Ach, das große Gestern. Die Legenden aus dem London der Sechziger, Twiggy hinter dem dürren Lenkradkranz des Ur-Mini und Paddy Hopkirk im Clinch um den Monte-Sieg, das klingt natürlich klasse und ganz anders als der synthetische Name des Konkurrenten.
Suzuki Swift, war das nicht der etwas verhärmte, aber gut ausgestattete Achtziger-Jahre- Kleinwagen, der jungen Pragmatikerinnen gerne zum Abi gereicht wurde? Meist war er weiß lackiert, und die spannenderen Mädels fuhren Mini. Klingt schon weniger prickelnd. Aber ist das überhaupt ein Vergleich?
Immerhin geht der Mini-Kult ins Geld: Selbst die Basisversion Mini One kostet 15 100 Euro, aber netter ist natürlich der Upgrade zum Verwöhnpaket namens Seven – macht noch mal 1800 Euro. Für einen Kleinwagen ist er dann sehr ordentlich ausgestattet, mit Metallic-Lack, Klimaanlage und Alurädern.
Nein, zusätzlichen Fußraum hinten gibt es für kein Geld der Welt. Aber gerade Unvernunft macht bekanntlich Spaß. Auch die neueste Swift-Generation will kein dröger Discount-Kleinwagen mehr sein, sondern – so behauptet Suzuki – ein „Stadtsportwagen“. Vor allem aber ein modischer Typ, der die Reizarmut früherer Generationen abgelegt hat. Er könnte – bis hin zu den schwarzen A-Säulen – der größere Bruder des Mini sein, weniger retro und dafür etwas familientauglicher. Nebenbei ist er noch viel billiger.
Die Preisliste beginnt bei 9990 Euro für den betont asketisch ausgestatteten Basistyp Classic. Das nächstbessere Paket heißt Club und kostet 1000 Euro mehr. Macht immer noch fast 6000 Euro Unterschied – genug, um noch einen tadellosen Original-Mini aus den Sechzigern in die Garage zu stellen. Für den endgültigen Cool-Faktor.






