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Nissan Qashqai gegen VW Touran

Zwei Siebensitzer im Vergleich

Kompakte Siebensitzer sind zumeist Vans - zu denen hat Nissan nun mit dem Qashqai+2 eine Alternative. Was sie kann, klärt der Vergleich mit dem VW Touran.

Bilder
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Foto: Achim Hartmann

Der Nissan Qashqai+2 trifft im Vergleichstest auf den VW Touran.

Der Nissan Qashqai+2 trifft im Vergleichstest auf den VW Touran.
Der Nissan Qashqai+2 trifft im Vergleichstest auf den VW ... Die beiden Testkandidaten treten mit Diesel-Triebwerken z... Beide Kandidaten bieten eine dritte Sitzreihe. Der Common-Rail-Diesel im Nissan leistet 150 PS. Der TDi ... Der Touran lenkt präziser ein als der Qashqai. Er untersteuert zudem später als sein japanischer Konkur... Der Touran ist mit 4,41 Metern Außenlänge rund zwölf Z... Sein Kofferraum schluckt zwischen 695 und 1.913 Liter. Der Grundpreis für die Trendline-Ausstattungsvariante li... Im VW kommt noch der alte Pumpe-Düse-Diesel zum Einsatz,... Das Ledergestühl kostet bei VW Aufpreis. Gewohnt pragmatisches und ergonomisch ausgeklügeltes VW-... Der Touran rennt maximal 200 km/h. Das DVD-Navigationssystem sitzt relativ weit unten im Arm... Es schlägt mit 2.110 Euro extra zu Buche. Mit dem Parklenkassistenten für 685 Euro kurbelt sich de... Deutlich mehr Platz in der dritten Reihe als im Nissan. Auch der Touran hat als Siebensitzer kaum mehr Platz für... Die Lenkung des Qashqai+2 ist zu gefühllos. Beim Qashqai werden alle vier Räder angetrieben. Selbst bei Nässe glänzt der Nissan so mit müheloser Tr... Der +2 ist 21 Zentimeter länger als der normale Qashqai. Der Radstand wuchs um 13,5 Zentimeter. Der hohe Schwerpunkt führt dazu, dass der Qashqai mit st... Inklusive Allrad, CD-Wechsler, Glasdach, Klimaautomatik, ... Diesel mit 150 PS und guten Manieren. Übersichtliches Cockpit, viele Lenkradtasten. Der Nissan rennt nicht ganz so schnell wie sein Konkurren... Das Navigationssystem kostet 2.000 Euro extra. Der Bildschrim lässt sich jedoch nicht einfahren. Über den Drehschalter wird der 4WD-Antrieb aktiviert. Auf den Zusatzsitzen dürfen nur Mitfahrer bis 1,60 Meter... Bei aufgestellten Klappsitzen bleiben nur 130 Liter Koffe... Die Rücksitzreihen lassen sich zu einer durchgehenden Eb...

Wie viele Fähigkeiten kann man von einem Auto erwarten? Und wie viele Konzepte lassen sich in einem Auto verwirklichen, ohne dass es schiefgeht? Das wahre Wesen des Nissan Qashqai+2 ist schwer zu ergründen: Er sieht aus wie ein SUV, was er nicht sein will, er verspricht mit sieben Sitzen dieselbe Variabilität wie ein Minivan, was er auch nicht sein will, und er soll Fahreigenschaften aufweisen wie ein normaler Kompaktwagen - was er erst recht nicht sein will.

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Schlagworte

Nissan · Qashqai · VW · Touran · Van · Minivan · SUV · Diesel · TDI

Preisvorteil Nissan

Nissan nennt den Qashqai+2 "Familien-Crossover", was auch nicht mehr erklärt. Zumindest ist die Zielgruppe ausgemacht: Familien, die auf keinen Fall einen Minivan fahren wollen, sondern ein Auto, das nicht in allen Neubaugebieten unter jedem zweiten Carport steht - wie der VW Touran. Den gibt es zwar in einer rustikal getrimmten Cross-Version, nicht aber mit Allradantrieb wie den zum Test angetretenen Qashqai. Das 1.850 Euro billigere Modell mit reinem Frontantrieb stand nicht zur Verfügung. Dennoch errechnet sich ein Preisvorteil von 4.700 Euro für den Nissan, bei dem neben dem Allradantrieb selbst CD-Wechsler, Glasdach, Klimaautomatik, Lederausstattung und Xenonscheinwerfer serienmäßig an Bord sind. Für all das verlangt VW beim sparsam-trist möblierten Touran Trendline ebenso Zuschläge, wie für die dritte Sitzreihe (685 Euro). Auch die ist beim Nissan serienmäßig. Um Platz für die beiden Klappsitze zu schaffen, wurde die Länge um 21 und der Radstand um 13,5 Zentimeter gestreckt. In der Ausstattungsvariante Tekna kostet die Langversion 1.500 Euro extra, in den beiden einfacheren Ausstattungsvarianten sind es 2.100 und 2.000 Euro - ein angemessener Aufpreis für 0,4 Quadratmeter mehr Auto, die 140 Liter mehr Kofferraumvolumen und zwei Extrasitze beinhalten.

Bei der Innenraumvariabilität beherrscht der +2 die typischen Minivan-Tricks: Die bequeme mittlere Sitzreihe lässt sich asymmetrisch geteilt verschieben, die Lehnenteile legen sich im Verhältnis 40-20-40 auf die Bank und bilden mit der abgetauchten dritten Reihe eine ebene Ladefläche. Auch beim Touran faltet sich die letzte Reihe flach in den Boden, aber nicht ganz so problemlos, weil zuerst die Kopfstützen der Klappsitze herausgezupft werden müssen.

Praktisch sind dagegen die drei einzeln klapp- und verschiebbaren Sitze in Reihe zwei, wobei man außen sehr dicht an den Türen hockt. Nach dem Ausbau entsteht zwar eine tiefe Stufe im Ladeboden - aber auch ein 393 Liter voluminöserer Maximalladeraum, der durch den größeren Heckklappenausschnitt und die niedrigere Außenkante außerdem leichter zu beladen ist als der im Nissan.

Dritte Reihe eingeschränkt nutzbar

Bei aufgestellter dritter Sitzreihe schrumpft das Volumen auf 121 respektive 130 Liter beim Qashqai. Doch nicht nur deswegen taugen beide nicht als dauerhafte Siebensitzer. Schon der Beiname +2 besagt beim Nissan, dass er keinesfalls mehr bietet als zwei zusätzliche Notsitze. Die Not muss allerdings schon sehr groß sein, damit sich Passagiere durch die enge Lücke zwängen, die Türausschnitt und die mittlere Sitzbank für den Weg nach ganz hinten freimachen. Die Klappsitze sind aus gutem Grund nur für Personen bis 1,60 Meter Größe zugelassen, denn selbst Kinder - die sich ja oft sehr für den Aufenthalt ganz hinten begeistern können - möchte man auf den kleinen Sitzen nicht lange reisen lassen.

Obwohl die Bank so tief eingebaut ist, dass die Passagiere ihre Beine stark anwinkeln müssen, genügt die Kopffreiheit kaum. Und nur wenn die Mitfahrer in Reihe zwei mit ihrer Bank so weit nach vorn rutschen, bis sie selbst wiederum mit den Knien an die Vordersitzlehnen stoßen, bleibt ganz hinten genügend Beinfreiheit. Die stark ansteigende Fensterlinie mindert das ohnehin drückende Raumgefühl in der letzten Reihe noch weiter.

An der zusammengeklappten zweiten Reihe vorbei gelangt man etwas leichter auf die Schwiegermüttersitze des Touran. Auch dort lassen sich problemlos Klaustrophobien entwickeln, es dauert aber länger. Wenn es gar nicht anders geht, kann die dritte Sitzreihe auf kurzen Strecken sogar Erwachsenen zugemutet werden.

Der Touran verbraucht einen Liter weniger

Bei Autos, mit denen sich der Nachwuchs der ganzen Nachbarschaft in den Kindergarten transportieren lässt, wird keiner eine besondere Fahrdynamik-Begabung erwarten. Vor allem der Qashqai könnte sie auch nicht erfüllen. Wesentlicher Vorteil seines Konzepts ist der Allradantrieb, der selbst bei Nässe für mühelose Traktion sorgt. Auf der kurvigen Landstraße dagegen spürt man den hohen Schwerpunkt, da wogt der Qashqai mit starken Karosseriebewegungen dahin.

Auf der Autobahn muss sein Geradeauslauf häufig korrigiert werden, wobei einen die gefühllose und indirekte Lenkung nicht bedingungslos unterstützt. Im direkten Vergleich lenkt der Touran präziser, untersteuert später, nimmt Lastwechsel mit größerer Ruhe hin, lässt sich von Seitenwind weniger irritieren und liegt straffer auf der Straße, ohne deswegen besonders sportliche Ambitionen zu entwickeln. Ganz so gute Kaltbremswerte wie der Qashqai schafft der Touran nicht. Auch beim Fahrkomfort überzeugt der VW mehr, seine Federung steckt Stöße souveräner weg, seine Vordersitze sind passgenauer ausgeformt.

Nur der herbe Lauf des Pumpe-Düse-Diesels stört. Der Zweiliter-Common-Rail-Diesel im Qashqai weiß sich kultivierter zu benehmen. Er verteilt seine Kraft homogener über den gesamten Drehzahlbereich, während der VW-TDI bei niedrigen Touren bissig zupackt und dann schnell nachlässt. Trotz weniger Leistung schafft er ähnliche Beschleunigungswerte, setzt sich in der Elastizität vom Nissan ab und verbraucht auf 100 Kilometer gut einen Liter weniger.

So sammelt der Touran weiter Punkte. Und weil er sich auf eine Sache konzentriert - ein guter Minivan zu sein -, fällt sein Sieg schließlich so deutlich aus. Der Qashqai will zu viel auf einmal sein, er verzettelt sich in seinen unterschiedlichen Konzepten. Er kann zwar einiges mehr als der Touran - begabter im Gelände herumkraxeln und spürbar leiser nageln -, doch die entscheidenden Dinge erledigt er weniger überzeugend. Aber vielen Käufern wird egal sein, was der Qashqai nicht kann. Sie werden wichtiger finden, was er nicht ist: ein Minivan nämlich.

Basisdaten
Marke Nissan VW
Modell Qashqai+2 2.0 dCi 4WD Touran 2.0 TDI (DPF)
Baujahr 09/2008 10/2006
Grundpreis 32.490 Euro 28.525 Euro
Motorbauart Reihenmotor Reihenmotor
Zylinderzahl 4 4
Hubraum 1995 cm³ 1968 cm³
Leistung 150 PS (110 kW) bei 4000 U/min 140 PS (103 kW) bei 4000 U/min
max. Drehmoment 320 Nm bei 2000 U/min 320 Nm bei 1750 U/min
Schadstoffeinstufung Euro 4 Euro 4
CO2-Ausstoß 179 g/km 162 g/km
Schaltung vollsynchronisiert vollsynchronisiert
Gänge 6 6
Marke Bridgestone Dueler Sport Conti Sport Contact2
Reifen (vorn) 215/60 R 17 H 205/55 R 16 V
Rädergröße (vorn) 6,5 JJ x 17 6 1/2 J x 16
Reifen (hinten) 215/60 R 17 H 205/55 R 16 V
Rädergröße (hinten) 6,5 JJ x 17 6 1/2 J x 16
Wertungen

1. VW Touran 2.0 TDI Trendline

Der Sieg des Touran fällt deutlich aus, sein konsequentes Minivan-Konzept verlangt kaum Kompromisse. Zudem überzeugen der zwar ruppige, aber sparsame und kräftige Motor sowie der gute Fahrkomfort, vor allem aber das üppige Raumangebot. Bei den Bremswerten ist er klar unterlegen.

2. Nissan Qashqai +2 2.0 dCi 4WD Tekna

Der sehr gut ausgestattete Qashqai +2 kann mehr, aber vieles eben nicht so gut wie ein normaler Minivan. Wegen des geringeren Raumangebots lässt sich die dritte Sitzreihe kaum nutzen. Auch bei Komfort, Verbrauch, Fahrleistungen und Fahreigenschaften schafft er es nicht, mit dem Touran mitzuhalten.

Autor: Sebastian Renz
T-Bone | 20.07.2009, 21:50 Uhr

Das ist ja schon interessant mit welchen Argumenten hier für das eigene Auto gekämpft wird. In der Regel ist des Mannes Auto ja eine emotionale Angelegenheit und das findet sich hier bestätigt. Genau deshalb habe ich mich für den Touran entschieden. Schwarz mit Ledersitzen und viel Platz für meine Liebsten und ihr liebstes Spielzeug. Und wir finden ihn Super: Geschmack ist halt Distinktion. Einige meinen ja, dass der Kauf von asiatischen Schnäppchenautos sie zu etwas Besonderem macht, da das Auto nicht an jeder Ecke steht. Aus lauter Angst wie die Anderen zu sein, kaufen sie sich Autos die sonst keiner (aus gutem Grund) haben will und fühlen sich individuell, obwohl die Klapperkiste in den Tests Haushoch verliert!!! Zusätzlich wird die Kaufentscheidung im nachhinein schön geredet. Man will sich halt keinen Fehlkauf eingestehen.

Leo55 | 30.06.2009, 21:48 Uhr

He, hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen. Seit wann ist ein Qashqai ein Minivan. Wer hat so was behauptet? Er wird auch nicht als so einer bezeichnet! Also für mich ein irrer Vergleich. Laßt Euch mal was besseres einfallen und vergleicht mal wirklich gleiche Typen.

tom-rossi | 22.06.2009, 19:10 Uhr

Ich freue mich diebisch über solche Test. Wieso ???
Weil jetzt immer mehr Idioten sich einen Touran kaufen und ich mir einen Qashqai+2 und
der dann nicht an jeder Ecke rumsteht. Ätsch !!! Außerdem grüße ich alle VW-Fahrer, die immer in der Werkstatt stehen. (Serviceintervall Qashqai+2, Benziner alle 30.000 km, Yipieee!!!)
Übrigens: Der Qashqai+2 wird in Europa gebaut, und zwar in Sunderland in Großbritanien. Und wo kommen nochmal die Teile für einen VW Touran überall her, moment ich suche noch meine Europakarte. ...
Wie leicht ihr doch zu blenden seid. Aber wie gesagt, kauft euch den Touran (Deutsche, kauft deutsche Bananen) und habt Spaß mit der Möhre.
Einen hab´ich noch: Nissan qashqai+2. 5 Sterne im Euro NCAP Test. Der Sicherste seiner Klasse für die höchste Punktzahl beim Erwachsenen-Insassenschutz.

Sorry, VW-Fans tut mir Leid (you loose) das kommt davon, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.

Brotkasten | 28.03.2009, 15:28 Uhr

Schöne Grüße an die hier zahlreich vertretene SUV-Fraktion. Dass sich so ein sinnloses Stück Automobilgeschichte wie der Qashqai +2 wg. der sieben Sitze als Minivan bezeichnen darf, ist lachhaft. Ich wünsche viel Vergnügen damit, mit zwei Erwachsenen und drei Kindern inkl. Kindersitzen in Skiurlaub zu fahren. Das geht mit einem (sogar nur fünf-sitzigen) Touran nämlich problemlos und sehr angenehm! :) Auch das verstauen von 17 großen (!) Umzugskartons nach Ausbau der Sitze hat sogar die Kombifahrer blass werden lassen.
Man muss halt wissen, wofür man sich ein Auto anschafft. So ein Schicki-Micki-Teil, dass sich wg. höherer Federbeine und Allrad als Geländewagen fühlt, braucht jedenfalls niemand wirklich. Das betrifft übrigens auch den Tiguan! Und jetzt können mir die Nissan-Fans hier sicherlich einen kompakten Van empfehlen. Ich habe auf nissan.de nur Ultra-Minis oder klobige Möchtegern-Offroader gesehen. Die braucht in Deutschland jedenfalls keine Familie mit zwei oder mehr Kindern!

QQ Driver | 27.02.2009, 09:25 Uhr

Ich möchte zunächst allen Kommentarschreibern danken! Ich hab mich noch nie so wieder gefunden in Artikeln anderer Mitmenschen! Ich hoffe, dass VW, sowie die Redaktion der AMS sich solche Kommentare mal durchlesen. LESEN und NICHT überfliegen!! Denn solche Vergleiche stinken, meiner Meinung nach und eurer anscheinend auch, zum Himmel! Ein Haufen von Widersprüchen ist hier noch freundlich ausgedrückt...Ich selbst bin schon VW Touran gefahren und fahre nun einen QQ. Was soll ich sagen...Der so genannte PREMIUM Hersteller VW ruht sich auf seiner Marke aus und lässt sich das sehr gut bezahlen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch Flottenkunden und Großkunden vom Konzern VW abwenden und zu deutlich besseren und günstigeren Herstellern, wie zum Beispiel Nissan, wenden. Hier ist jedoch auch Nissan gefragt endlich vergleichbare Flottenlösungen für Goßkunden auf die Beine zu stellen....

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