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Mazda 626 2.0 Turbodiesel, Opel Vectra 2.0 DTI 16 V, Peugeot 406 2.0 HDi, VW Passat 1.9 TDI

Der Fortschritt schreitet bei den Dieselmotoren rasant voran. Eine Standortbestimmung mit Mazda 626 Turbodiesel, Opel Vectra 2.0 DTI, Peugeot 406 2.0 Hdi und VW Passat TDI. Auch in der Mittelklasse ist nichts mehr, wie es war.

02.04.2003

In der Mittelklasse ist der Dieselmotor – sparsamste aller Antriebsmaschinen, Feind der Verschwendung und Techniküberraschung der Neunziger – aus Tradition zu Hause.

Hier feierte er im Auto einst seine Urständ, hier wurde er groß und stark, und hier läßt er sich nach wie vor am besten verkaufen. Auch beim technischen Fortschritt steht die Mittelklasse in vorderster Front, wie die hier versammelte Auslese vorführt. Die Pumpe-Düse-Einspritzung gibt es vorläufig nur im VW Passat TDI, aber auch die Common Rail-Technologie seines Konkurrenten Peugeot 406 HDi ist noch taufrisch. Außerdem am Start: der Mazda 626 Turbodiesel und der frisch geliftete Opel Vectra 2.0 DTI, beide injektionstechnisch nicht der allerletzte Schrei, aber als direkteinspritzende Vierventil-Diesel noch immer vorzeigbar (siehe Kasten auf Seite 40).

Alle vier gehören zur klassischen Brot-und- Butter-Fraktion in der Mittelklasse, was sich in den Preisen niederschlägt. Schon 39 190 Mark berechtigen zum Erwerb des Mazda, noch dazu in der gehobenen „Exclusive“-Ausstattung, bescheidene 40 270 Mark genügen für einen Opel Vectra inklusive „Comfort“-Paket. Auch der Peugeot, der in Kürze eine leichte Überarbeitung erfahren wird (siehe Seite 9), ist mit 40 400 Mark für die ST-Version kaum teurer. Vergleichsweise gepfeffert ist dagegen der Preis des Passat. Mit dem neuen TDI-Motor und in der gern verlangten „Trendline“- Version kostet er wie getestet mindestens 45 050 Mark. Selbst für die nackte Basis sind noch 43 500 Mark fällig. Auf der Habenseite steht in jedem der vorliegenden Fälle eine vollwertige, vier- bis fünfsitzige und ordentlich motorisierte Stufenhecklimousine.

Dreistellige PS-Zahlen sollten für moderne Dieselmotoren der Zweiliterklasse keine Kunst sein – Mazda und Opel schaffen diese Hürde knapp (100 PS und 101 PS), der Peugeot bequem (109 PS) und der VW locker (115 PS). Allerdings ist die Paradedisziplin hier nicht die Leistung, sondern, wie Kenner wissen, das Drehmoment. Bei Turbodieselmotoren fällt dessen meist üppiger Maximalwert schon bei Drehzahlen von weniger als 2000/min an, was den Eindruck souveräner Kraftentfaltung hervorruft. Besonders eindrucksvoll führen das Peugeot und VW vor: Bei nur 1750/min stemmt der 406- Diesel respektable 250 Newtonmeter, gar 285 bringt der VWMotor auf die Kurbelwelle (bei 1900/min). Dagegen nimmt sich die Ausbeute bei Mazda und Opel (220 und 205 Newtonmeter) recht bescheiden aus. Zumindest beim Opel entspricht das auch dem Fahreindruck: Im Drehzahlkeller, wo bei den Artgenossen der Hammer hängt, wirkt der Opel- Vierventiler müde und schlapp. Munterer wird er erst in Drehzahlsphären, auf die ein strammer Turbodiesel üblicherweise verzichten kann. Da erfüllt der unten herum weniger zaghafte Mazda-Antrieb schon eher die Erwartungen, während der Peugeot seine überlegene Papierform in der Praxis nicht einzulösen vermag. Er zieht zwar gleichmäßig durch, wirkt aber insgesamt vergleichsweise schwächlich. Was geht, zeigt der VWMotor.

Fazit

1. VW Passat TDI
601 Punkte

Der kernig nagelnde Passat ist ein echter Power-Diesel. Auch im Verbrauch setzt er Maßstäbe. Weitere Vorzüge sind das großzügige Raumangebot, der gute Komfort, die sicheren Fahreigenschaften und die gediegene Verarbeitung. Das rechtfertigt dann auch den höheren Preis.

2. Peugeot 406 2.0 HDI
577 Punkte

Sein neuer Common Rail-Diesel ist kultiviert, wirkt aber etwas kraftlos. Auch im Verbrauch ist er nur Durchschnitt. Ansonsten hat der Peugeot viel zu bieten: Er ist sehr handlich, geräumig und bietet viel Komfort. Lobenswert auch die gute Serienausstattung.

3. Opel Vectra 2.0 DTI
568 Punkte

Seine Schwächen konnte auch die Überarbeitung nicht ausräumen. Raumangebot, Lenkverhalten und Federungskomfort können im Vergleich nicht überzeugen. Der Dieselmotor ist kultiviert, aber schlapp. Seine Vorteile: hohe Fahrsicherheit, niedrige Kosten.

4. Mazda 626 Turbod.
563 Punkte

Trotz High Tech ein Diesel alter Schule: rauh, aber herzlich. Abgesehen vom Preis und der guten Ausstattung spricht wenig für den Mazda: Er ist laut, hart gefedert und relativ unhandlich. Weitere Nachteile: tristes Innenraumambiente, teure Versicherung.

Technische Daten
Opel Vectra 2.0 DTI 16VPeugeot 406 HDiMazda 626 TurbodieselVW Passat TDI
Grundpreis21.068 €20.963 €20.191 €24.300 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4495 x 1707 x 1425 mm4555 x 1764 x 1396 mm4575 x 1710 x 1430 mm4675 x 1740 x 1459 mm
KofferraumvolumenVDA500 bis 1240 L430 L502 L475 bis 745 L
Hubraum / Motor1995 cm³ / 4-Zylinder1997 cm³ / 4-Zylinder1998 cm³ / 4-Zylinder1896 cm³ / 4-Zylinder
Leistung74 kW / 101 PS (205 Nm)80 kW / 109 PS (250 Nm)74 kW / 100 PS (220 Nm)85 kW / 115 PS (285 Nm)
Höchstgeschwindigkeit195 km/h191 km/h185 km/h200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h13,0 s11,2 s11,5 s10,7 s
Verbrauch5,9 L/100 km5,5 L/100 km5,2 L/100 km5,3 L/100 km
Testverbrauch7,2 L/100 km7,7 L/100 km7,1 L/100 km6,4 L/100 km
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