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Ford Focus Turnier, Kuga, Mondeo Turnier

Lohnt der Aufstieg vom Focus?

Ford Focus, Ford Mondeo, Ford Kuga, Frontansicht Foto: Achim Hartmann 10 Bilder

Wer einen geräumigen und bequemen Ford sucht, hat die Wahl zwischen den Kombis von Focus und Mondeo sowie dem Kuga. Dirk Gulde rät zur Bescheidenheit.

15.10.2015 Dirk Gulde Powered by

Ob sich der Aufstieg vom Focus Turnier lohnt? Wechselwillige Ford-Interessenten kontern gleich mit einer Gegenfrage: Horizontal oder vertikal? Neben dem ähnlich langen, aber 20 Zentimeter höheren Kuga lockt Ford nämlich auch mit der Kombi-Version des praktisch gleich hohen, aber rund 30 Zentimeter längeren Mondeo.

Starten wir doch wie im richtigen Leben und machen erst mal Kassensturz: Mit dem durchzugskräftigen Zweiliter-Diesel und 150 PS kostet der Focus Turnier mindestens 26.760 Euro und damit 1.640 Euro weniger als der Kuga. Und das, obwohl wir beim SUV auf Allradantrieb verzichten und den Kuga zur besseren Vergleichbarkeit als Fronttriebler wählen. Diese Differenz erhöht sich beim Blick auf die Serienausstattung weiter: Während der Kuga in Basisvariante Trend an den Start geht, kombiniert Ford den zweitstärksten Diesel im Focus schon mit der Business-Edition, die unter anderem Parkpiepser und ein Navi mit großem Acht-Zoll-Monitor umfasst. Der Mondeo Trend kostet als 150-PS-Diesel 4.190 Euro mehr, ohne an die Ausstattung des Business-Focus heranzukommen.

Ford Focus Turnier überzeugt mit üppigem Raumangebot

Neben der großzügigen Ausstattung überzeugt der Focus auch mit seinem üppigen Raumangebot. Als Fünfsitzer schluckt er 490 Liter Gepäck, wird die Rückbank umgeklappt, stehen 1.516 Liter und eine nahezu ebene Ladefläche zur Verfügung. Ähnlich luftig bringt der Kompaktkombi Passagiere unter und beeindruckt hinten mit der größten Kopffreiheit im Vergleich. Drei Erwachsenen wird die Bank jedoch auf Dauer zu schmal.

Den besten Platz finden Focus-Insassen ohnehin links vorn. Seit jeher gehört der Kompakte zu den quirligsten Vertretern seiner Klasse, beim Facelift im letzten Sommer wurde das Handling sogar weiter verfeinert. Dank direkt übersetzter Lenkung stürzt sich der Focus freudig auf Kurven, die er neutral und sicher durchpflügt. Seine kompaktere Karosserie und der spürbar kleinere Wendekreis machen ihn in der Stadt handlich. Darüber hinaus hat der wuchtige Diesel am Focus nicht schwer zu schleppen und befriedigt sogar sportliche Ambitionen.

Ford Mondeo setzt auf Hochwertigkeit

Mit seinen 370 Nm sorgt der Vierzylinder im Mondeo ebenfalls für souveränen, wenn auch nicht ganz so vehementen Vortrieb. Überhaupt wirkt der Mittelklasse-Kombi etwas behäbiger, was nicht nur am höheren Gewicht, sondern auch an der distanzierteren Lenkung liegt.
Immerhin federt er etwas sanfter und überzeugt mit den edleren Materialien. Wo die Fond-Türverkleidungen beim Focus aus Hartplastik bestehen, schmeicheln im Mondeo weiche Oberflächen den Fingern. Edelstahleinlagen auf der Ladekante und optionale Digitalinstrumente zeigen ebenfalls, dass der Mondeo einer höheren Klasse angehört.

Sein Platzangebot tut dies jedoch nur bedingt. Als Fünfsitzer schluckt er mit seinen 525 Litern gerade einmal 35 Liter mehr als der Focus, bei umgeklappter Rückbank sind es 1.630 Liter oder acht Prozent mehr. Für einen knapp 4,90 Meter langen Kombi ist das nicht gerade riesig. Zudem will Gepäck über eine voluminöse Heckschürze gehoben werden.

Ford Kuga mit klassischem SUV-Feeling

Bei umgeklappter Rückbank fasst sogar der kürzere Kuga mehr Gepäck, das sich dank unzerklüftetem Kofferraum und weit nach oben schwenkender Heckklappe leicht einladen lässt. Mitfahrer freuen sich zudem über die neigungsjustierbare Rückbank und einen bequemen Einstieg wegen der hohen Karosserie. Die 20 Extra-Zentimeter in der Höhe bescheren dem Kuga-Fahrer zudem ein sicheres Gefühl, da sich unübersichtliche Kreuzungen oder Fußgänger, die zwischen parkenden Autos auf die Straße treten, früher erfassen lassen. Dass der hohe Schwerpunkt zulasten der Agilität geht, verzeiht man dem entspannten, gut gedämmten und kommod gefederten Kuga daher gern.

Beim Infotainment-System fällt das Verzeihen schwerer: Schon die Suche nach Radiosendern wird zum Geduldsspiel, der winzige Navi-Bildschirm ist schlicht eine Zumutung. Das anfangs auch im Focus verbaute System wurde dort beim Facelift durch das modernere Infotainment Sync 2 mit Acht-Zoll-Touchscreen ersetzt.

Nicht nur deshalb geht meine Empfehlung an den Focus. Er bringt zum geringsten Preis die beste Ausstattung mit und liegt bei Verbrauch sowie Versicherung vorn (Vollkasko Typklasse 18 statt 22 bzw. 23). Zudem bietet er genug Platz für die meisten Lebenslagen und ein quirliges Temperament. Horizontal oder vertikal ist ihm also ganz egal.

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