Eigensinn macht Spaß, das wissen wir seit Hermann Hesse. Und es braucht keine gepflegten Literaturkenntnisse, um die Lust am Andersmachen zu wecken.
Für Familienväter reicht schon ein Blick in die Carports der Nachbarn: Vans, Vans, immer mehr Vans. In manchen Vorstadt-Wohnlagen geht heute schon als schrullig durch, wer sich einfach nur einen klassischen Kombi vor die Tür stellt. Na gut, Coolness schmeckt zwar anders, aber irgendwo muss das Familiengepäck ja verstaut werden. Nicht jeder nutzt jedoch tatsächlich drei Sitzreihen. Speziell Sitzriesen brauchen nicht auch noch eine extrahohe Arbeitshaltung hinterm Lenkrad. Und in puncto Fahrvergnügen bietet ein ordentlich motorisierter Kombi fast immer mehr als ein Minivan.
Bei Opel gibt es zwar einen erfolgreichen Zafira, aber immer noch zwei Alternativen der traditionsreichen Caravan- Gattung. Der Astra lebt momentan gut vom Fehlen eines neuen Golf Variant, der Vectra dagegen ist das Flaggschiff, weil er zugleich den Omega Caravan ersetzen muss. Und gerade der hat die Käufer großer Kombis als eine Art fahrbarer Tanzsaal verwöhnt. Die Kombi-Version des Vectra darf Stammkunden deshalb speziell beim Blick hinter die fünfte Tür nicht enttäuschen: Sein maximales Ladevolumen von 1850 Litern übertrifft sogar das des neuen Passat Variant. Mit seinem Gardemaß von 4,84 Metern Außenlänge stellt er den alten Omega B in den Schatten und lässt den Astra fast beängstigend kompakt aussehen: Dabei wächst auch der mit 4,51 Metern schon fast über seine Klasse hinaus. Sein Basis-Kofferraumvolumen von 540 Litern liegt sogar über dem des größeren Kollegen (530 Liter), und maximale 1590 Liter Stauraum sollten auch Benutzer mit Antiquitäten-Tick oder Zuneigung für klassische Jukeboxen noch zufriedenstellen. Für extralanges Ladegut führen die Mehrpreis- Listen eine umlegbare Beifahrer- Sitzlehne; einen doppelten Ladeboden gibt es hingegen für keinen der beiden.






