Honda Stream gegen Opel Zafira: Sitze versenken

Mit ihren kompakten Abmessungen sind diese Siebensitzer nicht so unhandlich wie viele andere Großraumlimousinen. Und der Laderaum wird beim Honda Stream 1.7i ES und beim Opel Zafira 1.8 16 V durch einen intelligenten Klapp- und Versenkmechanismus sitzfrei gemacht.

Honda bläst zum Sturm auf die bürgernahen Automobil- Klassen. Mit dem Kompaktvan Stream nimmt der japanische Autohersteller dabei auch ein Segment ins Visier, das wie kaum ein anderes wachsende Zuwachsraten zu verzeichnen hat.

Eigenständig, fast coupéhaft, sportlich und agil soll der Stream sein – eine Prägung, die den neuen Siebensitzer mit der 1,7-Liter-Einstiegsmotorisierung in die Nähe des vergleichsweise fahraktiven, ebenfalls 125 PS starken Opel Zafira 1.8 16 V rückt. Und der Honda kommt, ähnlich wie der beliebte Opel, mit einer dritten Sitzreihe im Heck. Sie muss, um die volle Variabilität des Vankonzepts zu nutzen, nicht etwa mühsam aus- oder eingebaut werden, sondern kann nach Gebrauch einfach im Fahrzeugboden versenkt werden.

In der Praxis verbucht der Zafira hier aber doch einen Vorteil: Die zwei schlanken Einzelsitze in seinem Heck lassen sich getrennt klappen und verschwinden völlig reibungslos und ohne aufzutragen im Fahrzeugboden.

Im Vergleich dazu wehrt sich die dicke Sitzbank im Stream mit einem komplizierten Mechanismus gegen das Flachlegen, und obendrein kann die Bank nur an einem Stück verstaut werden. Außerdem sind die Platzverhältnisse in der dritten Stream-Sitzreihe zwar ähnlich annehmbar wie im Zafira, aber der Einstieg in den Honda ist ungleich beschwerlicher.

Mit komplett aufgestellten Sitzen taugt beider Kofferraum aber kaum noch für ernst zu nehmende Gepäckstücke – dass der Stream mit 158 Litern einen Hauch mehr Platz bietet als der Zafira, (150 Liter) fällt da kaum ins Gewicht.

Sobald die Sitze umgelegt im Fond verschwinden, wird der Zafira jedoch zum Lademeister: 600 Liter fasst der Opel hinter der zweiten Sitz- reihe. Fällt auch die, stehen üppige 1.700 Liter zur Verfügung. Die 435 respektive 1.520 Liter des Honda Stream können dagegen nicht so recht bestehen.

Mehr als mit schierer Ladekapazität kann der Stream aber in Sachen Wohlgefühl die Sympathien auf seine Seite ziehen. Er bietet ein besseres Raumgefühl. Man sitzt tiefer, dennoch ragt die Armaturentafel dem Fahrer nicht trutzig entgegen, sondern lässt mit einer sanften Schräge viel Raum.

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Johannes Riegsinger

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