Nissan Note, Ford Fusion, Opel Meriva: In Hoch-Form

Mit dem neuen Note möchte Nissan bei den Hochdach-Kleinwagen mitmischen, die bei Familien immer beliebter werden. Ist er so gut in Form wie Ford Fusion und Opel Meriva?

Was haben Frankfurt, Tokio und New York mit Ford Fusion, Opel Meriva und dem neuen Nissan Note gemeinsam? Ganz einfach: Um mehr Platz zu schaffen, wird in die Höhe gebaut. Wolkenkratzer sind die drei kleinen Vans zwar keine, aber mit Höhen zwischen 1,51 und 1,62 Meter überragen sie die Kleinwagen, auf denen sie basieren, doch um einige Zentimeter.

Während Fiesta, Corsa und Micra als Familienauto oft an die Grenzen ihrer Transportkapazität für Mensch und Material stoßen, können deren Hochdach-Versionen durchaus die Rolle des Erstwagens spielen. Dann darf es auch antriebsseitig gerne etwas mehr sein. Zwischen 100 und 110 PS leisten die jeweils 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotoren der Testkandidaten. Auf den ersten Blick am teuersten ist der Note, der in der gehobenen Tekna-Ausstattung das Familien- Budget mit 18 740 Euro belastet. Im Preis enthalten sind schon feine Zutaten wie Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Radio mit CD-Wechsler, Teil- Lederausstattung, Bordcomputer, Multifunktionslenkrad, 16-Zoll-Aluräder, Nebelscheinwerfer, elektrische Fensterheber vorn und hinten sowie im Gegensatz zum Einzeltest-Auto (Heft 8/2006) ESP. Beim nur 16 115 Euro teuren Ford Fusion in der Fun-Ausstattung müssen die Fenster auf allen Plätzen von Hand runtergekurbelt werden.

Immerhin sind manuelle Klimaanlage, Zentralverriegelung sowie Radio mit antiquiertem Cassetten-Laufwerk an Bord. Das ESP kostet 495 Euro extra. Das ist beim Meriva Edition für 17 420 Euro ebenso serienmäßig wie elektrische Fensterheber vorne, elektrisch verstellbare Spiegel und eine Klimaanlage. Außerdem verfügt das im Preis enthaltene Radio über ein zeitgemäßes CD-Laufwerk, das auch MP3-Scheiben abspielt. Gleichstand herrscht dann unter dem Strich wieder bei den Innenmaßen, wenn auch mit unterschiedlicher Ausprägung. Der Fusion ist am breitesten, bietet dafür aber etwas weniger Kopffreiheit als Meriva und Note. Das Platzangebot für die Fondpassagiere wiederum ist bei Opel und Ford vergleichbar, die freilich in dieser Disziplin locker vom Nissan geschlagen werden, der klar darüber rangiert. Zudem ist das subjektive Raumgefühl in ihm deutlich luftiger als im Meriva, bei dem der obere Türrahmen durch das seitlich eingezogene Dach nur wenige Fingerbreit von den Köpfen der Passagiere entfernt ist. Darüber hinaus verwöhnt der Note Fahrer und Beifahrer mit sehr bequemen Sitzen.

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Hermann-Josef Stappen

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