Seine vorgesehene Flughöhe hat das deutsch-amerikanische Space-Shuttle bisher nicht erreicht. Mit serienmäßigem Allradantrieb, sechs Einzelsitzen in drei Reihen und starken Motoren dümpelte die teure R-Klasse jahrelang vor sich hin. Jetzt soll ihr eine abgespeckte Basisversion mit Hinterradantrieb, klassischer Fünfsitzer-Konfiguration und 231 PS starkem Dreiliter-V6-Benziner neuen Auftrieb verschaffen - zum Einstiegspreis von 47.481 Euro. Zumal ein solcher R 280 mehr hermacht als der identisch motorisierte E 280 T aus gleichem Haus, aber billiger ist. Schon die Basisversion Classic kostet inklusive der optionalen Siebengang- Automatik (2.261 Euro) - serienmäßig beim R 280 - 48.136 Euro.
Die getestete E-Klasse Avantgarde-Variante mit Bi-Xenonlicht, 17-Zoll-Alurädern und 80- statt 70-Liter-Tank kommt auf 51.497 Euro. Auch die Luftfederung an der Hinterachse mit automatischer Niveauregulierung ist beim E-Kombi serienmäßig. Wer das vergleichbare System mit kombinierter Stahl-Luft-Federung - bisher Standard bei der R-Klasse - im R 280 haben will, muss gezwungenermaßen zum 5+2-Sitzer greifen, wo es im Aufpreis von 2.618 Euro enthalten ist. Oder man ordert für den Fünfsitzer gleich das komplette Airmatic-Paket für alle vier Räder inklusive variabler Dämpfer zum Preis von rund 1.970 Euro. Bei der E-Klasse schlägt das mit 1.244 Euro zu Buche.
Mercedes E 280 vs. R 280: Klassen-Kampf
Als Fünfsitzer ohne Allradantrieb konkurriert der Mercedes R 280 mit dem E 280 T. Wer hat mehr Klasse - der Kombi aus Deutschland oder die Großraum-Limousine aus Amerika?
Autor: Hermann-Josef Stappen
Welcher Mercedes kommt bei Ihnen besser an?



