Die schönste Erkenntnis gleich zu Anfang: Geld ist doch nicht alles. Sonst könnte es Typen wie den Citroën C6, den Chrysler 300C oder den Lexus GS 300 gar nicht geben.
Das Studium ihrer Preislisten zeigt, dass sich mit vergleichbarem Kapitaleinsatz auch ein BMW 530i oder Mercedes E 280 anschaffen ließe – mit weniger umfangreicher Grundausstattung, aber serienmäßiger „Ich-habe-alles-im-Leben-richtig-gemacht“- Aura und ungleich besseren Chancen beim Wiederverkauf. Die zweitschönste Erkenntnis: Es gibt sie noch, die gut situierten Neuwagen- Käufer, denen das vollkommen gleichgültig ist. Sie kaufen ihre feine Limousine für das Hier und Jetzt, nicht für die spätere Trennung. Das Emblem ist ihnen oft weniger wichtig als das Anderssein. Hauptsache Charakter.
Um so reizvoller, dass er sich bei allen drei Nischentypen auf völlig unterschiedliche Weise bemerkbar macht. Und wenn doch auch der Preis zählt? Dann zoomt sich vor allem der Chrysler mit seinem Einstiegs-Tarif von 37 800 Euro in die Überlegungen – leichte Ernüchterung beim Studium der Ausstattungsliste inklusive. Denn Lederpolster, DVD-Navigation und CDWechsler kosten zusammen über 4000 Euro extra. Doch im Vergleich zu Citroën und Lexus ist er immer noch ein Sonderangebot.
Für jeweils 51 900 Euro prunken die allerdings hier mit den höchsten Ausstattungs-Levels und lassen tatsächlich kaum Extrawünsche offen. Das gilt speziell für den Lexus, der Goodies wie Heckkamera und Sitzbelüftung aufpreisfrei an Bord hat.
Der C6 kontert mit einer Drei-Zonen- Klimatisierung und dem Spurwechsel- Assistenten. Außerdem gibt es ihn, für 1300 Euro extra, mit elektrisch verstellbaren hinteren Einzelsitzen: Das sichert dem Citroën ein dickes Komfort- Plus, nimmt ihm aber praktisches Talent, weil sich die Rückbanklehnen damit nicht mehr umklappen lassen.




