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Seat Ateca 1.4 TSI gegen Mazda CX-5 2.0 G 165

Der Ateca fordert den etablierten CX-5 heraus

Mazda CX-5 2.0 G 165, Seat Ateca 1.4 TSI, Seitenansicht Foto: Dino Eisele 35 Bilder

Wenn’s um Verkaufszuwächse geht, dominieren kompakte SUV die Statistiken. Jetzt neu: der Seat Ateca. Er trifft auf den etablierten Mazda CX-5.

31.07.2016 Marcus Peters 6 Kommentare Powered by

Ganze Internetforen wundern sich über den Boom der SUV-Modelle, grübeln über Erklärungen wie das angenehme Einsteigen, das hohe Sitzen und die Sicherheits-Vermutung. Dabei stehen heute viele Kunden ganz offen zu ihrem Beweggrund: Quer durch alle Klassen verkaufen sich SUV hauptsächlich über ihr wichtiges Auftreten – je mehr das Design hermacht, desto beliebter ist das Modell. Entsprechend wurde der durchgestylte Mazda CX-5 nicht nur in Deutschland zum Bestseller. Und Erfolgsgeschichten rufen Nachahmer auf den Plan – etwa den Seat Ateca, den ersten SUV der spanischen VW-Tochter.

Mazda CX-5 mit leichtem Plus beim Nutzwert

Noch gibt sich der Hersteller in seiner Vertriebseinschätzung defensiv; doch die derzeitige Massenbewegung zeichnet den Weg des Neuen zum Verkaufserfolg praktisch vor. Seat setzt sich sozusagen ins gemachte SUV-Nest. Ähnliches galt übrigens auch für den Mazda CX-5, der 2012 nicht gerade als Trendsetter auf den Markt kam. Zur Erinnerung: Toyota brachte den RAV4 bereits 1994. Jetzt also fügt sich der Ateca als Nachzügler der Nachhut in den Boom-Markt ein. Er basiert auf dem VW Tiguan, liegt dem Mazda allerdings preislich näher als seinem teuren Konzernbruder.

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Vergleichstest Mazda CX-5 2.0 G 165, Seat Ateca 1.4 TSI
auto motor und sport 15/2016
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Mazda CX-5 2.0 G 165, Seat Ateca 1.4 TSI, HeckansichtFoto: Dino Eisele
Ladekantenhöhe: 680 mm beim Seat, 740 mm beim Mazda.

Beide bieten einen ähnlich leichten Einstieg und viel Platz; was der Mazda an Innenbreite vorlegt, macht der Seat mit dem größeren Normsitzraum wieder wett. Auch beim Ladevolumen und der Zuladung schenken sich beide Konkurrenten wenig – wohl aber bei der Funktionalität: Klappt man im Ateca per Fernentriegelung die Lehne der Rückbank um, dann bleibt eine hohe Stufe im Laderaum. Dagegen falten sich die Rücksitze im CX-5 dank einer ausgeklügelten Mimik fast eben zusammen. Ein leichtes Plus also für den Mazda.
Er verspielt es wieder bei der Qualitätsanmutung. Seitlich am Armaturenbrett finden sich scharfkantige Grate, im Kofferraum einfachste, kratzempfindliche Kunststoffe. Immerhin ist das Cockpit ganz im Sinne eines sympathischen ersten Eindrucks nett gestaltet und die Vordersitze bieten angenehmen Seitenhalt. Gemäß der SUV-Tradition sitzt man auf ihnen hoch, überblickt den Verkehr gut – ein von Senioren und Frauen häufig angeführter Kaufgrund.

Seat Ateca bietet mehr Assistenzsysteme

Doch an diesem Punkt steckt die gesamte Fahrzeuggattung gerade in einem Wandel, den Seat geschickt aufgreift: hin zu einer tiefen Sitzposition. Sie wirkt sich enorm aufs Fahrgefühl aus und suggeriert eine innigere Verbundenheit zum Chassis – auch übrigens, weil die Lenkung direkter zur Straße durchstellt und der Wendekreis kleiner ist, was den Ateca in der Stadt handlicher macht. Er erscheint agiler, als er es laut Fahrdynamiktests eigentlich ist: Zwischen den Pylonen kann sich der Neuling nur minimal vom CX-5 absetzen.

Seat Ateca 1.4 TSI, CockpitFoto: Dino Eisele
Im Ateca baut sich das klar strukturierte Armaturenbrett van-artig vor dem tiefplatzierten Fahrer auf.

Bei Fahrsicherheit und Federungsverhalten liegen beide gleichauf, ohne neue Maßstäbe zu setzen. Den deutlichen Punktevorsprung im Kapitel Komfort holt der Ateca an anderer Stelle: bei den Rücksitzen (besser ausgeformt) sowie dem Geräuschpegel (niedriger) und vor allem bei den Assistenzsystemen (mehr). So hält nur der Seat im Stau den Abstand zum Vordermann und hilft auf Wunsch gleich mehrfach beim Einparken – mit einem kamerabasierten Rundumblick sowie dem automatischen Ein- und Ausparken. Zudem bremst der Ateca selbstständig, falls sein Fahrer Fußgänger übersehen sollte oder einen Schwächeanfall erleidet, und stabilisiert einen Anhänger, sollte dieser ins Schleudern geraten. Dem kann der CX-5 im Sicherheitskapitel lediglich die umfangreichere Lichttechnik entgegensetzen; zu wenig, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Vorteil Aufladung für den Seat Ateca 1.4 TSI

Punkterelevante Unterschiede gibt es auch beim Beschleunigen. Deutlich flinker startet der 62 Kilogramm leichtere, aber 15 PS schwächere Seat durch, schwingt sich schneller auf Tempo 100, zieht strammer durch. Vorteil Aufladung: 250 Nm schieben bereits ab 1.500/min an; der Mazda stemmt seine maximal 210 Nm dagegen erst bei 4.000/min. Trotz des Drehmomentüberhangs darf der Ateca allerdings nur 1.800 Kilogramm Anhängelast an den Haken nehmen (Mazda: 1.900 kg).

Mazda CX-5 2.0 G 165, Seat Ateca 1.4 TSI, FrontFoto: Dino Eisele
Ein SUV soll imponieren. Das erreichen beide per trutzig aufragendem Kühlergrill.

Dass beim 1,4-Liter aus dem VW-Konzern schon ab 4.000/min die Lust am Drehen verebbt, sorgt für keinen Punktenachteil, denn auch der Zweiliter von Mazda jubiliert nicht gerade dem Drehzahllimit entgegen. Zudem benötigt sein Sauger im Schnitt 0,4 Liter Superbenzin mehr auf 100 Kilometer, verursacht deshalb etwas höhere Kraftstoffkosten. Die Ausgaben für Wartung, Reparaturen und Versicherungen halten sich dagegen ungefähr die Waage, wobei Mazda immerhin drei Jahre Garantie gewährt (Seat: zwei Jahre). In der Exclusive-Line ist der CX-5 besser ausgestattet als der Ateca, aber merklich teurer.

Abgesehen vom geringeren Serienumfang und der knauserigen Garantie sprechen also viele Argumente für den neuen Seat, der den Vergleichstest mit einem deutlichen Vorsprung gewinnt. Doch klar ist auch, dass das Punkteschema nur die Güte der beiden SUV beleuchtet – nicht jedoch den für viele ausschlaggebenden Kaufgrund: das Design.

Fazit

1. Seat Ateca 1.4 TSI
421 Punkte

Als Abkömmling des VW Tiguan hat der Ateca Gewinnergene und nutzt sie mit einem agilen Fahrwerk, einem effizienten Triebwerk und zahlreichen Sicherheitsfeatures.

2. Mazda CX-5 2.0 G 165
392 Punkte

Bei Federungskomfort, Fahrdynamik und Ladefreudigkeit ist der CX-5 auf Höhe der Zeit, bei den Assistenzsystemen sowie der Verarbeitung hinkt er dagegen hinterher.

Technische Daten
Seat Ateca 1.4 TSIMazda CX-5 2.0 Skyactiv-G 165
Grundpreis27.600 €29.690 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4363 x 1841 x 1615 mm4555 x 1840 x 1710 mm
KofferraumvolumenVDA510 bis 1604 L503 bis 1620 L
Hubraum / Motor1395 cm³ / 4-Zylinder1998 cm³ / 4-Zylinder
Leistung110 kW / 150 PS (250 Nm)121 kW / 165 PS (210 Nm)
Höchstgeschwindigkeit201 km/h200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h8,5 s9,2 s
Verbrauch5,4 L/100 km6,0 L/100 km
Testverbrauch7,5 L/100 km7,9 L/100 km
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    Neuester Kommentar

    Mazda Contra Seat,
    keine Frage nach dem TSI Desaster, Steuerkette, Turbo, und DSG, am eigenen Geldbeutel erfahren und dem Miesen Kulanz-Verhalten von VW, nie wieder ein VW- (Seat, Audi, Scoda ), den Wunder der Technik (Stand der Technik).
    Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Hubraum,. Vorher VW Toranund gleichzeitig Golf , jetzt Mazda CX 5 und CX 3.

    BerndsGP 26. August 2016, 18:39 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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