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Skoda Fabia Combi und Clio Grandtour im Vergleich

Die Kleinen ganz groß

Renault Clio Grandtour, Skoda Fabia Combi, Frontansicht Foto: Achim Hartmann 22 Bilder

Auch von der dritten Fabia-Generation bietet Skoda wieder einen Kombi an. Wir haben ihn mit dem etablierten Familientransporter Renault Clio Grandtour verglichen.

06.03.2015 Dirk Gulde Powered by

Sollen sich die Kollegen doch ruhig zoffen, ob die Auto-Welt von heute angesichts der vielen SUV, Vans und Crossover noch kleine Kombis braucht oder nicht. Fabia-Käufer regt da schon die Frage auf, sonst würden nicht knapp 40 Prozent von ihnen immerhin 600 Euro Aufpreis für die Huckepack-Variante des Kleinwagens bezahlen.

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Fahrvergleich Renault Clio Grandtour, Skoda Fabia Combi
auto motor und sport 03/2015
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Skoda Fabia Combi bietet bis zu 1.395 Liter Laderaum

Dass der Kombi-Anteil in der dritten Generation in den Keller rauscht, deutet sich beim ersten Vergleich mit dem Renault Clio Grandtour nicht an: Obwohl er nur einen Zentimeter länger ist als der Vorgänger, fällt das Platzangebot für Passagiere und Gepäck spürbar üppiger aus: Mit seinen 530 Litern Kofferraumvolumen schluckt der Skoda Fabia Combi mehr Gepäck als manch ein Kompaktklasse-Kollege. Wird die Rückbank flach gelegt, entsteht ein 1,55 Meter langer und 1.395 Liter großer Laderaum mit nahezu ebenem Boden. Allerdings muss zunächst die Sitzfläche hochgestellt werden, bevor sich die Lehne flach macht. Sonstige Variabilitäts-Tricks wie eine verschiebbare Rückbank sucht man vergeblich. Über die große, weit nach unten gezogene Heckklappe lässt sich dafür Sperriges mühelos einladen.

Dem Verstauen von Transportgut widmet sich Skoda traditionell mit Hingabe: Unter dem doppelten Ladeboden verschwindet Kleinkram unauffällig, Taschenhaken, ein variables Fach sowie drei verschiedene Netze sorgen im Skoda Fabia Combi zudem für Ordnung. Mitfahrer freuen sich über bequem gepolsterte und körpergerecht geformte Sitze, ausreichend Kopf- und Beinfreiheit im Fond sowie große Ablagen in allen vier Türen. Ein Cockpit aus Hartplastik ganz ohne gepolsterte Oberflächen in Türverkleidungen oder Armaturenbrett lässt sich daher verschmerzen.

Alle Fabia ab Juli mit bewährtem Navi

Nicht verschmerzen wollten viele Kunden der neuen Fabia-Limousine, dass die fest eingebaute Navigation zugunsten einer Smartphone-Anbindung gestrichen wurde. Die Mirrorlink-Schnittstelle unterstützt nur wenige Telefone, weswegen im Laufe des Jahres Apple Carplay und Android Auto hinzukommen. Da dennoch nicht jeder sein Handy im Auto benutzen möchte, bietet Skoda zudem ab Juli für alle Fabia wieder die bewährte Navi Amundsen an. Auf das R-Link-Infotainment mit TomTom-Navi mussten Clio-Kunden von Anfang an nicht verzichten. Auch nicht auf versteckte Fond-Türgriffe oder den Digitaltacho mit Zahlen so groß, dass ihn der Busfahrer auf der Nebenspur noch ablesen kann.

Praktische Details im Clio

Neben dem sehr sachlichen Skoda Fabia Combi wirkt der Clio fast schon avantgardistisch. Da er mit einer hohen Materialqualität im Cockpit überzeugt, verzeiht man ihm ein paar nicht ganz perfekte Details wie das fummelige Gepäckrollo, die schlechtere Sicht nach hinten oder den knapperen Fond-Knieraum. Mit 443 Litern fällt auch sein Standardkofferraum deutlich kleiner aus.

Dabei ist der Clio alles andere als unpraktisch: Zum Umklappen der Fondbank muss nur die Lehne entriegelt werden, während der Beifahrersitz in Deckung geht, damit Leitern oder Bierbänke bis zum Armaturenbrett durchrutschen. Und Proviant für die große Tour platziert der Grandtour in vielen kleinen Fächern und Ablagen in Griffweite der Passagiere.

Skoda Fabia Combi leistet maximal 110 PS

Genug geklappt und durch die Innenräume gekrochen: Uns interessiert vor allem, wie der neue Skoda Fabia Combi fährt. Im Vergleich zum etwas hochbeinigen Vorgänger sollen die neun Extra-Zentimeter in der Breite nämlich nicht nur den Proportionen, sondern auch dem Fahrverhalten zugutekommen. Und tatsächlich durchwedelt der Kombi Kurven leichtfüßig und neutral, lässt sich problemlos beherrschen und vermittelt mit seiner neu konstruierten elektromechanischen Servolenkung viel Straßenkontakt.

Da er je nach Version bis zu 60 Kilo abspecken konnte, hat sein kultivierter 1,2-Liter-TSI mit 110 PS leichtes Spiel, stemmt sich vehement aus dem Block und dreht wuselig hoch. Umso erfreulicher, dass die sportlichen Ambitionen nicht mit einem knüppelharten Fahrwerk erkauft werden. Zwar fällt die Grundabstimmung eher straff als schunkelig aus, weswegen sich der Skoda Fabia Combi in schnellen Kehren nie besorgniserregend zur Seite neigt.

Fein ansprechende Dämpfer entschärfen jedoch kurze Unebenheiten ebenso wie lange Wellen. Im Vergleich zur herber abgestimmten Limousine federt der Skoda Fabia Combi spürbar harmonischer. Die bequemen Sitze, der entspannte Geradeauslauf und das niedrige Geräuschniveau komplettieren den beachtlichen Komforteindruck.

Clio mit Nachteilen beim Handling

Auch der Clio federt nicht unkomfortabel. Kurze Stöße schlagen jedoch schon eher mal durch, begleitet von poltrigen Fahrwerksgeräuschen. Dass es Grandtour-Fahrer gemütlicher angehen lassen, liegt auch an der gefühlsärmeren Lenkung und einem kopflastigen Fahrverhalten: In Kurven, die der Skoda Fabia Combi völlig spurtreu absolviert, schiebt der Clio schon leicht über die Vorderachse.

An Temperament mangelt es ihm jedoch nicht, auch wenn für diesen Vergleich nur ein Testwagen mit dem 90-PS-Dreizylinder zur Verfügung stand. Der klingt zwar etwas knurrig und läuft nicht ganz so vibrationsarm, dank Turboaufladung legt er sich jedoch ebenfalls munter ins Zeug. Mit dem passenden 120-PS-Vierzylinder kostet der Clio Grandtour allerdings 1.320 Euro mehr als der Skoda Fabia Combi, bietet dafür allerdings serienmäßig ein Doppelkupplungsgetriebe.

Skoda Fabia Combi ab 13.090 Euro

Zum Händlerstart am 24. Januar stehen neben dem 110 PS starken Top-Benziner noch Versionen mit 90 und 75 PS sowie 1,4-Liter-Diesel zwischen 90 und 105 PS zur Wahl. Los geht’s ab 13.090 Euro (1.0 MPI), womit der Skoda Fabia Combi wie der Vorgänger 600 Euro über der Limousine liegt. Der getestete 1.2 TSI kostet in der mittleren Ausstattung Ambition (Klimaanlage, Fensterheber vorn, Tempomat etc.) 17.370 Euro. Da Skoda jede Menge Edel-Extras wie Panorama-Glasdach, Parkpiepser vorn und hinten oder ein schlüsselloses Zugangssystem anbietet, lässt sich der Preis leicht über die 20.000-Euro-Schwelle heben. Doch das gelingt auch Autos, die nicht so viel wegstecken und so agil fahren wie der Fabia Combi.

Technische Daten
Skoda Fabia Combi 1.2 TSIRenault Clio Grandtour TCe 90
Grundpreis20.230 €16.190 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4257 x 1732 x 1467 mm4267 x 1732 x 1475 mm
KofferraumvolumenVDA530 bis 1395 L443 bis 1380 L
Hubraum / Motor1197 cm³ / 4-Zylinder898 cm³ / 3-Zylinder
Leistung81 kW / 110 PS (175 Nm)66 kW / 90 PS (140 Nm)
Höchstgeschwindigkeit199 km/h182 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h9,6 s12,2 s
Verbrauch4,6 L/100 km4,7 L/100 km
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