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Hyundai Atos 1.0 und Opel Agila 1.0 12V Test

Zwei Stadtwagen im Vergleich

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Opel bringt frischen Wind in die Stadtwagen-Szene und stellt dem Hyundai Atos aus Korea mit dem Opel Agila die erste europäische Microvan-Alternative zur Seite. Wie schlägt sich der mit einem Vierzylindermotor bestückte Atos gegen den dreizylindrigen Agila?

02.04.2000

Dem bisherigen Platzhirsch Atos ist durch den in Polen produzierten Agila frische Konkurrenz erwachsen. Er erweitert das schnell wachsende Marktsegment der kleinen, preisgünstigen Microvans um die erste europäische Komponente.

Bei dem in Koproduktion mit Suzuki entstandenen Agila stammen die beiden Motoren (Einliter-Dreizylinder mit 58 PS und 1,2-Liter-Vierzylinder mit 75 PS) sowie die elektrische Servolenkung vom Opel Corsa – Karosserie und Raumkonzept des 3,50 Meter langen und 1,66 Meter hohen Agila steuert Suzuki bei, wo der Microvan als Wagon R+ antritt.

In Länge und Höhe sind die beiden nahezu identisch. Allein in der Breite übertrifft der Opel seinen Rivalen um 12,5 Zentimeter. Dies sichert den Agila-Insassen vor allem mehr Ellenbogenfreiheit vorn wie hinten, aber auch um die Beinfreiheit ist es in dem Opel besser bestellt. Dafür entschädigt der Atos mit einem geringfügig größeren Gepäckvolumen (263 gegenüber 240 Liter), das sich nach Umklappen der Rückbank auf 1084 Liter steigern lässt. Stattliche 1250 Liter lassen sich im Agila-Rückraum bunkern, bei dem eine spezielle Kinematik dafür sorgt, dass sich die Sitzfläche nach dem Umklappen der mittig geteilten Rückbank so absenken lässt, dass ein ebener Laderaum entsteht.

Da beide nur mit dem Nötigsten ausstaffiert sind, lassen sie sich einfach und problemlos bedienen. Die Verarbeitungsqualität hinterlässt beim Agila einen besseren Eindruck. Beim Atos fallen besonders die hohen Windgeräusche auf, aber auch die Sitzflächen machen einen kleinwagenmäßigen Eindruck.

Da der Einliter-Dreizylindermotor im Agila rau und weniger vibrationsarm als sein vierzylindriger Rivale arbeitet und zudem zum Ruckeln neigt, kann der Atos hier den Punkterückstand etwas verkleinern. Zugute kommt dem Hyundai-Triebwerk, dass es den 100 Kilogramm leichteren Atos bewegen muss. Dies beschert ihm zwei Sekunden Vorsprung bei der Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 und bessere Elastizitätswerte.

Hinzu addiert sich ein Verbrauchsvorteil für den Atos, der im Schnitt 7,4 Liter Normalbenzin pro 100 Kilometer konsumierte und den auf Superbenzin angewiesenen Agila damit um knapp einen halben Liter unterbieten kann. Für den Agila spricht die günstigere Schadstoff-Einstufung – Euro 4 gegenüber D3 beim Atos.

Zwar tritt der hoch aufgeschossene Koreaner mit Servolenkung, elektrischen Fensterhebern vorn und Zentralverriegelung an, doch gibt es von Haus aus keinen Drehzahlmesser, und das Antiblockiersystem kostet beim Atos GLS 370 Euro extra. In Länge und Höhe sind die beiden hingegen nahezu identisch. Allein in der Breite übertrifft der Opel seinen Rivalen um 12,5 Zentimeter. Dies sichert den Agila-Insassen vor allem mehr Ellenbogenfreiheit vorn wie hinten, aber auch um die Beinfreiheit ist es in dem Opel besser bestellt.

Dafür entschädigt der Atos mit einem geringfügig größeren Gepäckvolumen (263 gegenüber 240 Liter), das sich nach Umklappen der Rückbank auf 1.084 Liter steigern lässt. Stattliche 1.250 Liter lassen sich im Agila-Rückraum bunkern, bei dem eine spezielle Kinematik dafür sorgt, dass sich die Sitzfläche nach dem Umklappen der mittig geteilten Rückbank so absenken lässt, dass ein ebener Laderaum entsteht. Da beide nur mit dem Nö-tigsten ausstaffiert sind, lassen sie sich einfach und problemlos bedienen. Die Verarbeitungsqualität hinterlässt hingegen beim Agila einen besseren Eindruck. Beim Atos fallen besonders die hohen Windgeräusche auf, aber auch die Sitzflächen machen einen kleinwagenmäßigeren Eindruck. Da der Einliter-Dreizylindermotor im Agila rau und weniger vibrationsarm als sein vierzylindriger Rivale arbeitet und zudem zum Ruckeln neigt, kann der Atos hier den Punkterückstand etwas verkleinern.

Zugute kommt dem Hyundai-Triebwerk, dass es den 100 Kilogramm leichteren Atos bewegen muss. Dies beschert ihm zwei Sekunden Vorsprung bei der Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 und bessere Elastizitätswerte. Hinzu addiert sich ein Verbrauchsvorteil für den Atos, der im Schnitt 7,4 Liter Normalbenzin pro 100 Kilometer konsumierte und den auf Super-benzin angewiesenen Agila damit um knapp einen halben Liter unterbieten kann. Was für den Agila spricht, das ist die günstigere Schadstoff-Einstufung – Euro 4 gegenüber D3 beim Atos. Andere Schwachstellen hat Hyundai hingegen beseitigt.

Vor zwei Jahren leistete sich der Atos bei Fahrversuchen von auto motor und sport „gravierende Schwächen“ (Heft 13/98). Er ähnelte damals beim VDA-Ausweichtest der Mercedes A-Klasse der ersten Stunde – die kurveninneren Räder hoben gefährlich ab, was im Extremfall zum Kippen führen konnte. Hyundai reagierte und ließ verschiedene Fahrwerksänderungen in die Serie einfließen (siehe Seite 256). Bei den neuerlichen Fahrversuchen war die Kippgefahr gebannt – der heftig untersteuernde Atos behielt mit allen vier Rädern stets Bodenkontakt. Besser zog sich der Opel Agila aus der Affäre, der im Slalomkurs und auf kurvenreichen Landstraßen untermauerte, dass kurzer Radstand, hoher Schwerpunkt und schmale Spur nicht zwangsläufig zur Instabilität führen müssen.

Abzüge hagelte es für den auf 13-Zoll-Rädern rollenden Atos auch für die Traktionseigenschaften, um die es speziell bei Nässe schlecht bestellt ist. Die Lenkung arbeitet beim Agila zwar schwergängiger, wartet dafür aber im Vergleich mit der um die Mitte wenig gefühlvollen Atos-Lenkung mit besserer Exaktheit auf. Außerdem neigt der Hyundai auf Autobahn-Querfugen zum kräftigen Stuckern sowie auf langen Bodenwellen zu starken Vertikalbewegungen. Mittelmaß lieferten beide bei den Bremsversuchen mit allenfalls ausreichenden Verzögerungswerten ab.

Der Hyundai bietet die schlechtere Kaltverzögerung, und die Bremsen des Opel lassen nach mehrmaliger Betätigung deutlich nach. Schlussendlich kann der modernere Agila wegen seiner insgesamt deutlich besseren Eigenschaften einen klaren Sieg herausfahren. Seine Karosserie wirkt hochwertiger und weniger klapprig, Fahrkomfort und Fahrverhalten fallen ebenfalls überzeugender aus. Dem rund 1000 Euro billigeren Atos hilft es am Ende auch nur wenig, dass er den besseren Motor und die günstigere Kostenbilanz ins Feld führen kann. Dafür sorgt neben den geringfügig niedrigeren Festkosten und Kraftstoffkos-ten der Umstand, dass der Hyundai mit einer Dreijahresgarantie ausgestattet ist – auf Grund des großen Rückstands in der Eigenschaftswertung bringt ihn das aber nicht mehr entscheidend weiter nach vorn.

Technische Daten
Opel Agila 1.0 12VHyundai Atos
Grundpreis11.790 €9.709 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe3500 x 1620 x 1695 mm3495 x 1495 x 1615 mm
KofferraumvolumenVDA240 bis 1250 L263 bis 1084 L
Hubraum / Motor973 cm³ / 3-Zylinder999 cm³ / 4-Zylinder
Leistung43 kW / 58 PS (85 Nm)40 kW / 55 PS (82 Nm)
Höchstgeschwindigkeit142 km/h142 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h18,0 s15,1 s
Verbrauch6,3 L/100 km6,4 L/100 km
Testverbrauch7,8 L/100 km7,4 L/100 km
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