählige Sitze ausgebaut werden, was zwar schnell von der Hand geht, aber Stauraum voraussetzt.
Für Laternen-Parker keine ideale Situation. Der Ford-Fahrer ist nicht ganz so frei bei der Gestaltung des Innenraums. Denn die Galaxy-Sitze lassen sich zwar ebenfalls verschieben, aber nicht ausbauen oder in ihrer Anordnung variieren. Ihre Stärke liegt darin, dass sie sich leicht zusammenklappen lassen. Außerdem bieten sie den deutlich besseren Sitzkomfort, vor allem in der zweiten Reihe.
Ford Galaxy vs. Renault Espace: Raumwandler
Der neue Ford Galaxy ist da - mit Platz für sieben. In seinem ersten Doppeltest trifft er in der Version 2.0 TDCi auf die aktuelle Auflage des Urvaters aller modernen Vans, den Renault Espace 2.0 dCi.
Autor: Christian Bangemann



