Rover Discovery, Volvo,VW Touareg:Backstreet Toys: Rover Discovery, Volvo,VW Touareg:Backstreet Toys

Die großen Allradler Land Rover Discovery, Volvo XC 90 und VW Touareg wollen on- und offroad mitspielen. Im Vergleichstest offenbaren die Dieselversionen ihre Talente.

Geländewagen und ihre Lifestyle-Derivate sind teuer, sperrig, unpraktisch. Schublade zu und fertig. Fal­scher Ansatz: Wer hin und wieder langmähnige Vierbeiner an den Haken nehmen, abseits des Asphalts stromern oder sich einfach nur vom Handelsvertreter-Image der Mittelklasse-Limousinen emanzipieren will, darf ruhig zu modernen Allradlern à la Discovery, Touareg oder XC 90 greifen. Am besten mit Dieselmotor: So setzt der 190 PS starke 2,7-Liter-V6 den mächtigen Land Rover standesgemäß in Bewegung, ohne die Weltenergiereserven schon beim ersten Wochenendausflug platt zu machen. Dennoch: 2,6 Tonnen ­Gewicht und der scheinbare Verzicht auf einen Besuch im Windkanal geben selbst einem durchtrainierten Ölbrenner tüchtig zu knapsen. Im Jaguar S-Type noch als dynamischer Power-Diesel aufgeigend, wirkt der Sechszylinder im Land Rover – von Biturbo auf Einzelturbo umgestellt – wie ein geplagter Schwerarbeiter. Allerdings nach erfolgreichem Knigge-Intensivkurs. Er produziert seine maximal 440 New­tonmeter Drehmoment vibrationsarm und mit samtig-schmeichelndem Timbre. Trotz eines Drehmoment­und Hubraumrückstandes ziehen Volvo XC 90 D5 und VW Touareg R5 TDI mit ihren Reihenfünfzylindern dem Briten das Fell über die Ohren – Folge des Gewichtsvorteils von 450 Kilogramm beim Volvo und rund 250 Kilogramm beim VW. Um Anschluss zu halten, muss der Discovery-Treiber häufig zum mächtigen Schaltknüppel des Sechsganggetriebes greifen. Auch sonst machen die Fünf­zylinder – wie der Landy-V6 rußfilterfrei und nur nach der Euro 3-Norm eingestuft – voll auf Diesel: Metallisch hell nagelnd der VW, dumpf trommelnd der Volvo, geben sie sich mit deutlich weniger Kraftstoff zufrieden als der Brite. Der gönnt seinen Passa­gieren dafür ebenfalls großen Durst: Flaschen- und Becherhalter fassen insgesamt 17,5 Liter. Auch sonst verströmt die 49 700 Euro teure Topversion HSE mit Luftfederung, Klimaautomatik, Lederpolstern, Licht- und Regensensor, Xenonlicht sowie einem Audiosystem intensives Verwöhnaroma.

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Jörn Thomas

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