Liveticker Formel 1

Opel Astra, VW Golf und Audi A3 im Vergleichstest

Wettstreit der 99-Gramm-CO2-Kandidaten

Wer ist der Sparsamste im ganzen Land? Um die Krone in der Kompaktklasse streiten sich Opel Astra CDTi sowie die 99-Gramm-CO2-Kandidaten Audi A3 1.6 TDI und VW Golf TDI Blue Motion.

Bilder
‹ zurück Bild 1 von 45 weiter ›
Foto: Hans-Dieter Seufert

Der Opel Astra ist der jüngste, der Audi A3 der älteste Konkurrent im Test.

Der Opel Astra ist der jüngste, der Audi A3 der älteste Konkurrent im Test.

Sparsame Modelle stehen bei den Chefs des Volkswagen-Konzerns traditionell hoch im Kurs. Zwar waren die aufwendigen Drei-Liter-Autos VW Lupo und Audi A2 nicht annähernd so erfolgreich wie der damalige VW-Boss Ferdinand Piëch bei der Durchsetzung seiner Interessen in den jeweiligen Entwicklungsabteilungen, aber der von ihm verordnete Sparzwang ist den Technikern in Fleisch und Blut übergegangen. Heute heißt die VW-Zauberformel Blue Motion - dahinter verbergen sich auf hohe Effizienz getrimmte, besonders genügsame Modelle einzelner Baureihen. 

Mehr zum Thema
Opel Astra 1.6 Turbo
Opel Astra 1.6 Turbo Der VW Golf Konkurrent im Top Test
VW, Renault, Ford, Opel Der Astra misst sich mit der Konkurrenz
Erlkönig S-Klasse Die neue Mercedes S-Klasse kommt 2012
Schlagworte

Audi · A3 · 1.6 TDI · Opel · Astra · Ecotec · VW · Golf · Blue Motion

VW Golf: 3,8 Liter/100 km und 99 Gramm CO2-Ausstoß

Das Drei-Liter-Auto lässt grüßen. In der Kompaktwagenklasse schickt Volkswagen den VW Golf Blue Motion ins Rennen um die Gunst der Sparfüchse. Aerodynamische und technische Kniffe wie Dachspoiler, reduzierte Luftdurchströmung des Motorraums, Tieferlegung der Karosserie, lang übersetzte Gänge, Start-Stopp-Automatik, Energierückgewinnung und rollwiderstandsoptimierte Reifen sowie der auf geringe Reibungs- und Drosselverluste getrimmte 1,6-Liter-Turbodiesel verhelfen diesem VW Golf zu einem Normverbrauch von nur 3,8 Liter/100 km und einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer. Da möchte VW-Tochter Audi nicht zurückstehen. Sie lanciert den Audi A3 1.6 TDI mit identischer Antriebseinheit und vergleichbarer Spritspar-Technik, verzichtet aber auf jeglichen einprägsamen Hinweis in der Modellbezeichnung.

Der Opel Astra vertraut auf seinen 1,7-Liter-Turbodiesel

Als Zweitürer bringt es der Audi A3 ebenfalls auf 99 Gramm CO2-Ausstoß, doch die viertürige Sportback-Variante verfehlt die prestigeträchtige 100-Gramm-Marke ganz knapp um zwei Prozent. Der Jüngste im Trio verzichtet gänzlich auf effektvolle Spartricks. Der neue Opel Astra (der Opel Astra im Top-Test) vertraut ganz auf die Qualitäten seines 1,7-Liter-Turbodiesels, der zwar 124 Gramm CO2/km emittiert, aber mit 110 PS und 260 Newtonmetern nominell geringfügige Leistungsvorteile verspricht. Sparen beim Fahren, wie es VW und Audi suggerieren, klingt sehr verlockend.

Der TDI mit Common-Rail-Direkteinspritzung ist kaum zu hören

Überzeugt aber auch die umgekehrte Variante - Fahren beim Sparen? Ja, und zwar überraschend eindrucksvoll. Das ist in erster Linie ein Verdienst des 105 PS starken TDI mit Common-Rail-Direkteinspritzung, der sich ab 2.000 Touren ansprechend ins Zeug legt, ordentlich am Gas hängt und keine Scheu vor hohen Drehzahlen zeigt. Das Beste aber: Man hört ihn kaum. Wer aus einem älteren VW mit Pumpe-Düse-Diesel umsteigt, wird seinen Ohren nicht trauen. Störende Vibrationen, rauer Lauf, aufdringlicheAkustik - keine Spur davon. Im VW Golf unterbinden aufwendige Dämmmaßnahmen das Motorgeräusch bei zügigem Autobahntempo fast völlig. Im Audi A3 tritt die Maschine nicht ganz so zurückhaltend auf, liefert aber immer noch ein gutes Beispiel für prima Laufkultur. Zudem arbeitet die abschaltbare Start-Stopp-Automatik tadellos.

Audi A3 und VW Golf bekommen keinen sechsten Gang

Dennoch sind Kompromisse einzugehen: Die ausgeprägte Anfahrschwäche erfordert beim Start einen beherzten Umgang mit dem Gaspedal, lang übersetzte Stufen des Fünfganggetriebes ergeben eine unharmonische Abstufung. Kleinste Beschleunigungsversuche im langen Fünften zwingen zum Zurückschalten. Man vermisst eine engere Spreizung der Gänge sowie eine sechste Fahrstufe. Die hätte schon deshalb eine Daseinsberechtigung, weil sie den Verbrauch in der Praxis weiter reduzieren würde. Im ECE-Fahrzyklus, der den Normverbrauch ermittelt, bewirkt sie jedoch keine weitere Verbrauchsminderung, weshalb VW und Audi die Mehrkosten von wenigen Euro einfach sparen. Schade.

Der Opel Astra outet sich als Schwergewicht

Der Opel Astra hat zwar sechs Gänge, die wesentlich kürzer übersetzt sind als bei den Konkurrenten, aber damit sind die Vorzüge seiner Antriebseinheit auch schon erschöpft. Denn der Dieselmotor enttäuscht: Er ist durchzugsschwach und zäh, reagiert träge aufs Gas und dreht unwillig. Dass sich der Astra mit 1.550 Kilogramm als Schwergewicht outet - er wiegt 223 Kilogramm mehr als der VW Golf -, macht dem Motor das Leben schwer. Aber nicht nur in den Fahrleistungen, sondern auch in der Motorlaufkultur kann der Opel Astra wegen kräftiger Vibrationen, mechanischer Rauigkeit und seiner Geräuschkulisse den Konkurrenten nicht das Wasser reichen. Selbst im Verbrauch hinkt er hinterher, was in Anbetracht der Motorcharakteristik und des hohen Wagengewichts nicht wundert.

In den Disziplinen Slalom und Elchtest erziehlt der Opel Astra Bestwerte

Mit einem Testmittel von sieben Liter/100 km konsumierte er rund einen Liter mehr als seine Kontrahenten aus dem VW-Lager. Die schneiden in dieser Disziplin ganz eng beieinander ab und sind sogar in der Lage, bei verhaltener Gangart die Fünf-Liter-Marke nach unten zu durchbrechen. In den Fahreigenschaften bewegt sich das Trio mit ausgezeichneter aktiver Fahrsicherheit, agilem Handling, stabilem Geradeauslauf und guter Traktion auf hohem Niveau. Mit Ausnahme seines Wendekreises von 11,8 Metern gibt sich auch der Opel keine Blöße, vielmehr erzielt er in den Disziplinen Slalom und Elchtest sogar Bestwerte. Im Federungskomfort hat der Astra ebenfalls die Nase vorn. Seine Federung spricht feinfühlig an und überzeugt auf Unebenheiten aller Art mit guter Ausgewogenheit, wozu der lange Radstand maßgeblich beiträgt. Auf das 930 Euro teure FlexRide-System mit elektronischer Dämpferregelung kann man ebenso getrost verzichten wie auf das Sportfahrwerk im VW Golf, das der Blue Motion jedoch serienmäßig mitbringt und das die normalerweise harmonische Federungsabstimmung des VW nachhaltig beeinträchtigt.

Der Opel Astra muss sich geschlagen geben

Obwohl der Opel Astra mit 4,42 Metern den VW Golf in der Länge um stolze 22 Zentimeter übertrifft, kann er daraus keine Vorteile ziehen. Im Gegenteil: Platzangebot und Raumgefühl enttäuschen, im Fond geht es spürbar enger zu als im Volkswagen. Zudem leistet sich der Opel einige funktionelle Schwächen wie etwa die durch breite Säulen eingeschränkte Übersichtlichkeit, die zu weit hinten angeordneten Schalthebel und Fensterheberschalter, teilweise winzige Tasten in der Mittelkonsole sowie die stufenartige Sitzlehnenverstellung per unpraktischen Hebel. Für fortschrittliche Raumökonomie oder gar innovative Ergonomie steht er nicht. So nimmt das Schicksal für den neuen Opel Astra seinen Lauf: Er muss sich in der Eigenschafts- und Gesamtwertung auch dem zweitürigen, mittlerweile sechs Jahre alten und 2.100 Euro teureren Audi A3 geschlagen geben. Und wer gewinnt? Na, wer wohl - der VW Golf.

Kostenlose Auto-Rechner von auto motor und sport
Basisdaten
Marke VW Opel
Modell Golf BlueMotion Astra 1.7 CDTI ECOTEC
Baujahr 05/2009 09/2009
Grundpreis 21.650 Euro 21.650 Euro
Motorbauart Reihenmotor Reihenmotor
Zylinderzahl 4 4
Hubraum 1598 cm³ 1686 cm³
Leistung 105 PS (77 kW) bei 4400 U/min 110 PS (81 kW) bei 3800 U/min
max. Drehmoment 250 Nm bei 1500 U/min 260 Nm bei 1700 U/min
Schadstoffeinstufung Euro 5 Euro 5
CO2-Ausstoß 99 g/km 124 g/km
Schaltung vollsynchronisiert vollsynchronisiert
Gänge 5 6
Marke Michelin Energy Saver Bridgestone Potenza RE050
Reifen (vorn) 195/65 R 15 T 225/50 R 17 V
Rädergröße (vorn) 6 1/2 J x 16 7 J x 17
Reifen (hinten) 195/65 R 15 T 225/50 R 17 V
Rädergröße (hinten) 6 1/2 J x 16 7 J x 17
Wertungen

1. VW Golf

504 Punkte von 650 Punkten

Der Golf TDI Blue Motion gewinnt diesen Vergleich dank rundum ausgewogener Eigenschaften überlegen. Sein Motor bietet die beste Laufkultur. Nur Sportfahrwerk und schlecht gestuftes Fünfganggetriebe stören.

2. Audi A3

473 Punkte von 650 Punkten

Der A3 hat die gleiche Antriebseinheit und Technik wie der Golf. Sein Motor ist schlechter gedämmt, und in manchen Details merkt man ihm an, dass er langsam altert.

3. Opel Astra

466 Punkte von 650 Punkten

Der Astra kann die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Sein Diesel ist eine Enttäuschung. Zudem zeigt der neue Astra konzeptionelle und ergonomische Schwächen. Seine Fahreigenschaften überzeugen, der Federungskomfort ist vorbildlich.

Autor: Werner Schruf
opelfahrer | 11.05.2010, 14:51 Uhr

also ich bin schon alle drei fahrzeuge gefahren, weil nen paar bekante von mir diese autos haben und wenn ich diesen test lese kompt mir das kotzen.

der audi frist öl wie die letzte sau wen man ihn ein bischen hochzieht
der vw ruhig das ich nicht lache nen vw diesel den man nicht drei straßen weiter hört kenne ich nicht
der opel verbraucht zwar nen bischen mehr als die anderen zwei das gebe ich ofen zu ist aber ruhiger als der vw und frisst nicht 3-4 liter öl auf 1000km da weis ich nicht was künstiger ist diesel zu tanken wie beim opel oder diesel und öl wie beim audi.

und von den turboladern bei vw und audi da brauch ich ja nicht anzufangen kenne genug leute die bei ihren audis schon den dritten lader drinne haben und noch nicht mal 100tausend runter haben.

Whats abbb | 26.04.2010, 22:17 Uhr

ich muss mich verbessern die bilder galerie hat einen fehler der golf ist um 5 ps schwächer aber trotzdem!!

Whats abbb | 26.04.2010, 22:15 Uhr

was wird hier eigentlich wieder verzapft?
der opel ist der stärkste im test.. komisch das der golf genauso viel leistung aht nämlich 105 ps!!!
was fürn kelleck...
aber das kennt man ja schon das vw immer das beste auto ist egal welches es ist.. man könnte nen polo auch mit nem bmw 7er vergleichen er würde doch gewinnen ...
nein so geht das nicht weiter.

lola | 26.04.2010, 11:17 Uhr

Lexter mag keinen Diesel. Ist ja auch sein gutes Recht.
Falls er zu Hause eine Ölheizung hat, schwimmt in seinem Tank auch Super Plus? Lexter, du kannst ja mal einen Vortrag über die gefährlichen Stickoxide halten und uns vorallem mitteilen, wo diese außer bei der Verbrennung von Diesel noch so vorkommen.
Und an dem SChreiber, dessen Namen mit Y anfängt: Ja, die Turbolader bei VW halten länger als 150000 km, das gilt auch für BMW und Opel!
Lachhaft ist vorallem, dass hier bei den 3 Kandidaten von "schlechten" Autos geredet wird, was sie keineswegs sind.
Was wirklich zu bemängeln ist, ist das hohe Leergewicht des Astras. Der wiegt ja mehr als ein Golf R! Würde er 150 kg weniger wiegen, würde der Motor auch besser zu Geltung kommen. Viele Leute gucken immer nur blind auf den Verbrauch und plappern einfach drauf los. Wenn das Fahrzeug nur 500 kg wiegen würde, wäre der Verbauch deutlich geringer und die Fahrleistungen fast auf Sportwagen-Niveau! Gewichtsreduzierung ist fast das Wichtigste

Volvo V50 | 26.04.2010, 10:28 Uhr

Mit diesem "Test" macht sich doch die AMS schon wieder selbst unglaubwürdig!
Jeder halbwegs logisch denkender Mensch merkt doch sofort das da was nicht stimmern kann.
Sollten hier nicht 99g/km CO2 Fahrzeuge verglichen werden?? Wieso ist dann der Astra hier mit 124g/km angegeben??? (nichtmal die Überschrift stimmt hier)
Dann die schon fast extremen unterschiede bei der Reifengröße?? (wie schon einigen aufgefallen ist)
Die scheinbar willkürlichen, nicht nachvollziebaren Gewichtsangaben?

Allein das macht doch schon den gesamten Test sehr fragwürdig!

Den Astra hab ich bis jetzt noch nicht gefahren, aber den Motor so schlecht zu reden ist nicht seriös! Vor allem in Vergleich zum 1.6er Diesel von VW. Den musste ich mal ne Woche lang fahren. Und ich glaube nicht das es momentan neue Motoren gibt die viel schlechter sind! Die "anfahrschwäche" ist schon fast gefährlich. Unter 2000U/min geht selbst im 1.Gang so gut wie garnichts. Würd mich mal interessieren wie lang das die Kupplung mitmacht?

Autokenner 2010
Auto-Kenner Gewinnspiel 2010
Video
Alle Videos
Pikes Peak 2010

Rekordfahrt mit dem Porsche GT3 Cup

Topstories
Ratgeber
Gebrauchtwagen-Ratgeber
Kfz-Versicherungsvergleich
Kfz-Versicherung vergleichen und bis zu 500 Euro sparen.
Schmidts F1-Blog: Nebenwirkungen einer Stallregie
Von Michael Schmidt Ferrari machte sich zum Buhmann von Hockenheim. Es war beinahe die Wiederholung der Stallregie vom A1-Ring von 2002. Nur dass sie etwas später in der Saison stattfand. Was es für Puristen des Rennsports nicht besser macht. Die wollen Zweikämpfe auf der Rennstrecke sehen. Wir auch. Die mehr...


Geländewagen Neuheiten 2011
Das sind die neuen SUV-Stars für 2011
Land Rover Discovery TDV6 Supertest
Was hat der neue Discovery wirklich drauf?

Auto & Umwelt
Teaser Auto und Umwelt
Reifen-Suche
Reifensuche - Hier finden Sie Sommerreifen und Winterreifen

Nicht gleich durchdrehen - die passenden Sommerreifen und Winterreifen aller Hersteller finden Sie hier.

Wie erkenne ich meinen Reifen?